Archive | Generische Domainnamen

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Land Berlin verliert Klage gegen berlin.com

Geschrieben am 23 März 2012 von Christoph Grueneberg

Das Land Berlin scheiterte vor dem Landgericht Berlin mit einer Unterlassungsklage gegen berlin.com. Der Stadtstaat versuchte dem Onlinemagazin Meedia zufolge dem Betreiber der Domain zu verbieten auf berlin.com Informationen über die Hauptstadt Berlin bereitzuhalten.

Das Land befürchtet eine „Zuordnungsverwirrung“, diese sieht das Gericht aber als nicht gegeben an. Das Landgericht folgt damit auch einem Gutachten des bekannten Domainrechtexperten, ehemaligen Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf und Dekans der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster, Professor Thomas Hoeren. Dieser kommt zu dem Schluss, dass unter berlin.com kein Internetbenutzer den (offiziellen) englischsprachigen Internetauftritt des Landes Berlin erwarte, sondern die Endung .com allgemein von kommerziellen Unternehmen genutzt werde.

Auslöser war ein Relaunch der Webseite berlin.com, die erstmals 2011 auch Informationen in Deutsch bereithielt. Gegen die neue deutschsprachige Präsentation erwirkte das Land Berlin eine einstweilige Verfügung, so dass die Neugestaltung vorerst zurückgenommen wurde. Über den Fortbestand der Einstweiligen Verfügung gegen den Relaunch wird noch entschieden. Nach dem Sieg von berlin.com vor dem Landgericht dürften die Chancen aber sicher gut stehen, dass berlin.com auch demnächst wieder Informationen auf deutsch bereithalten darf.

Leider nennt meedia.com weder Aktenzeichen noch verweist es auf den genauen Text des Urteiles, weswegen eine genauere Analyse des Urteiles nicht möglich ist.

Angeblich laufen aber bereits seit dem Jahr 2000 Verhandlungen über den Kauf der Domain berlin.com zwischen dem Land Berlin und der Betreiberfirma World Media, die neben berlin.com u.a. auch noch Domainnamen wie world.com, asia.com und london.com verwaltet.

Im vergangenen Jahr berichteten wir bereits über den Verkauf von visitberlin.com an die Berliner Tourismusbehörde für 230.000 US-$. Der Wert von berlin.com dürfte um einiges höher sein und sich im siebenstelligen Bereich befinden.

Das bekanntlich hoch verschuldete Land Berlin scheint daher wohl zu versuchen, mit Gerichtsverfahren in der eigenen Stadt den Wert und damit den Preis für berlin.com zu verringern. Eine Strategie, die nun aber offensichtlich nicht aufgegangen ist und die Schulden des Landes Berlin um die Kosten dieses verlorenen Gerichtsprozesses erhöhen wird.

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Bildkontakte.de ./. Bild-kontakte.de: Erneuter Sieg für beschreibenden Domainnamen

Geschrieben am 07 Oktober 2011 von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 02

OBERLANDESGERICHT DÜSSELDORF IM NAMEN DES VOLKES – URTEIL
Entscheidung vom 2. Februar 2010, Aktenzeichen l-20 U 74/09 (war: 34 O 164/08 Landgericht Düsseldorf). In dem Rechtsstreit … gegen …. hat der 20. Zivilsenat des  Oberlandesgerichts Düsseldorf auf die mündliche Verhandlung vom 15. Dezember 2009 durch … für RECHT erkannt: Die Berufung des Klägers gegen das am 25. März 2009 verkündete Urteil der 4. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Düsseldorf wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Gründe:

A.)
Es wird auf die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Urteils Bezug genommen, durch das die auf die beiden deutschen „Bildkontakte“- Marken des Klägers 30535344  (Wort-/Bildmarke) und 30535350 (Wortmarke) gestützte, auf die Freigabe Domain des Beklagten „bild-kontakte.de“ gerichtete Klage abgewiesen worden ist. Mit seiner Berufung verfolgt der Kläger unter Bezugnahme auf sein erstinstanzliches Vorbringen und dessen Vertiefung sein nunmehr um zwei Hilfsanträge ergänztes Klagebegehren weiter. Er meint  weiterhin, dass dem Wort „Bildkontakte“ dank Eintragung Markenschutz zukomme, zudem aber auch allein schon wegen seiner Verkehrsgeltung infolge hoher Bekanntheit seiner, des  Klägers, gleichlautenden Internetadresse. Der Kläger nimmt für sein Markenwort auch den erweiterten Bekanntheitsschutz in Anspruch. Schließlich macht der Kläger noch ergänzenden wettbewerbsrechtlichen Leitungsschutz geltend und sieht im Verhalten des Beklagten eine Wettbewerbsbehinderung.
Der Beklagte sei mit der Nutzung des angegriffenen Domainnamens ein sog. Trittbrettfahrer, der die Bekanntheit seines, des Klägers, Markenwortes ausbeute und beeinträchtige, das für „eine der führenden Singlebörsen“ genutzt werde. Er, der Kläger, habe seit 2006 mehr als 2 Millionen Euro für Werbung ausgegeben.
Der Kläger beantragt, das angefochtene Urteil abzuändern und den Beklagten zu verurteilen, durch schriftliche Erklärung die Internetdomain „bild-kontakte.de“ gegenüber der  zuständigen Vergabestelle, der DENIC Domainverwaltungs- und Betriebsgesellschaft e.G., Frankfurt am Main, freizugeben, hilfsweise den Beklagten unter Androhung von  Ordnungsmitteln zu verurteilen, es zu unterlassen, auf der von ihm betriebenen Internetdomain www.bild-kontakte.de Verlinkungen zu branchengleichen Kontaktbörsen oder  ähnlichen Dienstleistungen, insbesondere pornographischen Internetseiten, bereitzustellen, weiter hilfsweise den Beklagten zu verurteilen, auf der von ihm betriebenen Internetdomain www.bild-kontakte.de eine Verlinkung zu der klägerseits betriebenen Internetdomain www.bildkontakte.de einzustellen.
Der Beklagte beantragt Zurückweisung der Berufung. Er bezieht sich ebenfalls auf seinen erstinstanzlichen Vortrag und verteidigt das angefochtene Urteil. Wegen der Einzelheiten des Vortrags der Parteien in zweiter Instanz wird auf die von ihnen hier gewechselten Schriftsätze verwiesen.

B.)
Die zulässige Berufung des Klägers hat in der Sache keinen Erfolg. Das Landgericht hat die Klage zu Recht und mit zutreffender Begründung, die sich der erkennende Senat zu eigen macht, abgewiesen.
Der Kläger bezieht sich nunmehr in der Berufung nicht nur auf seine registrierten Marken, sondern auch noch auf eine Benutzungsmarke sowie ausweislich der angeführten  Vorschriften auf den Schutz geschäftlicher Bezeichnungen.
Die klägerische eingetragene Wortmarke „bildkontakte“ wird durch die Nutzung des Namens „bild-kontakte.de“ für die Domain des Beklagten, auf der er Vermarktungsflächen für  Kontaktbörsen bereit hält, deshalb nicht nach § 14 Abs. 2 Nr 1 und 2 MarkenG verletzt, weil die Beklagten-Tätigkeit nicht unter das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis der Marke fällt, nicht einmal unter das der Klasse 35 zugeordnete „Merchandising; Marketing auch in digitalen Netzen“. Der Begriff „Marketing“ kann nicht so verstanden werden, dass er jedwede Geschäftsaktion mittels des Internet bezeichnet. Denn dann würde sich die Eintragung der Marke – querschnittartig – auf den gesamten Bereich der kommerziellen Nutzung des  Internets beziehen. Gemeint sein können nur Dienstleistungen spezifisch für die Marketingbranche. Hierfür nutzt der Beklagte die Bezeichnung „bild-kontakte.de“ aber nicht.
Die klägerische Wort-/Bildmarke ist demgegenüber zwar auch für „Vermittlung von Bekanntschaften, auch mittels Internet (Online-Dating)“ geschützt. Die Wort-/IBildmarke wird durch die Übernahme allein des Wortbestandteils „bildkontakte“ gerade in Bezug auf diese Dienstleistung aber nicht als Hinweis auf die betriebliche Herkunft benutzt. Der  Wortbestandteil wirkt für dieses Produkt vielmehr rein beschreibend, insofern nämlich, als Bekanntschaften oder eben „Kontakte“ unter Beifügung von „Bildern“ vermittelt werden. Innerhalb der Wort-/Bildmarke käme dem Zeichenbestandteil „bildkontakte“ als Grundlage einer Verwechslungsgefahr erst dann Bedeutung zu, wenn sich das Wort im Verkehr als  Hinweis auf die betriebliche Herkunft der Vermittlungsleistungen aus einem bestimmten Unternehmen im Sinne des § 8 Abs. 3 MarkenG durchgesetzt, das Wort also seinen  beschreibenden Charakter verloren hätte. Angesichts eines beträchtlichen Freihalteinteresses hinsichtlich der beschreibenden Angabe „Bildkontakte“ für Bekanntschaftsvermittlungen unter Einsatz von Bildern sind an eine Verkehrsdurchsetzung nach § 8 Abs. 3 MarkenG sehr strenge Anforderungen zu stellen. Verkehrsbekanntheitsgrade, wie sie für die Annahme einer Benutzungsmarke nach § 4 Nr. 2 MarkenG an einem an sich unterscheidungskräftigen Zeichen ausreichen mögen, genügen für die Bejahung einer Verkehrsdurchsetzung bei weitem noch nicht.
Der vom Kläger nunmehr angeführte Markenschutz für das Wort „Bildkontakte“ aufgrund Verkehrsbekanntheit nach § 4 Nr. 2 MarkenG ist nach den vorstehenden Ausführungen ebenfalls zu verneinen. Auch hier bedürfte es der Verkehrsdurchsetzung zur Überwindung des Schutzhindernisses fehlender Unterscheidungskraft. Es müsste substantiiert  vorgetragen werden, dass das Wort „Bildkontakte“ in Bezug auf die „Vermittlung von Bekanntschaften“ die angesprochenen Verkehrskreise in einem so hohen Maße auf einen  bestimmten Anbieter hinweisen – und nicht mehr nur die – Dienstleistung in ihrer Art beschreiben – würde, dass das Interesse der Branche an einer freien Benutzung des Begriffs  zurücktreten könnte. Hierzu fehlt jedweder konkrete Vortrag, insbesondere auch, was die bundesweite Bekanntheit der Kontaktbörse bei allen potentiellen Interessenten genau mit der Bezeichnung „Bildkontakte“ angeht, ein Wort, das ja nicht die Firma des Klägers bildet. Der Kläger verweist nur auf seinen Bekanntheitsgrad und seinen Ruf als seriöse Kontaktbörse. Die Zahl von 1,4 Millionen Internet-Usern steht im Raum, ohne dass sie substantiiert wäre. Internet User können zum einen diejenigen sein, die schlichtweg die Seite nur im Rahmen des kostenfreien Bereichs aufrufen. Gemeint sein können aber auch diejenigen, die kostenpflichtig schon Verträge mit dem Kläger geschlossen haben. Geht es bei den Usern um  diejenigen, die nur die Seite aufrufen, wäre genau zu substantiieren, wer dies zu welchen Zwecken tut. Unter Umständen handelt es sich auch um künstliche „Hits“, die vom Unternehmen selbst generiert werden und hohe Trefferzahlen verursachen. All das bleibt im Unklaren und wurde vom Kläger weder in erster noch in zweiter Instanz substantiiert, obwohl der Vortrag ausdrücklich von der Gegenseite bestritten wird.

Unzulänglich ist der Vortrag des Klägers auch zu dem erweiterten Schutz für bekannte Marken nach § 14 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG. Er würde voraussetzen, dass das Wort „Bildkontakte“ für andere Produkte als den Betrieb einer Kontaktbörse als Marke bekannt wäre und seine Verwendung  nunmehr für eine Kontaktbörse die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung der Marke auf den anderen Gebieten unlauter ausnutzen oder beeinträchtigen würde. So etwas ist  bei einem beschreibenden Verständnis und der Annahme eines Freihaltebedürfnisses nicht leicht anzunehmen.

Am Wort „Bildkontakte“, das ja nicht die Firma des Klägers bildet, kommt ihm auch kein Schutz für Unternehmenskennzeichen nach § 5 Abs. 2 MarkenG zu. Damit eine Domain als geschäftliche Bezeichnung geschützt ist, ist nach der Rechtsprechung  des Bundesgerichtshofs erforderlich, dass sie auch als Teil eines Unternehmenskennzeichens verwendet wird (BGH, NJW 2005, 1198 – soco.de; OLG München, ZUM 2000, 71 = CR  1999, 778 – tnet; KG, NJW-RR 2003, 1405-arena-berlin; LG   Frankfurt a.M., CR 1999, 190 – warez.de; LG Braunschweig, MMR 1998, 272 = CR 1998, 364 – deta.com; unzutreffend insofern LG München I, GRUR 2000,800 = CR 1999, 451 = K&R 1999, 237 – fnet). Ein solcher Vortrag diesbezüglich fehlt aber. Zunächst einmal ist die Domain www.bildkontakte.de nur eine Domain, unter der ein Kontaktdienst mit anderer Firma  betrieben wird. Es ist nicht vorgetragen worden, dass die Bezeichnung „Bildkontakte“ auch im weiteren Sinne als Bestandteil der Firma verwendet wird. Für sie müssten nach der  Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsprechende Unterlagen, z.B. Visitenkarten oder Firmenbriefköpfe vorgelegt werden. An einem solchen Vortrag fehlte es hier aber.

Dem Kläger kommt ebenso wenig der geltend gemachte lauterkeitsrechtliche Schutz zu. Er beansprucht für sein Internetangebot unter der Bezeichnung „bildkontakte“ ergänzenden wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutz nach § 4 Nr. 9 UWG. Eine Nachahmung der Dienstleistung eines Mitbewerbers liegt hier aber nicht vor. Der Beklagte betreibt vielmehr über seine Homepage eine Domainverlinkungsagentur. Im Kern besteht seine Seite daraus, dass er Suchbegriffe auf die Homepage stellt und entsprechende Links verschiedensten Dienstleistern, die schon im Web sind, anbietet. Dass sich unter diesen Anbietern, auf die Links gesetzt werden, auch Kontaktbörsen befinden, begründet noch nicht den Vorwurf, der  Beklagte übernehme eine Dienstleistung des Klägers oder ahme sie nach. Schon von daher fehlt es an einer Grundlage für die Gefahr, hier werde eine vermeidbare Herkunftstäuschung herbeigeführt oder die Wertschätzung einer Dienstleistung unangemessen beeinträchtigt. Zudem ist auch hier zu berücksichtigen, dass die übereinstimmende Angabe „Bildkontakte“ in  der Verwendung durch den Kläger beschreibend wirkt. Das Fehlen kennzeichenrechtlichen Schutzes kann nicht mit der Inanspruchnahme des Lauterkeitsrechts überspielt werden.
Der Vorrang der kennzeichenrechtlichen Beurteilung des Sachverhalts steht der Annahme einer gezielten Behinderung nach § 4 ‚Nr. 10 UWG ebenfalls entgegen. Besondere Anhaltspunkte für ein behinderndes Vorgehen fehlen.
Der erste Hilfsantrag ist unbestimmt, wie in der Berufungsverhandlung angesprochen worden ist. Denn er stellt darauf ab, dass Verlinkungen zu „branchengleichen“ Kontaktbörsen oder „ähnlichen Dienstleistungen“ bereitgestellt würden. Die „Branchengleichheit“ der Kontaktbörsen wird nicht erläutert. Vor allem aber ist die Angabe „ähnliche Dienstleistungen“ inhaltlich unbestimmt. Der überraschende Zusatz „insbesondere pornografische Internetseiten“ vergrößert die Unklarheit. Denn der Kläger betreibt überhaupt keine pornografischen Internetseiten. Man versteht deshalb nicht, was das Anbieten pornografischer Internetseiten mit der „Branchengleichheit“ oder ,,Ähnlichkeit“ zu tun haben soll. Im übrigen fehlen bei  den Hilfsanträgen Anhaltspunkte für die Begründetheit. Es fehlt an jedwedem Vortrag dazu, wieso der Kläger eine kostenlose Verlinkung verlangt. Was den ersten Hilfsantrag angeht,  so hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung „vossius.de“ (GRUR 2002, 706) zwar Ausführungen zum Interessenausgleich hinsichtlich Domain-Namen gemacht, dies ist aber nur  auf Gleichnamigkeitsfälle bei Namen bezogen.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 708 Nr. 10. § 713 ZPO.
Da die Entscheidung nur auf einer Würdigung der Umstände des Streitfalls beruht, besteht kein Grund für die Zulassung der Revision.
Streitwert für das Berufungsverfahren: 10.000 € (nach der nicht angegriffenen Wertfestsetzung im landgerichtlichen Urteil).

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Domainmarkt – für den Neueinstieg ist’s nie zu spät

Geschrieben am 06 Mai 2011 von Christoph Grueneberg

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 03

Mittlerweile sind über 13 Millionen .de Domains registriert. Schaut man sich die .com Domains an, sind es sogar über 80 Millionen Registrierungen. Das ist verständlich: Schließlich wird unter .com ja nicht nur ein einziger Sprachraum wie unter .de adressiert. Bleibt da noch Raum für Neueinsteiger? Die Diskussion, ob es zu spät sei, um in den Domain-Markt einzusteigen, wird schon seit über zehn Jahren geführt. Sie begann in etwa zu jener Zeit, als die New Economy ihren Höhepunkt hatte. Sie endet… vielleicht nie?

Meine ersten beiden Domainnamen reservierte ich im Juni 1997 für günstige 300 DM Jahresgebühr (Resellerpreis, es gab auch Angebote für 500 DM und mehr). Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 68.000 .de Domainamen vergeben. Leider entschied ich mich nicht für einen der vielen guten generischen Domainnamen, die zu diesem Zeitpunkt noch frei waren. Ich wählte vielmehr die Domains inserv.de für einen Internet-Service sowie die Domain Lokalseiten.de für ein lokales Nachrichtenprojekt. Die Gebühren waren einfach noch zu teuer für einen Studenten, der gerade sein erstes Startup gründete, und die Aussichten auf einen Weiterverkauf waren eher gering. SEDO wurde schließlich erst im Jahr 1999 (eine Million registrierte .de Domainnamen) gegründet.
Gutes Geld mit Domainparking verdiente man erst ab Ende 2003 (6,7 Mio registrierte .de Domainnamen). Wann war also der richtige Zeitpunkt, um intensiver in das Geschäft „einzusteigen“? Für mich war es das Jahr 2003. Ich hatte meine ersten 100 generischen Domainnamen ausschließlich zum Weiterverkauf reserviert und erzielte vielleicht zehn Prozent der anfallenden Domaingebühren durch Parkingeinnahmen. Im Laufe des Jahres stellte SEDO allerdings das Parking auf Google als Werbemittler um: Meine Parkingumsätze verzehnfachten sich. Alle reservierten Domains zusammen brachten nun genug Geld ein, um von den Einnahmen die jährlichen Reservierungsgebühren bezahlen zu können. Aber auch nach 2003 habe ich noch Tausende weiterer Domainnamen reserviert. Das zeigt, dass 2003 keineswegs das letzte Jahr guter freier Domains war. Tatsächlich kann man bis heute durch überlegte Strategien und mit etwas Phantasie freie Domainnamen finden, die sich wenig später als wertvoll herausstellen.

Die Zukunft der Modebranche
Anfang 2008 faszinierte mich das Thema der Zukunft der Modebranche. Ich war und bin davon überzeugt, dass man als Käufer in Zukunft anhand genauer Maße passgenaue Mode virtuell anprobiert. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die entsprechenden Körpermessdaten zur Verfügung stehen. Solche zur Messung benötigten „Bodyscanner“ waren bereits in geringen Stückzahlen im Einsatz. Interessant wird ihr Einsatz aber erst dann, wenn Kunden Kleidung irgendwann nicht nur virtuell im Internet anprobieren, sondern Freunden und Bekannten in Netzwerken empfehlen. Das Geschäft fängt mit spielerischen Empfehlungen unter Freundinnen an und bietet dann auch professionellen Typberatern interessante Betätigungsmöglichkeiten.

Der Bedeutungszuwachs des Körperscanners
Wie so etwas funktioniert, ist übrigens in einem populären Werbespot für die XBox zu sehen (2009 Xbox Project Natal Announcement). Die Geräte, um einen menschlichen Körper in seinen Abmessungen zu erfassen, werden Bodyscanner genannt: auf deutsch Körperscanner. Am 31. Januar 2008 konnte ich die Domains koerperscanner.de und koerperscan.de frei reservieren. Die weiteren Varianten wie körperscanner. de waren übrigens auch noch frei. Im Oktober 2008 setzte die Diskussion um so genannte Nacktscanner ein, die 2010 durch den „Unterhosen-Bomber“ und seinen missglückten Anschlag eine Wiederbelebung erfuhr. Neben dem ordinären Begriff Nacktscanner hat sich die Bezeichnung Körperscanner für diese Geräte etabliert. Google verzeichnet im Januar 2010 über eine Millionen Treffer für den Begriff Körperscanner. Das war nicht ganz die Entwicklung, die ich für diesen Begriff vermutet hatte. Aber niemand wird bestreiten können, dass körperscanner. de mittlerweile einen nicht unerheblichen Wert hat.

Technische und gesellschaftliche Entwicklungen werden weiter stattfinden. Einige Begriffe werden populär, manche Wörter wieder bedeutungslos. Wer vorausschauend denkt, kann auch jetzt noch Domainnamen frei „von Hand“ registrieren. Wer Sonderaktionen nutzt, sogar für einen Euro Jahresgebühr.

Christoph Grüneberg

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Sonntag.de: Nachname begründet keinen Anspruch auf generische Domain

Geschrieben am 17 März 2011 von Christoph Grueneberg

OLG München: Urteil vom 24.02.2011 – 24 U 649/10

Zusammenfassung:

  • Kann ein Nachname nicht eindeutig genau einer Person (bzw. einem Namensträger) zugeordnet werden und ist dieser Name zudem noch beschreibend, gibt es keinen Anspruch auf Löschung des Domainnamens. Das Namensrecht wird in diesem Fall nicht verletzt.
  • Es ist nicht relevant, ob die betreffende Domain genutzt wird oder nicht. Domainnamen werden zu lukrativen Preisen gehandelt und lediglich aus der Nichtbenutzung können keine Rechte für den Namensinhaber hergeleitet werden.
  • Bei der Registrierung von Gattungsbegriffen gilt das Prioritätsprinzip.

Gründe aus dem Urteil:

Der Kläger fordert von dem Beklagten die Zustimmung zur Löschung der Domain “sonntag.de” gegenüber der DENIC Domain Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft eG. Erfühlt sich in seinem Namensrecht verletzt und klagt auf Unterlassung (§12 Satz 1, Satz 2 BGB).

Der Kläger hat in erster Instanz beantragt:
Der Beklagte wird verurteilt, gegenüber der ******, seine Einwilligung in die sofortige Löschung der Domain “sonntag.de” zu erklären.

….

II.
Die zulässige Berufung ist begründet. Der Kläger hat keinen Anspruch aus §§ 12, 823 Abs. 1 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 1004 BGB gegen den Beklagten auf Unterlassung der Nutzung des Domain-Namens “sonntag.de”, weil bereits keine Namensrechtsverletzung nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung vorliegt.

Nach der viele Jahre bestehenden und nicht in Zweifel gezogenen Praxis der für die Registrierung von Domain-Namen unter der Top-Level-Domain “de” zuständigen DENIC gelten für die Registrierung von Gattungsbegriffen keine besonderen Regeln; allein maßgebend ist das Prioritätsprinzip (so BGHZ 153, 61 f. Rn. 25 zur Zulässigkeit der Verwendung des Domain-Namens “www.presserecht.de”).

Demgegenüber liegt in der Registrierung eines fremden Namens als Domain-Name eine Namensanmaßung und damit eine Verletzung des Namensrechts derjenigen vor, die diesen bürgerlichen Namen tragen (BGHZ 155, 273 f., Leitsatz 1 zur Zulässigkeit der Verwendung des Domainnamens “www.maxem.de”). Dies gilt aber nur dann, wenn der Dritte, der diesen Namen verwendet, auch als Namensträger identifiziert wird und der private Gebrauch des fremden Namens durch den Nichtberechtigten zu einer Zuordnungsverwirrung führt (BGH, a. a. O., Rn. 18) . Anders ist es, wenn sich hinter der Domain-Bezeichnung nicht nur ein bürgerlicher Name, sondern gleichzeitig auch ein Gattungsbegriff verbirgt (BGH, a. a. 0.).Hier scheidet eine Zuordnungsverwirrung von vorneherein aus, so dass auch keine unberechtigte Namensanmaßung gemäß § 12 BGB vorliegt (Umkehrschluss aus BGH NJW 08, Seite 3716 ff., Rdnr. 25, zu “www.afilias.de”). Auch Personen, die den Kläger kennen, ist die allgemeine Bedeutung des Wortes “Sonntag” geläufig, so dass bei ihnen nicht schon die bloße Nennung der Domain den Bezug zum Kläger auslöst (so auch Landgericht Köln, Urteil vom 8.5.2009, 81 O 220/08, abzurufen bei Juris, für den Anspruch des Inhabers der geparkten Domain “welle.de” auf Löschung des Dispute-Eintrags der Gemeinde “Welle”).

Entgegen der Meinung des Landgerichts ist es in diesem Zusammenhang auch nicht entscheidungsrelevant, ob der Beklagte die Internet-Seite derzeit nutzt oder nicht. Offenbar werden Domain-Namen mittlerweile zu lukrativen Preisen gehandelt, was bereits daraus ersichtlich ist, dass der Kläger die hier streitgegenständliche Domain im Jahr 2005 für 500,- € erworben hat und -nach eigenen Angaben – mittlerweile für sie das 20- bis 30-fache geboten bekommt. Auch wenn der Beklagte diese Domain lediglich als Spekulationsobjekt halten würde – was er bestreitet – kann der Kläger daraus keine Rechte für sich herleiten, weil bereits sein Namensrecht nicht verletzt ist und deshalb auch keine Interessenabwägung vorzunehmen ist (vgl. hierzu BGH NJW 2008, 3716 ff., Rdnr. 18: “Eine unberechtigte Namensanmaßung nach § 12 BGB liegt vor, wenn ein Dritter unbefugt den gleichen Namen gebraucht, dadurch eine Zuordnungsverwirrung eintritt und schutzwürdige Interessen des Namensträgers verletzt werden”.). Es gilt allein das Prioritätsprinzip.

Auf die Berufung des Beklagten ist das Endurteil des Landgerichts Memmingen deshalb aufzuheben und die Klage abzuweisen.

Die Revision ist nicht zuzulassen. Der Bundesgerichtshof hat sich in zahlreichen Entscheidungen mit dem Namensrecht in der Domain-Vergabe beschäftigt und Grundsätze aufgestellt, wann das Namensrecht verletzt ist und wann nicht. Der Senat folgt dieser Rechtsprechung. Vorliegender Fall hat auch keine grundsätzliche Bedeutung. Der Familienname “Sonntag” ist zwar nicht selten; der Berichterstatterin sind persönlich zwei Personen dieses Namens bekannt und im örtlichen Telefonverzeichnis für die Stadt Augsburg befinden sich 14 Einträge entsprechender Namensträger.

Dennoch ist eine Grundsatzentscheidung für diesen speziellen Namen entbehrlich, da davon auszugehen ist, dass ein Träger dieses Namens sich ohnehin mit einem klarstellenden Zusatz – sei es der Vorname oder die Berufsbezeichnung – im Internet präsentieren wird, um für Interessenten rasch auffindbar zu sein.

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„Albtraum-Adressen“: Welche Gefahren Facebook, Google, Twitter und Apple für Unternehmen bergen

Geschrieben am 21 Februar 2011 von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 04

Von Tim Schumacher, CEO der Sedo GmbH und Vorstand der Sedo Holding AG

Der Einsatz einer einprägsamen Internetadresse ist einer der wichtigs­ten Erfolgsfaktoren für Unternehmen im Online-Business. In fast jeder Wer­bung findet man den Domainnamen des Unternehmens oder eines unter­nehmenseigenen Produktes aufge­führt. Entweder in Verbindung mit .de oder, je nach globaler Ausrichtung und Herkunft, auch unter .com.

Doch seit wenigen Monaten kann man weltweit eine beunruhigen­de Entwicklung beobachten. Immer häufiger rückt der Domain-Name in der Werbung in den Hintergrund. Insbesondere Domainnamen von Un­ternehmen, die sich als Trendsetter verstehen und auf den „Social Media“- Zug aufspringen wollen. Da werden Facebook- und Twitteradressen so­wie iPhone-Applikationen beworben. Teilweise wird man sogar dazu ange­leitet, wie der Suchbegriff bei einer Suchmaschine wie z. B. Google ausse­hen muss, damit man ans Ziel kommt. Auch vorhandene Webseiten und be­reits bestehende, klassische Kommu­nikationswege werden dazu genutzt, diese neuen Kanäle zu bewerben.

Ich habe mich selbst dabei erwischt, dass ich dieses Verhalten in meiner Firma Sedo gefördert habe, beseelt von dem Gefühl, dadurch ein Trend­setter zu sein. Daher promoten wir nicht nur unseren eigenen Firmen­namen Sedo.de (respektive Sedo. com, für dessen Domainkauf wir 2003 etwa 80.000 USD investierten), sondern auch unseren Twitter-Ac­count (twitter.com/SedoDE) und un­ser Facebook-Profil (facebook.com/Sedo). Wir schalten darüber hinaus für das Keyword “Sedo” Werbung auf Google, Yahoo und Bing. Unsere ei­gens entwickelte iPhone-Applikation wird in Kürze erscheinen. Wir haben uns so sehr auf diese Bemühungen versteift, dass wir, wie so viele andere Unternehmen auch, die Gefahren aus den Augen verloren haben.

Wir machen uns abhängig

Das Problem ist Folgendes: Es ist schick und modern, all diese bereits erwähnten Kanäle zusätzlich für Werbezwecke und Kunden-Interakti­on zu nutzen. Doch schaut man hin­ter die Fassade von Web 2.0/Social Media, ist es schlichtweg falsch und gefährlich, hauptsächlich diese Ka­näle als Zulieferer von Usern zu ver­wenden. Was folgt ist Kontrollverlust, Abhängigkeit, hohe Kosten, die auf einen zukommen und im Extrem­fall sämtliche Gewinne eines Unter­nehmens auffressen können. Unter­nehmen, die ihr Marketing-Gebaren komplett nach den Web-Giganten wie Facebook, Google oder Apple richten, legen das eigene Schicksal in die Hände dieser Provider.

Dabei können folgende drei Szenarien eintreten:

  1. Die Provider können jedes Unternehmen eigenmächtig ausschließen, mit oder ohne Begründung. Ich möchte an dieser Stelle an die Vorgehensweise von Apple erinnern, bei der sämtliche Apps mit erotischem Inhalt entfernt wurden. Auch wenn sich über das Für und Wider von Erotikinhalten streiten lässt, zeigt dieses Vorgehen, wie abhängig ein gesamter Wirtschaftszweig vom Verhalten eines Branchenriesen ist.
  2. Die Provider können pleitegehen, und es gibt keine ordnungspolitische Regelung für „den Tag danach“. Sie halten das für unwahrscheinlich? Erinnern Sie sich an FortuneCity oder GeoCities? Das waren einst sehr gehypte Vorgänger der Social Communities kombiniert mit einem einfachen Webseiten-Hosting. Stellen Sie sich einfach Facebook ohne das Jeder-kennt-Jeden-Prinzip und in einer Zeit mit weitaus niedrigerer Internet-Nutzung vor. Nichtsdestotrotz wurde GeoCities im Jahr 2009 von Yahoo eingestampft – nachdem sie es 10 Jahre zuvor für den Riesenbetrag von 2,87 Milliarden USD erworben hatten.
  3. Die größte Gefahr: Die Provider können und werden ihre Profite maximieren, sobald eine kritische Masse erreicht ist! Wechselhürden (sog. „Switching costs“) entstehen und Profit-Ziele werden den Wachstums-zielen folgen. Wenn Ihr Unternehmen 1 Million Facebook Fans oder Follower bei Twitter hat, wie wird Ihre Ausgangslage bei Verhandlungen sein, wenn der Provider auf einmal hohe Gebühren verlangen wird? Wenn Sie eine hohe Nutzeranzahl für Ihre iPhone App haben, wie sieht Ihre Verhandlungsposition aus, wenn Apple auf einmal eine höhere Gewinnbeteiligung verlangt? Wenn Sie Ihre Geschäfte hauptsächlich über Google machen, wie wird Ihre Verhandlungsposition aussehen, wenn Sie auf einmal nicht mehr in der organischen Suche gelistet werden, Google Ihnen aber anbietet, dass Sie für eine bestimmte Gebühr in der bezahlten Werbung erscheinen könnten?

Alle oben erwähnten Bedrohungen sind realistisch, und trotzdem scheinen sie bei all dem Hype unterzugehen.

Vermeiden Sie geschlossene Systeme

Wer sein Online-Business hauptsäch­lich auf dem Rücken von Facebook, Twitter, Google oder Apple aufbaut, baut sein Eigentum auf einem gemie­teten Grundstück auf, dessen Kontrol­le der Grundstücksbesitzer hat. Eines Tages könnten Sie zu hören bekom­men: „Vielen Dank, dass Sie dieses prächtige Hotel auf meinem Grund­stück aufgebaut haben, Ihre Mie­te erhöht sich nun von 1 US-Dollar monatlich auf 100.000 US-Dollar pro Jahr.“

Die Zeitschrift FHM kündigte erst kürzlich an, die eigene Domain fhm-magazin.de aufzugeben. Geht man heute auf fhm-magazin.de, landet man tatsächlich auf der bei Facebook eingerichteten Profilseite. (Anmerkung: zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmte dies, derzeit ist eine Überarbeitungs-Seite geschaltet) Kurzfristig eine gute PR für FHM, aber langfristig gedacht der falsche Schritt, denn Face­book hat viele Einschränkungen: Erst kürzlich wurde entschieden, dass man von seinem Profil aus nicht mehr auf andere Institutionen (Schulen, Univer­sitäten, Firmen) verlinken kann, son­dern nur auf das jeweilige Facebook- Profil der Institution, falls vorhanden. Prinzipiell versucht man hier, das pro­prietäre (geschlossene) System beizu­behalten. Sorgen Sie dafür, dass Ihnen das nicht passiert.

Wenn Sie ein Profil auf Facebook und einen Twitteraccount mit dem richtigen Namen haben, haben Sie zumindest vorgesorgt, dass Ihnen kein Konkurrent den Begriff streitig machen kann. Setzen Sie diese Kanäle entsprechend sinnvoll ein, zeigen Sie damit, dass Sie für neue und innovative Kommunikationswege offen sind. Doch Ihr Domainname ist der wichtigste Baustein für Ihr Online- Business. Und das sollten Sie den Usern durch Ihre Marken- und Marketing- Kommunikation zeigen.

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3D-DOMAINS – Domain-Blog-Spotting – die lieben Kollegen (02/2011)

Geschrieben am 17 Januar 2011 von Christoph Grueneberg

Bei TheDomains.com gibt es einen Beitrag von Michael H. Berkens aus dem Juli 2010, der immer wieder frische Kommentare erhält. Insgesamt schon über 1400 Postings!

Berkens hatte in seinem Artikel beschrieben, welche 3D-Domainnamen besonders werthaltig erscheinen. Viele Domainer fühlten sich anschließend dazu aufgerufen, ihre eigenen 3D-Domains als Kommentar zu posten um diese zu bewerben – ein Phänomen, welches wir aus diversen Foren kennen. Offensichtlich scheinen einige der Meinung zu sein, dass ein Voranstellen von “3D” vor jeglichem Begriff, der einzeln wertvoll erscheint, einen Sinn ergeben würde. So wie schon einmal ähnlich dem Trend, eine 24 ans´ Ende eines jeden Begriffes zu setzen.

Owen Frager meint anlässlich der Verkaufsmeldung von 3dprinting.com für 33.000$ , dass 90% der im 3D-Hype registrierten Domainnamen wohl Schrott seien und – wie bei vielen anderen spekulativ registrierten Domains – rausgeschmissenes Geld. Wenn man auch nur wenige der 1400 Kommentare bei TheDomains gelesen hat, kann man dem nur zustimmen.

Was denken sich Leute dabei, Domainnamen wie

3dskiresort.com
3dcookinggame.com
cookinggame3d.com
cookinggames3d.com
3dsynagogue.com
3dtorah.com (!)

siehe hier

oder

3DMommy.Com
3DSantaClaus.Com
3DThanksgiving.Com

siehe hier

zu reservieren?

Es gibt mittlerweile sogar einen eigenen Blog “3D Domains for Sale”!

Nur eine Frage der Zeit, bis der Trend nach Deutschland schwappt; derzeit sind schon über 5000 .de Domains mit dem Prefix „3D“ reserviert. Es scheint wie bei jedem Goldrausch zu sein: Einzelne haben den ersten Erfolg, die Masse strömt nach und macht lediglich die Ausrüster reich, welche die Schaufeln und Siebe verkaufen.

Ich gebe zu, auch wir setzen auf 3D-Domains, denke aber, dass man mit Domainnamen wie

  • 3d-tv.de
  • 3d-drucker.de
  • 3d-beamer.de
  • 3ddrucker.com
  • 3d-drucker.com
  • 3dprinter.de
  • 3d-printer.de
  • 3d-scan.de & 3dscan.de
  • 3dcam.de
  • 3d-kameras.de
  • 3dshop.de

eher auf der sicheren Seite ist, was die Verkaufsmöglichkeiten angeht.

Auch  Domaingang.com hat reagiert und bietet FREE 3D Domain for everyone.

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SEDO: Top 10 Verkäufe 2010

Geschrieben am 02 Januar 2011 von Domainvermarkter

Begehrte Internetadressen: Das waren die zehn teuersten Domainverkäufe 2010

Die zehn teuersten Domains mit deutscher Landesendung .de erzielten in 2010 einen Verkaufserlös von insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro (Vorjahr knapp 900.000 Euro). Grundlage der Betrachtung sind die Verkaufszahlen der weltgrößten Domainhandelsbörse Sedo.

Dies sind die zehn teuersten .de-Domains in 2010, die von SEDO veröffentlicht werden dürfen:

  1. software.de (238.000 Euro)
  2. sec.de (136.850 Euro)
  3. free-sms.de (115.000 Euro)
  4. website.de (101.150 Euro)
  5. pakistan.de (65.450 Euro)
  6. devisen.de (55.930 Euro)
  7. ug.de (50.000 Euro)
  8. cloud-computing.de (29.000 Euro)
  9. musik-base.de (25.001 Euro)
  10. vermietung.de (23.000 Euro)

“Die Auflistung zeigt, dass nach wie vor beschreibende Domainnamen – in diesem Jahr vor allem aus der Kategorie IT – am gefragtesten sind und daher die höchsten Preise erzielen. Auffallend ist in diesem Jahr die Verwendung dieser Domainnamen, denn ein großer Teil davon wird für Social-Media-Projekte genutzt“, fasst Liesbeth Mack-de Boer, Geschäftsführerin der Sedo GmbH, zusammen.
17,5 Millionen US-Dollar für zehn Domains

Besonders beeindruckend ist der Verkaufserlös der zehn teuersten Internetadressen unabhängig von der jeweiligen Endung. Während es bisher ausschließlich .com-Domains in diese Kategorie geschafft hatten, gab es in diesem Jahr einige Abweichungen. Neben zwei .org-Domains haben es auch die Länderdomains .fr und .de in die Top 10 geschafft. Die Einzelpreise addieren sich 2010 auf 17,5 Millionen US-Dollar – so viel wie nie zuvor (Vorjahreswert: 8 Millionen US-Dollar;  Jahreswert 2008: 5,8 Millionen US-Dollar; Jahreswert 2007: 3,2 Millionen US-Dollar). An der Spitze rangiert sex.com mit einem Verkaufserlös von 13 Millionen US-Dollar.

Top 10 der teuersten Domains, die veröffentlicht werden dürfen:

  1. sex.com (13 Mio. US-Dollar)
  2. poker.org (1 Mio. US-Dollar)
  3. credit.fr (587.500 Euro)
  4. ringtones.com (750.000 US-Dollar)
  5. files.com (725.000 US-Dollar)
  6. jerusalem.com (510.000 US-Dollar)
  7. logo.com (500.000 US-Dollar)
  8. ipo.com (500.000 US-Dollar)
  9. cgm.com (365.000 US-Dollar)
  10. software.de (238.000 Euro)

Top 10 der kuriosesten Domains

Andere Domainnamen brillieren weniger durch ihren Preis als durch ihre Ausgefallenheit und Kuriosität.

Top 10 der kuriosesten Domains, die veröffentlicht werden dürfen:

  1. checker.at (4.000 Euro)
  2. nochmal.de (3.000 Euro)
  3. isswas.de (2.000 Euro)
  4. katzenklo.de (2.000 Euro)
  5. medisapiens.com (2.000 Euro)
  6. klitzeklein.com (1.900 US-Dollar)
  7. 2witter.com (1.500 US-Dollar)
  8. elektronische-zigarette.ch (1.300 Euro)
  9. komm4buy.de (1.000 Euro)
  10. energiesparschwein.de (550 Euro)

Quelle: www.sedo.de

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Domainmarkt — steht der nächste große „Goldrausch“ bevor?

Geschrieben am 01 Januar 2011 von Domainvermarkter-Magazin

Wie sich der Domainmarkt 2009 entwickelte und was auf die Branche zukommt

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 03

von Matthias Maier, freier Journalist

Das Jahr 2009 würden viele Branchen wohl am liebsten aus ihrer Erinnerung und ihren Bilanzen streichen. Deutschland verzeichnete beispielsweise einen bislang ungekannten Einbruch der Wirtschaftsleistung von etwa fünf Prozent. Wer allerdings den Domainmarkt unter die Lupe nimmt, stellt fest, dass das vergangene Jahr dort kaum zu Wehklagen Anlass gab.

Deutsche Top-Level-Domain wächst unbeirrt weiter
Im Laufe des Jahres wuchs der Domainbestand, den die deutsche Registrierungsstelle DENIC verwaltet, um rund 800.000 Domains auf mehr als 12 Millionen Domains an. Dies entspricht einem Wachstum von knapp sieben Prozent. Die Inhaber von .de-Domains haben ihren Sitz nach wie vor überwiegend in Deutschland: nur 6,1 Prozent, also etwa 800.000 Domains, sind auf einen ausländischen Inhaber registriert. Dabei sind die Vereinigten Arabischen Emirate (ca. 128.000 Domains), die Schweiz (ca. 120.000 Domains) und die USA (ca. 80.000 Domains) die Nationen mit den größten Anteilen.

Auch der Sekundärmarkt widersteht der Wirtschaftskrise
Domains waren auch im vergangenen Jahr ein beliebtes Handelsgut. Über Sedo, eine der größten Domainhandelsplattformen, wechselten 2009 über 38.000 Domains für mehr als 54,7 Millionen Euro den Besitzer. Bei den generischen Top-Level-Domains verzeichnete .com zwar einen leichten Rückgang um zwei Prozent, blieb aber dennoch mit 74 Prozent unangefochten die am meisten gehandelte Domain-Endung. Verstärkt angeboten wurden Domains unter .org (+ 26 Prozent) und .net (+ 20 Prozent). Bei den länderbezogenenen Top-Level-Domains sicherten sich .de-Domains wie bereits 2008 den ersten Platz: 54 Prozent aller verkauften ccTLD-Domains endeten auf .de. Auf den Plätzen folgen mit weitem Abstand .co.uk und .eu mit einem Anteil von dreizehn bzw. elf Prozent. Bei den .de-Domains waren auch einige der im Oktober 2009 frei gegebenen Domains mit einem oder zwei Zeichen erfolgreich: pc.de erzielte einen Verkaufserlös von über 158.000 Euro und wurde so zur zweitteuresten .de-Domain des Jahres. Bei der Analyse der Durchschnittspreise steht allerdings eine andere Top-Level-Domain ganz oben: unter .fr lassen sich mit Domainverkäufen im Schnitt 2.958 Euro erzielen, bei .co.uk sind es immerhin noch 2.216 Euro und .at 1.541 Euro.

Der Blick in die Glaskugel
Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little hat der eco Verband die deutsche Internetwirtschaft analysiert und sich dabei auch mit den Entwicklungen auf dem sekundären Domainmarkt befasst. Die Ergebnisse der Anfang Februar veröffentlichten Studie zeigten bei den Befragten „deutlich positive Erwartungen für die Geschäftsentwicklung im deutschen Domain-Handel“. Ingesamt erwarteten rund 53 Prozent der Unternehmen bis 2012 steigende Umsätze. Diese überdurchschnittlich positiven Prognosen gründen sich laut Studie einerseits auf die stetig steigenden Registrierungszahlen. Andererseits sei auch die geplante Einführung neuer Top-Level-Domains durch die ICANN von Bedeutung. Von der Einführung dieser Domains verspricht sich die Studie zusätzliche Impulse für das Wachstum des Domainhandels.

Der virtuelle Zankapfel – neue generische Top-Level-Domains
Seit die ICANN bekannt gegeben hat, dass sie ein Verfahren für eine jederzeit mögliche Zulassung neuer Top-Level-Domains etablieren möchte, tobt ein teils erbittert geführter Streit zwischen Befürwortern und Gegnern. Jede dieser Gruppen möchte zeigen, dass ihre Argumente zutreffen. Die Coalition Against Domain Name Abuse (CADNA) geht beispielsweise in einem Anfang April 2010 vorgelegten Dokument davon aus, dass Unternehmen bei der Einführung neuer Top-Level-Domains weltweit mehr als 700 Million US-Dollar ausgeben müssen, um sich mit defensiven Registrierungen von Domains vor Cybersquatting zu schützen. Die CADNA legt dabei die Annahme zugrunde, dass jedes Unternehmen durchschnittlich drei Domains pro neuer TLD registriert und dass diese Domains in der Sunrise-Phase jeweils 500 US-Dollar kosten. Der australische Journalist David Goldstein widersprach dieser Ansicht in seinem Blogeintrag auf goldsteinreport.com. Seiner Meinung nach haben Markeninhaber bislang auf die defensive Registrierung von Domains in kleinen ccTLDs verzichtet und es sei nicht anzunehmen, dass sich die Unternehmen bei den neuen, kleinen gTLDs anders verhalten werden.

Die Minds and Machines – Studie
Dieses Argument wird durch eine Studie des Unternehmens Minds and Machines unterstützt, das sich unter anderem als Betreiber für die Einführung der Top-Level-Domain .bayern einsetzt. In einer Analyse kommt Minds and Machines zu dem Schluss, dass die Einführung neuer Top-Level-Domains kaum zu einem dramatischen Anstieg von Cybersquatting führen wird. Die jährlichen Kosten für die defensive Registrierung von Domains durch Markeninhaber werden laut Minds and Machines voraussichtlich 870.000 US-Dollar betragen, was weniger als 10 US-Cents für jede weltweit eingetragene Marke wäre. Grundlage dieser Schätzung ist die Analyse der Fälle von Cybersquatting in den bereits bestehenden generischen Top-Level-Domains. Die Verletzung von Markenrechten durch Domainregistrierungen ist demnach unter .com am wahrscheinlichsten: in den vergangenen neun Jahren entfielen auf die etablierten TLDs .com, .net und .org 94 Prozent aller Domainstreitschlichtungen nach dem UDPR-Verfahren. Nur sechs Prozent aller Cybersquattingfälle fanden in den seit 2001 neu eingeführten TLDs .asia, .biz, .cat, .info, .mobi, .name, .pro und .tel statt.

Schutzverfahren mit (noch) unbekannten Details
Weitere Gründe, warum Cybersquatting wohl nicht zu einem so großen Problem werden dürfte, wie die CADNA behauptet, sind die Verfahren des „IP Clearinghouse“ und die Uniform Rapid Suspension Prozesse (URSP). „Bei den neuen Top-Level-Domains sollen diese beiden Verfahrensregeln dafür sorgen, dass Markeninhaber ihre Rechte besser als bislang schützen können. Außerdem seien sie durch die Regelungen nicht mehr gezwungen, in missbräuchlicher Absicht von Dritten registrierte Domains in ihre Portfolios aufzunehmen“, erklärt Dr. Torsten Bettinger, Fachanwalt für Informationstechnologierecht in München. Noch sind die Details der neuen Regelungen unbekannt. Torsten Bettinger zufolge führen sie jedoch dazu, dass der Registrar den zukünftigen Domaininhaber oftmals bereits bei der Registrierung auf Rechtsverletzungen hinweist. Der Registrant kann anschließend entscheiden, ob er trotz dieser Informationen die Registrierung fortsetzen möchte oder nicht. Ob die bekannte automatische Domainregistrierung unter diesen Bedingungen noch sinnvoll ist, hängt von den Prozessen ab, die in der vierten Fassung des Application Guidebooks enthalten sein sollen. Das Guidebook soll noch vor dem ICANN-Meeting in Brüssel Mitte Juni veröffentlicht werden. Es bleibt also spannend – sowohl für Gegner als auch für Anhänger der neuen Top-Level-Domains.

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Die Vorteile generischer Domainnamen

Geschrieben am 01 Januar 2011 von Domainvermarkter-Magazin

Wie Triplemind mit einprägsamen Webadressen erfolgreich ist

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 04

Von Anja Seeberg, ELEMENT C GmbH
Als die Triplemind GmbH im Jahr 2000 von Mathias Ziegler und Christoph Gaffga gegründet wurde, konnten sich die beiden Studenten der Betriebswirtschaftslehre und Informatik noch nicht vorstellen, dass das junge Unternehmen in den folgenden Jahren einen so durchschlagenden Erfolg haben würde. „Eigentlich wollten wir eine Ferienwohnung zur Vermietung im Internet anbieten, fanden aber unter den damals existierenden Urlaubs-Portalen keines, das unseren Vorstellungen entsprach.“ erklärt Mathias Ziegler, „so beschlossen wir kurzerhand, unsere eigene Datenbanklösung zu entwickeln“. Das war die Geburtsstunde von Triplebase, einer Datenbank-Applikation, die heute technische Grundlage vieler unterschiedlicher Portale ist. Der thematische Schwerpunkt der Applikation liegt auf Portalen aus dem Bereich Touristik. Zeitgleich mit der Entwicklung des Software-Fundamentes entstanden die Internet-Portale unterkunft.de und urlaubstage.de, die für die Betreiber anfangs der Überprüfung der Triplebase-Funktionen dienten. Heute stellen diese Portale das Triplemind-Netzwerk dar.
Unterkunft.de, das von Triplemind ins Leben gerufene Portal zur Vermietung von Feriendomizilen, unterscheidet sich durch seine Bietfunktionen von den üblichen Ferienwohnungsportalen. In den Ergebnislisten der klassischen Variante erscheinen Ferienwohnungen und –häuser, die zum Fixpreis angeboten werden. Bei der neuen flexiblen Suche mit Bietfunktion funktioniert das etwas anders: Hier stoßen Suchende auf private Anbieter von Ferienimmobilien, kleinen Hotels und Pensionen. Der Clou: Bei Annoncen mit der Funktion „Bieten“ haben die potentiellen Gäste ein Mitspracherecht in puncto Endpreis. Durch die Abgabe eines individuellen Gebotes sichern sie sich so manchen Schnäppchenpreis.
Die gebürtigen Frankfurter erkannten schon früh die Wichtigkeit von generischen Domainnamen und investierten den mit ihren Portalen generierten Gewinn konsequent in die Erweiterung ihres Portfolios. Die Benutzerfreundlichkeit der Internet-Plattformen wurde von Anfang an groß geschrieben und laufend überarbeitet. Für die stetige Weiterentwicklung der Software sind die Einführung eines Merkzettels, die Sammelanfrage und die Möglichkeit, Unterkünfte direkt zu bewerten, nur einige Beispiele.
Durch geschickte Preispolitik, Einträge in Suchmaschinen und strategische Partnerschaften gelang es den Jungunternehmern, ihre Urlaubs-Portale binnen kurzer Zeit bekanntzumachen. Ein Jahr nach Unternehmensgründung standen bereits mehr als 2.000 Einträge für die Urlaubssuche bereit.

Triplemind ist der Kopf, Triplebase das Herz des Unternehmens
Die auf Unterkünfte spezialisierte Datenbank Triplebase basiert auf XML. Triplebase eignet sich besonders für Fremdenverkehrsämter, Ferienhausagenturen, Reiseveranstalter, Hotels und regionale Informationsseiten.
Gegen einen geringen monatlichen Beitrag können touristische Leistungsträger ihre Unterkunfts- und Reise-Angebote zeitsparend und kostengünstig einem breitgefächerten Publikum zugänglich machen. Dies ist sowohl basierend auf dem eigenen Internet-Angebot als auch durch das Triplemind-Netzwerk möglich. Die Entwicklung einer eigenen kostenintensiven Datenbank entfällt, da Triplebase nach individuellen Vorgaben angepasst wird. Hierdurch entsteht für beide Partner eine Win-Win-Situation. Die Vorteile für den Kunden liegen in der einfachen Datenhaltung und der Kosteneinsparung durch Outsourcing, da keine eigene Datenbank aufgebaut und administriert werden muss. Die Daten-Verwaltung ist über eine Internetseite jederzeit und an jedem Ort möglich. Dies ist besonders praktisch für Unternehmen, die häufig im Ausland unterwegs sind, um Objekte zu überprüfen. Dank des bestehenden Triplemind-Netzwerks wird jeder einzelne Eintrag in mehreren unterschiedlichen Web-Auftritten veröffentlicht.

Die verschiedenen Projekte
Die einzelnen Portale sind recht unterschiedlich: So gibt es neben
unterkunft.de und urlaubstage.de, ferienwohnung.com und apartments.de auch die Länderportale irland.com, aegypten.de sowie das Städteportal dublin.de. Durch die Vernetzung der Internet-Marktplätze und mit der Grundlage der gemeinsamen Datenbank wird der Eintrag einer Unterkunft auf allen Portalen, je nach Ausprägung, veröffentlicht. Die Resonanz der Nutzer bestätigt den Erfolg des Konzepts: Mehr als 30.000 Menschen suchen täglich über eines der Triplemind Urlaubs-Portale nach einer passenden Unterkunft. Durch die einfachen Suchfunktionen finden Kunden, dank dynamisch generiertem Verzeichnis über frei einzugebende Suchkriterien, rasch passende Angebote.
Während Triplemind in der Anfangszeit besonders in der Touristikbranche vertreten war, ist der Projektkatalog mit den Jahren breiter geworden. Jüngstes Projekt der findigen Portal- Betreiber ist Kosmetik.de, ein Preisvergleichsportal rund um das Thema Schönheit und Wohlfühlen, das aktuell knapp 1 Mio. Produkte verschiedener Anbieter wie z.B. Douglas.de,
Zalando und dem Baur Versand beherbergt. Darüber hinaus bietet das Portal Beiträge und Tipps der hauseigenen Beauty-Experten zu den Themen:
Make-Up, Parfum, Gesundheit und Wellness.
Neben den eigenen Seiten betreibt die Triplemind GmbH das bekannte Reiseportal TravelScout24 und
ElectronicScout24.

Die Vorteile generischer Domains
Die Einnahmen, die Triplemind durch Portale wie unterkunft.de verzeichnet, werden in den Kauf generischer Domains investiert. Auch hierbei haben Mathias Ziegler und Christoph Gaffga das Potential des Marktes erkannt. Sie kaufen bereits registrierte generische Domainnamen an und projektieren diese. Triplemind konzentriert sich vor allem auf Top-Level-Domains wie .de, .com und .info. Danach werden mit der Website durch Werbeeinblendungen Einnahmen generiert. Die Website wird optimiert und suchmaschinenfreundlich gestaltet. Sobald dort genug Traffic aufläuft, verkauft Triplemind die Website weiter.
Eine generische Domain hat immense Vorteile. Nicht nur, weil sich ein Kunde durch den Gattungsbegriff den Namen des Unternehmens gut einprägen kann – auch in der Monetarisierung durch Werbeeinnahmen spielen sie eine wichtige Rolle. Sie erleichtern den Verkauf von Werbung erheblich.
Im Rahmen des Linkbuildings liegen die Vorteile darin, dass Webmaster bevorzugt auf einen gut klingenden Domainnamen verlinken. Gleiches gilt auch für den Vertrieb und die Pressearbeit des Unternehmens: Ein beschreibender Domainname impliziert Seriosität, vermittelt Vertrauen und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
Zudem werden generische Domains von Suchmaschinen im Ranking bevorzugt behandelt bzw. als relevanter eingestuft als zum Beispiel Eigennamen. Sich in den vorderen Plätzen bei Google und Co. wiederzufinden, ist bei den generischen Schlüsselwörtern mit geringerem Aufwand zu verwirklichen.

Triplemind
Gegründet: April 2000 Unternehmenssitz: Offenbach am Main
Geschäftsführung: Mathias Ziegler
Tätigkeitsbereiche: Entwicklung einer spezifischen Internet-Datenbankapplika-tion für touristische Leistungsträger (Triplebase) und Betreiber von eigenen Internet-Marktplätzen, die auf dem eigenen Touristik-Datenbanksystem basieren (z.B. unterkunft.de, urlaubstage.de, ferienwohnung.com, apartments.de u.v.a.) sowie Application Service Provider für Touristik-Unternehmen.
Kunden: Ferienhausagenturen, Fremdenverkehrsämter,
Hoteliers, Campingplatzbetreiber, private und ge-werbliche Vermieter.
Triplemind-Netzwerk: www.unterkunft.de , www.urlaubstage.de, www.aegypten.de, www.irland.com, www.dublin.de, www.bulgarien.info, www.apartments.de

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