Archive | Parking

SEDO Parking-Website

Tags: , ,

Die wichtigsten Parkinganbieter im Vergleich – Firmen Kurzprofile

Geschrieben am 16 Februar 2012 von Domainvermarkter-Magazin

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 06

Den Anbietern ist es anscheinend vertraglich untersagt, Informationen zu den vertraglichen Konditionen mit dem Anzeigenpartner weiterzugeben. Die Informationen zu den Anzeigenfeeds stammen deshalb z.T. aus eigener Recherche. Die Anzahl der über Nameserver geparkten Domains sind nur bedingt aussagekräftig, da gerade größere Domainportfolio-Inhaber ihre Domains über eigene Nameserver verwalten. Die Nameservereinträge unter .com, .net., org. ,info, .bis, .us entstammen der Webseite Dailychanges.com, welche eine genaue Nameserverauswertung der betroffenen TLDs vornehmen (Stand: 07.08.2011). Unter .de handelt es sich um Werte, die uns, basierend auf einer Stichprobe von ca. 12 Mio. .de Domains, zur Verfügung gestellt wurden. Da das Zonefile (bzw. Liste aller .de Domains) für .de Domains nicht veröffentlicht wird, sind diese Angaben deshalb nur ein Anhaltspunkt und nicht so exakt wie bei generischen TLDs.

Sedo
Sedo ist die weltweit größte Domainplattform im Sekundärmarkt. Der Support ist in 15 Sprachen verfügbar. Die Sedo GmbH wurde im Jahr 2000 von Tim Schumacher, Ulrich Priesner, Marius Würzner und Ulrich Essmann gegründet. Die Sedo GmbH gehört zur börsennotierten Sedo Holding AG und diese ist mehrheitlich im Besitz von United Internet. Sedo hat mittlerweile 1,2 Mio „Mitglieder“. Bei Sedo kann man ab einer Do- main Mitglied werden, um seine Domains zu parken oder zu verkaufen.

Sedos Stärken sind die Domainhandelsplattform und die Internationalität. Besonders der Treuhand-Service ermöglicht so einen sicheren weltweiten Handel. Mit über 18 Mio. eingetragenen Domainnamen bietet Sedo die weltweit größte Verkaufsplattform. Ein wachsender Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von hochwertigen Domainnamen, dem Brokering. Im Parking gibt es für qualifizierte Kunden (abhängig von Domainanzahl und Umsatz) einen SedoPro-Bereich mit Sonderfunktionen. Für den Herbst 2011 wurden neue Statistikfunktionen angekündigt.

SEDO Parking-Website

www.sedo.de / www.sedopro.de

RookMedia
Das Ende 2010 neugegründete Rook- Media-Team hat zusammen über 35 Jahre Erfahrung im Parking-Umfeld. Zu den Gründern gehören ehemalige Sedo- und Namedrive-Mitarbeiter wie Daniel Law, Ed Russel, Martin Andersson und Matthias Müller.

„Dieses Wissen war die Basis für den Bau einer brandneuen Parking-Plattform, die endlich alle Industry Best Practices kombiniert. In Verbindung mit unserer schlanken Organisationsstruktur ermöglicht diese Plattform maximale Payouts für unsere Kunden.“ so die Aussage von RookMedia.

RookMedia arbeitet hauptsächlich mit größeren Portfolioinhabern. Anträge für einen Account können über die Homepage gemacht werden. Die Schweizer Organisation ist nach eigenen Angaben auf eine extrem niedrige Kostenstruktur eingestellt, punkt liegt auf der Vermittlung von hochwertigen Domainnamen, dem Brokering. Im Parking gibt es für qualifizierte Kunden (abhängig von Domainanzahl und Umsatz) einen SedoPro-Bereich mit Sonderfunktio deshalb soll angeblich ein höherer Auszahlungsanteil möglich sein.

Rookmedia Parking-Website

www.rookmedia.net

Parkingcrew
Der neueste Anbieter im Feld, ParkingCrew, wurde 2011 von der Team Internet GmbH gegründet. Nico Zeifang und Stefan Wiegard wollen auf ihren eigenen Erfahrungen basierend eine speziell auf Domainer (Profiparker) zugeschnittene Lösung anbieten. Daraus resultieren besonders ausgefeilte Möglichkeiten, per Api oder Interface auf umfassende Statistikauswertungen zuzugreifen. Nach eigenen Angaben werden die Parkingerlöse komplett auf Domainbasis berechnet.

Die Plattform ist derzeit nur für Großkunden gedacht. Bewerbungen werden im Einzelfall geprüft. Grundsätzlich sollte das Portfolio USD 5000+ / Monat machen. Bei qualitativ sehr hochwertigen Portfolios / Domains gibt es auch Ausnahmen.

Parkingcrew Website

www.parkingcrew.com

Domainsponsor
DomainSponsor ist der weltweit größte Parkinganbieter und seit 2002 ein Pionier in dieser Branche. Die Firma mit Hauptsitz in Los Angeles ist ein Tochterunternehmen von Oversee.net, die mit über einer Million Domains selbst eines der weltweit umfangreichsten Domainportfolios besitzt. Seit 2010 steht ein deutschsprachiges Support-Team in Frankfurt zur Verfügung.

Gründer von Oversee.net im Jahr 2000 waren Lawrence Ng und Fred Hsu. Zur Oversee Gruppe gehören noch der Registrar Moniker und die Aftermarket-Plattform Snapnames. Domainsponsor ist generell frei zugänglich – unabhängig von der Größe eines Domainportfolios. Domainsponsor ist der aktiv älteste und größte Google-Partner im Parking. Als einziger Google-Partner verfügt Domainsponsor darüber hinaus über einen Yahoo Feed als Tier2/Backup. Zur Abdeckung weiterer Regionen und Nischen verfügt DS über ein Dutzend weiterer Tier3 Feeds.

Neben den Feeds arbeitet DS noch mit direkten Werbepartnern. Diese können über PrecisionTargetingEngine.com (PTE) direkt Type-in Traffic nach Regionen, Kategorien und Keywords buchen. Den Werbekunden leistet PTE somit zielgerichteten Traffic zu relativ günstigen Konditionen. Den Publishern/Domainern bietet PTE eine zusätzliche Abdeckung zu besseren RPMs/TKPs als bei den „üblichen“ Anzeigenfeeds.

Domainsponsor Parking-Website

www.domainsponsor.com

Namedrive
Namedrive wurde 2005 gegründet und gehört mittlerweile zu Key-Drive S.A. in Luxemburg, zu dem auch der saarländische Registrar Key-Systems gehört. Mit dem Park & Sell Programm können Portfoliobesitzer ihre Domains anhand der Parking-Einnahmen kaufen. Auf der NDX Handelsplattform sind Verkäufe als auch Auktionen möglich. Ein eigenes Broker Team hat Zugang zu einem Netz an Domain-Investoren.

Die Parkingseiten werden in 21 Sprachen angezeigt, die Homepage ist in 6 Sprachen verfügbar und die Mitarbeiter sprechen insgesamt 15 verschiedene Sprachen. Über 40 Mitarbeiter verteilen sich auf Niederlassungen und Vertretungen in Luxemburg, Rumänien, Schweden, USA und Japan. Bei Namedrive kann man bereits ab einer Domain Domains parken.

Mit NDOverdrive.com gibt es noch eine weitere Plattform, die sich speziell an Domainer richtet, die schnell große Portfolios testen möchten und noch schnellere Statistiken zur Verfügung stellt. Der Mindestumsatz für Neukunden sollte hier aktuell 1000$ im Monat betragen.

Namedrive Parking-Website

www.nd.de / www.ndoverdrive.com

Von Christoph Grüneberg

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare (0)

Tags: , ,

Sedo-Parking: Adblock-Plus lässt Anzeigen wieder durch

Geschrieben am 14 Dezember 2011 von Christoph Grueneberg

Das mit über 15 Millionen installierten Firefox-Addon “Adblock Plus” ist eines der beliebtesten Plugins überhaupt. In der neuesten Version 2.0 soll nun nicht-nervende Werbung wieder durchgelassen werden. Zu den Gewinnern gehört u.a. Sedo mit den Parkingseiten. Zugelassen werden von Adblock-Plus aber nur Webseiten und Anzeigen die sich bestimmten Standards unterwerfen.

Dies ist sicherlich ein guter Kompromiss zwischen Funktionalität und die für Publisher notwendigen Anzeigen. Wer seit Jahren mit dem Adblocker unterwegs ist kann sich beim Abschalten nur die Augen reiben, wie unverschämt Werbung sich über Webseiten schiebt und Animationen ungefragt Ressourcen verbrauchen. Aber eine Parkingseite mit Google-Werbeeinträgen nervt nur dann, wenn man grundsätzlich Parkingseiten ablehnt.

Für das in den letzten Jahren von Umsatzrückgängen geprägte Parking-Business ist diese Entwicklung auf jeden Fall eine gute Nachricht. Der Dank geht deshalb an Sedo, wo man sich in den letzten Jahren offensichtlich intensiv um diese Problem gekümmert hat.

Kommentar (1)

Tags: , , ,

Google & Domainparking: Mehr Transparenz nötig

Geschrieben am 09 Dezember 2011 von Domainvermarkter-Magazin

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 06

Keine Frage, die gesamte Onlineindustrie hat Google sehr viel zu verdanken! Gerne erzähle ich immer wieder die Geschichte, wie ich im Mai 2003 zum Domaininvestor wurde:
Ich hatte meine ersten 100 nur zum Verkauf bestimmten Domains reserviert und bei Sedo in die Domaindatenbank eingetragen. Über einen Domainrobot, den ich Anfang 2003 bei einem Hostinganbieter entdeckt hatte, war es endlich unkompliziert und preiswert, .de-Domains zu registrieren und zu verwalten. Ich nutzte diesen Service bereits für eigene Projekte und Kunden von mir.

Sedo bot auch damals schon ein Domainparking an, allerdings machten die Einnahmen bei den von mir reservierten Domains vielleicht 50% der Kosten aus. Ende 2003 stellte Sedo dann den Anzeigenfeed auf Anzeigen von Google um – die Umsätze verfünffachten sich augenblicklich. Alle zum Verkauf registrierten Domains wurden plötzlich mittels Parking bezahlt. Wahrscheinlich ist es wie beim Poker: Wenn man am Anfang gewinnt, lässt es einen nie wieder los. Also entschloss ich mich, nun noch intensiver nach guten Domains zu suchen. Jeder Verkauf war 100% Gewinn für mich. Ich kenne viele Domainer-Kollegen, die damals genauso anfingen. Man brauchte kaum Kapital und gute freigewordene Domains wurden damals durch den Newsletter von deSnap gemeldet. Wer die Chance nutzte, konnte sich so ein gutes Geschäft als Domainvermarkter aufbauen. Gleichzeitig wurde im Juni 2003 von Google das Adsense-Programm eingeführt, welches es Webseitenbetreibern erstmalig ermöglichte, zielgerichtet Anzeigen auf den eigenen Seiten einzublenden. Im Vergleich zu vorhergehenden Programmen war dies eine Revolution! Viele kleine Projekte wurden rentabel, gleichzeitig gab es unendliche Möglichkeiten, mit und über Google Geld zu verdienen. Google bescherte dieses System Gewinne für viele Milliarden Dollar!

Im Jahr 2008 gab es dann aber einen Einschnitt im Parking: Die Umsätze sanken drastisch, 30% weniger Auszahlung mussten viele Domainer erst einmal verkraften. Zurückgeführt wird dieser Einbruch auf das sogenannte Smart-Pricing. Bis heute ist hierbei nicht klar, wie es genau funktioniert. Der Verdacht, dass Google hier Gelder in die eigenen Anzeigenplätze umleitet, besteht bei vielen Domainern. Dieser Verdacht kann so lange nicht ausgeräumt werden, bis Google nicht alle Kriterien offengelegt hat. Gerade beim Domainparking ist es doch wichtig zu wissen, ob die eigenen generischen Domainnamen deswegen so niedrige Klickpreise erzielen, weil vielleicht der Parkinganbieter die Erlöse mit denen schlechter Typos vermischt hat. Oder hat sich der einbehaltene Anteil für Google und die Parkinganbieter generell erhöht? Jede Black Box schafft Misstrauen. Für Google geht es nur um ein paar Millionen Umsatz, für den einzelnen Domainer aber oft um seine geschäftliche Existenz.

Die Intransparenz verhindert auch einen ordentlichen Wettbewerb. Erst wenn wir genaue Auszahlungsquoten kennen, können wir auch sehen, welcher der Parkinganbieter den besseren Job z.B. in Form von Autooptimierungen oder manuellen Einstellungen macht. Ebenso steht es natürlich den Parkinganbietern frei, durch andere Anreize ihre Parkingplattform attraktiver für die Kunden zu machen, z.B. in dem für geparkte Domains geringere Verkaufsprovisionen verlangt werden.

So lange aber Google nicht offenlegt, wie hoch der Anteil der Anzeigenerlöse ist, den die Parkinganbieter bekommen, wird es auch keine nachvollziehbaren Abrechnungen für die Domainer geben. In normalen Provisionsverträgen ist es üblich, dass man mittels Wirtschaftsprüfer die Korrektheit der Abrechnungen nachvollziehen kann. Als Domainer hat man diese Möglichkeit derzeit in der Praxis leider nicht.

Wirklich Bewegung kommt erst dann in den Markt, wenn es konkurrenzfähige andere Anbieter gibt. Oder aber eine Offenlegung gerichtlich verordnet wird. Ein vergleichbarer Prozess gegen Google läuft derzeit bereits in Kalifornien, wo das Distrikt-Gericht von San Jose Google dieses Jahr dazu verdonnert hat, den Mechanismus des Smart-Pricings beim Domainparking offenzulegen. Die schlechte Nachricht dabei: Es soll nur gegenüber den Klägern, einer Gruppe von Werbetreibenden, offengelegt werden.

Aber vielleicht führt dieses Verfahren auch dazu, dass Google allgemein mehr Transparenz zeigen muss.

Von Christoph Grüneberg

Kommentar (1)

Tags: , , ,

„Scumbag-Domainer“ – Michael Gilmour spricht Klartext

Geschrieben am 08 Dezember 2011 von Domainvermarkter-Magazin

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 06

Unter der Überschrift “Domainer Scumbags” (Drecksack-Domainer) bezieht der australische ParkLogic-Gründer Michael Gilmour deutlich Stellung zu offensichtlichen Domainparking-Betrügern. ParkLogic verteilt, ähnlich wie die Firma Above.com, Domaintraffic auf die verschiedenen Parkinganbieter. Als Besonderheit wird nicht nur einfach analysiert, welcher Anbieter die besten Einnahmen je Domain generiert. ParkLogic differenziert die Domainbesucher auch nach Herkunft. So wird beispielsweise Traffic aus Europa unabhängig von Traffic aus den USA bei verschiedenen Anbietern getestet und die Ergebnisse optimiert.

Es scheint ein großes Tabu in der Branche zu sein, offen über “Scumbags” zu sprechen. Dabei dürfte jeder Parkinganbieter seine eigenen Erfahrungen mit diesen Betrügern gemacht haben, die meist über Klickbetrug versuchen, auf Kosten der ehrlichen Domainer, Einnahmen zu erzielen. Wen wundert`s, wo doch in Asien die Stundenlöhne teilweise nur im Cent-Bereich liegen und 100 Dollar eine ganze Familie für einen Monat ernähren können. So lange es im Anzeigenbereich Pay-per-Click gibt, so lange gibt es auch schon entsprechenden Betrug. Ob es sich hierbei um Zwangsklicks von echten Benutzern, um Clickworkertraffic aus Internetcafés, Robotprogrammen oder am Ende um Trojaner auf privaten PCs (Router) handelt: Geschädigt werden hier nicht nur die Advertiser, sondern auch alle ehrlichen Domainer und Publisher, deren Auszahlungen aufgrund sinkender Klickpreise geringer sind als sie es eigentlich verdient haben.

Laut Gilmour versuchen diese Betrüger derzeit, mit allen Mitteln bei seinem Service Accounts zu eröffnen, insbesondere wenn sie schon bei den meisten Parkinganbietern und Google gesperrt wurden. So versuchen diese Scumbag-Domainer aus China, z.B. mit einer angeblichen Adresse aus Los Angeles, einen Account zu eröffnen, was aber anhand der IP-Adresse schnell festgestellt werden kann. Da es sich bei den zu monetarisierenden Domains hauptsächlich um .info Domains handelte, hatte Gilmour doch erhebliche Zweifel daran, ob hier wirklich 300$ am Tag Umsatz gemacht würde und lehnte den Anfrager ab. Dumm ist es, wenn versucht wird, unter dem Namen bekannter und vertrauenswürdiger Domainer bei ihm einen Account zu eröffnen. Da Michael Gilmour die meisten wirklich guten Domainer persönlich kennt, fällt ein solcher Versuch meist auf und er stellt den ihm bekannten Domainern die gesammelten Anbieterdaten für eine rechtliche Verfolgung zur Verfügung.

Mittlerweile, so der australische Unternehmer, werden für Accounts beim Domainparking sogar bis zu 2.000$ geboten. Warum sich diese Accountkäufer nicht selbst anmelden? Weil sie schon eine so schlechte Reputation haben, dass sie bei allen Anbietern gesperrt wurden. Dennoch versuchen Sie nun über diesen Weg, ihren Müll-Traffic loszuwerden, was die Erlöse der guten Domainer letztendlich schmälert.

Gilmour selbst wurde schon persönlich das Angebot unterbreitet, man könne die Klickraten seiner Domains beliebig steigern. Er wundert sich, dass soviel kriminelle Energie in ausgeklügelte Wege gesteckt wird, das System zu schlagen, statt diese Anstrengungen in legale Bahnen zu lenken und so langfristig wahrscheinlich ehrlich reich zu werden. Gilmour zeigt sich darüber empört: „Dies ist Betrug, Betrug Betrug!“

Um seine eigene Firma zu schützen, investiert Gilmour mittlerweile viel Zeit in die Überprüfung sich neu anmeldender Kunden: Sie müssen nicht nur alle Felder bei der Anmeldung akkurat ausfüllen, sondern auch spezielle Fragen über sich beantworten. Da ParkLogic mit allen wichtigen Parkingfirmen zusammenarbeitet, wird ein Kunde schon dann abgelehnt, wenn er nur bei einem der kooperierenden Parkinganbieter gesperrt ist.

Gilmour fordert alle ehrlichen Domainer auf, jeden neuen Betrugstrick zu melden, so dass der gute Traffic nicht unter dem der Betrüger leidet. Denn jeder betrügerische Klick wirkt sich unmittelbar auf die gesamt gezahlten Klickpreise aus.

Von Christoph Grüneberg

http://whizzbangsblog.com/index.php/article-archive-mainmenu-150/satur-%20day-musings-mainmenu-165/658-sa-%20turday-musings-domainer-scumbags

Kommentare (0)

Tags: ,

Google entfernt Domainparking-Seiten aus Suchergebnissen

Geschrieben am 02 Dezember 2011 von Christoph Grueneberg

Wie Google in seinem offiziellen “Search Blog” bekanntgab, wurde eine Änderung an den Google-Suchergebnissen vorgenommen, so dass nun Domainparking-Seiten dort nicht mehr erscheinen:

“New “parked domain” classifier: This is a new algorithm for automatically detecting parked domains. Parked domains are placeholder sites that are seldom useful and often filled with ads. They typically don’t have valuable content for our users, so in most cases we prefer not to show them.”

Diese Änderung dürfte besonders Domains betreffen, die vor einer Parkingumstellung gute Positionen bei den Google-Suchergebnissen inne hatten (also expired Domains).
Dem Wortlaut zufolge werden diese Domains aber nicht grundsätzlich aus dem Google Index entfernt, sondern “markiert” und bei den Suchergebnissen nicht angezeigt (wörtlich: “in den meisten Fällen bevorzugen wir, diese (Seiten) nicht anzuzeigen”). Google könnte z.B. über eine Abgleich der Nameserver bei der Generierung des Suchergebnisses die Ergebnisse entsprechend verändern, ohne den eigentlichen Index neu verändern zu müssen. Dies passt zu den anderen Veränderungen bei Google, dass Suchergebnisse immer mehr personalisiert angezeigt werden. Wird eine Domain aus dem Parking entfernt, sollte dementsprechend die Domain umgehend wieder in den Suchergebnissen erscheinen. Es gab in der Vergangenheit Beobachtungen, dass Google Domainnamen, die öfters zwischen Parking und Nichtparking wechselten vom Parking ausschloss. So sollte wohl verhindert werden, dass Seiten für Google nur deswegen optimiert werden, um dann anschließend über Parking den gesamten Traffic aus Suchmaschinenergebnissen zu monetarisieren.

Wir berichteten bereits über den Zwang zum Nameserverparking, den Google bereits zum 01.10.2011 eingeführt hat. Somit kann Google nun auch bequem alle Domains anhand der DNS-Konfigurationen entfernen.

Gleichzeitig kündigte die Firma Sedo an, dass ab dem 01.01.2012 grundsätzlich keine Domains mehr mit Parkinganzeigen beliefert werden, die nicht per Nameserver geparkt sind. Dies betrifft nun neu vor allem Domainnamen, die bisher mit alternativen Anzeigen beliefert wurden, z.B. Domains die von Google als “adult” gekennzeichnet wurden und von Google grundsätzlich nicht mit Anzeigen beliefert werden.

Kommentare (0)

Tags: , , , , ,

Domainparking: Auslaufmodell oder Neustart? – Domainer in der Zange zwischen Registrierungsgebühren und Google

Geschrieben am 01 Dezember 2011 von Domainvermarkter-Magazin

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 06

Über viele Jahre hinweg gab es für deutschsprachige Domains nur zwei Parkinganbieter, die ernsthaft für den deutschen Markt lokalisiert hatten und die volle Monetarisierung von .de / .at / .ch Domains anboten: Sedo und Namedrive. Nun kommt aber Bewegung in den Parkingmarkt. Im letzten Jahr eröffnete Domainsponsor ein Europabüro in Frankfurt und begab sich so nach jahrelangem Zögern auf den europäischen Markt. Wichtigster Anzeigenlieferant für diese Parkinganbieter war und bleibt Google. Nur wer einen “Googlefeed” anbietet, kann im deutschsprachigen Markt genügend gutbezahlte Anzeigen für Domains anbieten. Yahoo bietet zwar auch einen Anzeigenfeed an, hat sich aber bisher hierzulande nicht als wettbewerbsfähig im Bereich Domainparking herausgestellt. Yahoo führt deshalb im DACH Internetraum ein Nischendasein als Anzeigenlieferant.

Viele Domaininvestoren hatten in den vergangenen Jahren vergeblich versucht, von Google einen Parkingfeed zu bekommen, um ein eigenes Parking aufzubauen. Nun scheint Google seine Vergabepolitik gelockert zu haben. In den vergangenen Monaten gelang es nicht nur der Domainer-Legende Frank Schilling, zum eigenen Parkinganbieter zu werden (internettraffic.com ), auch die Münchner Firma Team Internet bietet nun mit Ihrem Produkt „Parkingcrew“ Domainparking auf Google-Basis an.

So kommt nach jahrelangem Stillstand im Domainparking plötzlich Bewegung in einen Markt, der seit 2008 rückläufig ist. Rückläufig, weil Domainparking von zwei Seiten in die Zange genommen wird: Zum einen schüttet Google merklich weniger Anteile aus den Anzeigenerlösen an die Parkingprogramme und Domaininhaber aus. Während Googles Gewinne in den letzten Jahren deutlich wuchsen, wurden gleichzeitig die Domainer mit steigenden Registrierungskosten u.a. bei .com Domains konfrontiert.

Jüngst wurde durch Verisign eine erneute Preiserhöhung für .com und .net Domains angekündigt: Demnach steigen die Preise zum 15. Januar 2012 wie folgt:

Für die Registrierung einer .com Domain werden nun 7,85 US $, anstelle von den bisher veranschlagten 7,34 US $, fällig. Das entspricht einer Preiserhöhung von 51 Cent.
Die Registrierungsgebühr einer .net Domain steigt von 4,65 US $ um 46 Cent auf dann 5,11 US $. Hinzu kommt noch die an die ICANN zu entrichtende Gebühr in Höhe von 18 Cent pro Jahr, die noch nicht in den Verisign Preisen enthalten ist. Somit ergeben sich Gesamtpreise in Höhe von 8,03 US $ für eine .com, sowie 5,29 US $ für eine .net Domain. Dies sind die Resellerpreise der Registry, im Endkundenverkauf können hierzu noch einmal die Aufschläge der einzelnen Registrare kommen.

Welche Anteile wovon?
Die Parkingprovider bekommen wohl zwischen 65% und 75% der Einnahmen von Google ausgezahlt. Leider sind hier keine genauen Zahlen in Erfahrung zu bringen, da Google mit allen Anbietern strenges Stillschweigen vereinbart hat. Der Auszahlungsanteil, der an die Webseitenbetreiber im Programm für „Adsense for Content Publishers“ geht, ist hingegen öffentlich bekannt: Hier werden 68% ausgezahlt. Wiederum unbekannt ist, welchen Anteil die Parkinganbieter ihrerseits an ihre Kunden ausschütten. Hier dürften es durchschnittlich mindestens 70% der von Google ausgezahlten Summe aller Einnahmen sein. Diese kann aber auch nur 60% betragen, da der Anteil der Ausschüttung an die Domainer bei jedem Parkingunternehmen Verhandlungssache ist. Für die Professional-Kunden bei Sedo (SedoPro) oder Namedrive (NDOverdrive) gibt es zudem spezielle Programme. Großkunden bekommen meist auch höhere Ausschüttungsanteile zugesichert. Das Problem ist nur, dass Niemand sicher sein kann, ob die Versprechungen über die Höhe des „Shares“ auch eingehalten werden. Die genauen Anteile, die von Googles Werbeumsatz durchgereicht werden, können ja nicht nachvollzogen werden. Die Frage nach dem Share, also den Anteil, den man als Kunde bekommt, wird somit aufgrund einer fehlenden Datenbasis irrelevant. Dem Kunden bleibt nur die Möglichkeit, durch ständiges Testen herauszufinden, wo seine Domains am Besten monetarisiert werden.

Google Smart Pricing
Verkompliziert wird die Problematik der Höhe des „Shares“ darüber hinaus noch dadurch, dass Google ein sogenanntes „Smart Pricing“ eingeführt hat. Hierbei werden die Ausschüttungsbeträge danach berechnet, wie gut die Klicks auf die von Google eingeblendeten Anzeigen am Ende wirklich konvertieren. Während bei Pay Per Sale (PPS) Programmen diese Konvertierung genau nachvollziehbar ist, ist dies bei Pay Per Click (PPC) nur schwer möglich. Dennoch betreibt Google Messungen, wie hoch die Qualität des Traffics angeblich sein soll. Mit Google Analytics hat Google für Webseitenbetreiber ein Instrument geschaffen, um die Anzeigenkonvertierung bei Google Adsense zu messen, indem man beide Programme verbindet und ggf. noch eigene zusätzliche Kriterien, wie erzielte Leads oder Verkäufe, einbindet. Google kann auf diesem Wege wiederum feststellen, welche Qualität ein Klick auf die Anzeige eines jeweiligen Publishers hat. Im Ergebnis führt dies beim Parking zu einer Qualitätseinstufung der Domains und verbunden damit zu variablen Auszahlungen. Unglücklicherweise ist nicht garantiert, dass jeder Domainer auch wirklich den Preis für seinen Traffic bekommt, den Google an den Parkinganbieter ausschüttet. Oft werden die Einnahmen gepoolt, sowohl in Kategorien als auch unter mehreren Kunden. Dies ist für den Domainer auch deshalb ärgerlich, weil er so den Wert einzelner Domains nicht mehr richtig einschätzen kann. Er kann nicht sicher sein, dass eine bestimmte Domain wirklich die Erlöse bekommt, die ihr zustehen.
Zudem ist unklar, wie beim Smart Pricing die Einnahmen aus den Werbeerlösen tatsächlich verteilt werden. So wundert es, dass man als Google Adwords-Kunde zwar saftige Anzeigenpreise für bestimmte Keywords sieht, diese Preise sich aber selten im Erlös einer geparkten Domain mit genau diesen Keywords wiederfinden lässt.
Google erklärt das System auf seiner Webseite so: *

Was ist Smart Pricing?
Die Smart Pricing-Funktion von Google senkt automatisch die maximalen CPC-Gebote (Cost-per-Click) für bestimmte Seiten im Google-Werbenetzwerk sowohl auf Desktop-PCs als auch auf Mobilgeräten mit vollwertigem Internetbrowser.
Alle Daten im Google-Werbenetzwerk werden ständig analysiert. Wenn aus unseren Daten hervorgeht, dass ein Klick auf einer Seite im Google-Werbenetzwerk nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu einem konkreten Geschäftsergebnis (Online-Verkauf, Registrierung, Anruf oder Newsletter-Abonnement) führt, wird das Gebot für diese Website gegebenenfalls reduziert.
Bei der Analyse berücksichtigen wir zahlreiche Faktoren, etwa die Keyword-Listen oder Begriffe, die eine Anzeigenschaltung auslösten, oder den Typ der Website, auf der die Anzeige geschaltet wurde. Nehmen wir beispielsweise an, Sie schalten Anzeigen für Digitalkameras. Ihre Anzeige erscheint auf zwei verschiedenen Seiten – einer Suchergebnisseite der Google Websuche für das Keyword „Digitalkameras“ sowie einer Seite über Digitalkameras im Google- Werbenetzwerk. Falls Google feststellt, dass Ihre Anzeigen auf der Seite im Google-Werbenetzwerk wahrscheinlich weniger gute Leistungen erzielen als bei der Google Websuche, senkt das AdWords-System möglicherweise das maximale CPC-Gebot für diese Website. Durch fortlaufende Abschätzung des Werts von Klicks und Anpassung der Gebote erspart Ihnen Google viel Zeit und Mühe. So wird durch die Google-Technologie ohne zusätzlichen Aufwand für Sie sichergestellt, dass Ihre Anzeigen bei Google und im Google-Werbenetzwerk einen möglichst gleichbleibenden Nutzwert erzielen.

Was diese Google-Prosa in der Praxis bedeutet, hat der Kollege Michael Gilmour von whizzbangsblog.com übersetzt: **
„Google möchte die guten Publisher nicht an die Konkurrenz verlieren, weil diese gutes Geld für Google verdienen. Damit das nicht passiert, „smart pricen“ sie diesen Traffic nach oben, so dass sie einem guten Publisher 2$ pro Klick bezahlen. Das ist doppelt so viel, wie Google selber erhält! Aber was Google für die guten Klicks zahlt ist fast irrelevant. Es sind die schlechten Klicks, durch die das Geld verdient wird.
Google möchte also die schlechten Klicks bestrafen (und davon gibt es aus- reichend), weshalb sie diese nach unten „smart pricen“ und nur 0,10$ pro Klick bezahlen.
Im Ergebnis bekommt Google 100 $ von den Anzeigenkunden, zahlt aber nur 20$ (in diesem Beispiel 10 clicks a 2$) an die guten Publisher aus und 9$ (90 Klicks x 0,10$ je Klick) an die schlechten Publisher. Google zahlt ins- gesamt 29$ aus und verdient 71$ … Aber beide, gute sowie schlechte Publisher, sind zufrieden, da sie in dem Glauben sind, sie bekommen, was ihnen zusteht. Der Advertiser hingegen zahlt $1 je Klick und dies ist in seinen Augen genau das, was es ihm auch wert ist. Das Beste daran ist, dass es Google so möglich ist, guten und schlechten Traffic zu mischen. Während alle das gleiche zahlen müssen, kann Google bei der Auszahlung diskriminieren. Dies ist ein großartiges Geschäftsmodell!“

Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dass Google den Traffic hinsichtlich seiner Qualität bezahlen möchte. Denn Betrug ist ein ernsthaftes Problem für alle seriösen Domainer und Publisher. Jede Domain, die schlechten Traffic liefert, also wo die geklickten Anzeigen beim Advertiser relativ schlecht konvertieren, kann prinzipiell die guten Parkingdomains mit in den Abgrund ziehen. Da aber das Smart-Pricing System für den Domainer absolut nicht nachvollziehbar ist, stellt sich durchaus die Frage, ob Google hier nicht auch zugunsten seiner eigenen Anzeigen auf der Google-Suchseite manipuliert.

Sippenhaft bei Google?
Viele Webseiten-Betreiber haben berichtet, dass sich Smart-Pricing massiv auswirkt, wenn man nur ein schlechtes Projekt unter seinen sonst guten Webseiten hat. Eine hinzugekaufte Webseite mit „schlechtem“ Traffic, so wird berichtet, ziehe den gesamten Account des Publishers bei dem Google Adsense-Programm herunter. Dieser Effekt geht nach Beobachtungen so weit, dass sich die Gesamtausschüttung deutlich verbessert, wenn man guten und schlechten Traffic innerhalb verschiedener Accounts (was Google eigentlich nicht erlaubt) splittet. Dies legt den Verdacht nahe, dass Google hier eine Art Sippenhaft vornimmt. Dieser Verdacht verstärkt sich, wenn man weiß, dass Google im Konfliktfall auch gerne mehrere Accounts von unabhängigen juristischen Personen mitsperrt, einzig und alleine deswegen, weil diese unter der gleichen Adresse geführt werden. Begründungen oder Mahnungen werden zuvor nicht versendet. Wer also sein Einnahmemodell auf Google Adsense als Publisher stützt, kann von einem auf den anderen Tag willkürlich seine Einnahmen verlieren! Bereits verdiente Einnahmen werden einfach nicht ausgezahlt. Dies geht soweit, dass man noch nicht einmal mehr an seine Belege kommt, die ggf. für das Finanzamt wichtig wären. Google verhält sich eben wie ein typischer Monopolist, der sich rücksichtslos gegenüber seinen Geschäftspartnern verhalten kann, da diese wenig Alternativen haben.

Domainparking-Rechenbeispiel
Da Google keine genauen Zahlen offenlegt, lässt sich nur spekulieren, woher die starken Rückgänge beim Domainparking wirklich kommen. Fest steht: Höhere Kosten und weniger Erlöse brachten so manchen Domainer-Businessplan in den vergangenen Jahren durcheinander. Ein Rechenbeispiel: Wer 100.000 Domains zu 7 Euro registriert und je Domain 7,50 Euro Parkingerlöse erzielt, kann ein sattes Plus von 50.000 Euro im Jahr erzielen. Steigen die Registrierungsgebühren nur um 5 Prozent auf 7,35 Euro, bei gleichzeitig 5% weniger Parkingeinnahmen, gerät man bereits mit 22.500 Euro ins Minus.
Natürlich ist dies lediglich ein Rechenbeispiel, aber generell gibt es einige Domainer, die tatsächlich jede Domain löschen, wenn diese sich nicht mehr rentiert und gleichzeitig nicht zu Verkaufszwecken gehalten wird (z.B. Domains mit expired Traffic). Durch die nächsten Preiserhöhungen wird es sich bei einigen .com Domains nicht lohnen, die Registrierung zu verlängern.

Hohe Preiselastizität beim Parking
Für den Domainer geht es, da er die Kosten der Domainregistrierung übernimmt, um relativ wenig Gewinn, der ihm verloren geht. Für Google oder die Parkingfirmen geht es aber um mehr:
Wenn Google 70 Prozent des Anzeigenerlöses an die Parkingfirmen ausschüttet und diese wiederum davon 70% an die Domainparker, gehen sowohl Google als auch den Parkingfirmen erhebliche Umsätze und Gewinne verloren, wenn Domainnamen nicht mehr registriert und geparkt werden, weil die Kosten die Erlöse übersteigen. Im obigen Beispiel sähe die Verteilung wie folgt aus: Von jedem Euro, den Google einnimmt, behält Google 30 Cent ein, die Parkingfirma erhält 21 Cent und der Domainer bekommt 49 Cent. Da der Domainer aber die Kosten für die Registrierung der Domains übernimmt, bekommt dieser lediglich 3,5 Cent als Gewinn für seine Arbeit. Die Preisfrage ist: Wie hoch ist hingegen der Gewinn bei Google und dem Parkinganbieter? Schon kleinste Änderungen an den Stellschrauben führen zu erheblichen Umsatz- und damit auch Gewinnverlusten. Jeder Prozentpunkt weniger Ausschüttung an einen Domainer bedeutet einen überproportionalen Umsatzverlust – insbesondere für Google. Die Preiselastizität im Geschäft Domainparking ist äußerst hoch.

Mehr Wettbewerb beim Parking?
So macht es für Google aktuell durchaus Sinn, durch größeren Wettbewerb unter den Parkinganbietern, auf die Margen der etablierten Parkinganbieter Einfluss zu nehmen. Konkret:
Durch die Vergabe neuer Parkingfeeds erhöht man den Konkurrenzdruck. Die bisherigen Anbieter wie Sedo, Namedrive oder Domainsponsor haben lange Zeit Pionierarbeit geleistet und betreuen viele supportaufwendige Kleinkunden. Anbieter wie Frank Schilling oder Parkingcrew können sich auf wenige Großkunden konzentrieren und bei einem geringen Kundenbetreuungsaufwand auch mit geringeren Margen arbeiten. Dies setzt die etablierten Anbieter unter Druck, denen die umsatzstärksten Kunden oft zuerst abwandern. Es sind zudem gerade diese Großkunden, die jährlich Millionen Domains im Parking testen und jede Domain nach Jahresfrist wieder löschen, die sich nicht trägt, selbst wenn diese 99% der Registrierungsgebühren einspielen sollte.

Google setzt auf das altbekannte Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft – solange man die Konkurrenz mehr bei seinen Verkäufern ansiedelt als bei sich selbst. Denn es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass Google wieder höhere Anteile aus den eigenen erzielten Erlösen an die Domainparker auszahlen würde. Google hat mit seinem Produkt Adwords/Adsense eine derzeit fast konkurrenzlose Marktstellung erreicht. Nur in Nischen wie bei Erotikwebseiten oder bei Portalen, die Google aus welchen
Gründen auch immer nicht weiter monetarisieren will, bleibt Platz für andere Anbieter.

Domainparking nur noch über Nameserver
Wer bisher eine Domain mit Domainparking monetarisieren wollte, hatte zwei Möglichkeiten:
Entweder man richtete die Nameserver des Parkinganbieters direkt auf der Domain ein oder man leitete die Domain mittels URL-Forwarding auf eine Seite nach dem Muster www.Parkinganbieter.de/Domainname.xx um.
Mit letzterer Möglichkeit soll nun, zumindest bei Anbietern, die Google Anzeigen nutzen, zum 30. September 2011 Schluss sein. Angekündigt wurde diese Umstellung bereits im August 2010 u.a. von der Firma SEDO. Nun scheint es aber erstmals einen konkreten Termin für die Umstellung zu geben.
Betroffen sind nicht nur alle Domainbesitzer, denen es in ihren Domainpaketen verwehrt ist, eigene Nameserver zu betreiben. Viel härter trifft es all Diejenigen, die ein Anbieter-Switching betreiben. Bei Diensten wie above.com oder Parklogic.com wird der Traffic einer Domain zu unterschiedlichen Parkinganbietern geschickt, um festzustellen, welcher Anbieter eine Domain am Besten monetarisiert. Aufgrund unterschiedlicher Auszahlungsstrategien hat es sich lange Zeit gelohnt, den zweiten Aufruf einer Domain vom gleichen Nutzer (gleiche IP-Adresse) auf einen anderen Parkinganbieter zu leiten, um so bis zu 20% mehr gezahlte Klicks zu generieren.
Offensichtlich ist Google genau dieses Anbieter-Switching ein Dorn im Auge. So ist es für Google schwieriger, die Qualität einer Domain und die Performance eines Anbieters zu verfolgen. Theoretisch kann aber die Kontrolle der Nameserver dazu führen, dass so die Herkunft eines Besuchers bzw. des Traffics genau bestimmt werden kann. Bei einem URL-Forwarding kann man den Traffic auch zuerst auf die Parkingdomain schicken, um die Herkunft der Besucher zu tarnen. Wer den Nameserver kontrolliert, kann hingegen genau loggen, woher der Traffic einer Domain stammt. Ob diese Möglichkeit dann von Google genutzt wird, d.h., ob die Parkinganbieter Daten weitergeben müssen, ist bisher nicht bekannt.

Der Zwang zum Nameserverparking scheint auf den ersten Blick für die Domainer von Nachteil zu sein, ist doch so das beliebte Trafficsplitting nicht mehr möglich. Es könnte aber auch ein Mittel sein, um Domains mit schlechtem Traffic besser filtern zu können. Wenn hierdurch betrügerischer Traffic ausgefiltert werden kann, würde diese Umstellung allen ehrlichen Domainern zugute kommen.

Christoph Grüneberg

*  = http://adwords.google.com/support/aw/bin/answer.py?hl=de&answer=134761
**= http://whizzbangsblog.com/index.php/article-archive-mainmenu-150/domain-analytics/427-part-3-smartpricing-traffic

Kommentare (0)

Tags:

Quartalsbericht: Sedo stabilisiert sich im Parkingbereich

Geschrieben am 22 November 2011 von Christoph Grueneberg

Im aktuellen Quartalsbericht der Sedo Holding AG für die ersten drei Quartale 2011 wird erneut von hohen Abwanderungen im Bereich Domainparking im Vergleich zum Vorjahr berichtet. Insgesamt sank die Anzahl der geparkten Domainnamen von 7,5 auf 5,2 Millionen Domains, ein Rückgang um 30,7%. Gegenüber dem Vorquartal sank die Anzahl aber nur noch  um 0,2 Mio. Domains, so dass man von einer Stabilisierung sprechen kann.

Wenig erfreulich ist die Entwicklung des Aktienkurses der Sedo-Holding, der Kurs sank gegenüber dem Vorjahresstichtag um 30,3% auf, 2,39 Euro, aktuell (22.11.2011) liegt der Kurs bei 2, Euro – damit hat die Aktie weitere 16,3% seit dem 30.09.2011 verloren und einen neuen historischen Tiefststand erreicht..

Der Quartalsbericht der Sedo Holding AG, zu dem neben Affilinet auch der Bereich Domain-Marketing gehört, findet sich hier.

Kommentare (0)

Tags: , ,

SEDO ändert Domainparking-Berechnung

Geschrieben am 28 Oktober 2011 von Christoph Grueneberg

Teilnehmer des DomainvermarkterForum 2011 in Hamburg konnten schon vor einigen Wochen aus erster Hand von Tim Schumacher erfahren, dass bei SEDO wichtige Veränderungen in der Berechnung der Parking-Erlöse für die Kunden anstehen. Nun wurde offiziell der 1. November 2011 als Termin für die  Umstellung bekanntgegeben.

Zusammengefasst ergeben sich folgende Neuerungen:

  • Die Parkingeinnahmen werden zukünftig zuerst einmal geschätzt, bevor dann ca. 2 Tage später die offiziellen Klickpreise bei den Usern sichtbar werden. Damit bekommt jeder Parkingteilnehmer seinen Anteil von den tatsächlich von Google ausgezahlten Klickpreisen.
  • Am Monatsende kann es zu Korrekturen in der Auszahlung kommen, da Google nachträglich als Spam eingestuften Traffic bzw. Fakeclicks wieder abzieht.

Insgesamt werden die Parkingeinnahmen dadurch zwischen Sedo und den Wettbewerbern Namedrive, Domainpsonsor oder Parkingcrew vergleichbarer und auch ein Stück gerechter. Unklar bleibt aber weiterhin, wieviel der einzelne Parkingteilnehmer tatsächlich vom Anzeigenerlös erhält, da sowohl Google als auch die durch Vertrag gebundenen Parkinganbieter keine Auskunft über den Anteil geben, der den Domainern ausgeschüttet wird.  Ausführlich behandelt wird das Thema “Domainparking” in der aktuellen Ausgabe des Domainvermarkter-Magazines (Nr. 6), welches hier kostenlos bestellbar ist.

Hier der Wortlaut der SEDO-Mitteilung:

 

“Lieber SedoPro Kunde,

ab 1. November 2011 wird es zwei sichtbare Änderungen in den Statistiken der Parking-Reportings geben, mit denen wir uns den allgemeinen Standards in der Domain-Industrie anpassen.

1) Angepasste Klickverdienste/Reale Einnahmen

Diese Änderung bedeutet, dass die angezeigten „Einnahmen“ des aktuellen und vorletzten Tages zunächst auf Schätzungen basieren. Innerhalb von 48 Stunden erhalten wir von unserem primären Anzeigenprovider Google die tatsächlichen Einnahmen und passen diese nach 2 Werktagen in Ihrem Account an. Diese Änderung betrifft nur die Kategorie „Einnahmen“, die Angaben in den Kategorien „Uniques“ und „Klicks“ bleiben davon unberührt. Beispiel: Wenn Sie sich am 1. November die tagesaktuellen Einnahmen in Ihren Statistiken ansehen, handelt es sich um Schätzungen. Ab dem 3. November können Sie sich die realen Einnahmen (vor Spam) vom 1. November anzeigen lassen.

2) Berücksichtigung des Spam-Anteils in Ihren Einnahmen

Wenn Sie den Report Ihrer täglichen Parking-Einnahmen prüfen, könnten die Einnahmen ab dem 1. November Spam beinhalten, den unser primärer Anzeigenprovider Google sofort erkennen konnte. Sie können nicht einsehen, welche Domains davon betroffen sind. Der gesamte Spam eines Accounts wird von Ihren monatlichen Parking-Einnahmen abgezogen. Sie können im Bereich Parking Reports im Registerblatt „Auszahlungen“ in der Spalte „Korrektor“ die Abzüge nachverfolgen.

Google hat in den letzten Jahren verstärkt Aktionen zur Spam-Bekämpfung durchgeführt. Zusammen mit der geringen Spam-Rate im Sedo Netzwerk gehen wir deshalb davon aus, dass nur ein geringer Teil geparkter Domains von dieser zweiten Änderung betroffen sein wird.

Meine Empfehlung: Wenn Sie ab 1. November die Entwicklung Ihrer einzelnen Domains prüfen, beachten Sie bitte:

1) dass die finalen Daten erst nach ungefähr 48 Stunden verfügbar sind.
2) dass unerwartete Verdienstzunahmen bei bestimmten Domains darauf beruhen können, dass diese durch Spam verursacht wurden. In diesem Fall wird der Spam-Anteil bei der monatlichen Endabrechnung abgezogen.”

Kommentare (0)

Tags: , , ,

KeyDrive S.A.: Key Systems und NameDrive nun unter einem Dach

Geschrieben am 26 Juli 2011 von Christoph Grueneberg

Laut Mitteilung des luxemburgischen Investmentfonds BIP Investment Partners sind der Registrar Key Systems (St. Ingbert, Saarland) und die Domainparking-Company Namedrive (Luxemburg) nun unter der Firma Keydrive S.A. mit Standort Luxemburg in einer Holding zusammengefasst.

Im Handelsregister von Luxemburg sind dazu noch keine weiteren Informationen abrufbar, allerdings war zu erfahren, dass Horst Siffrin Aufsichtsratsvorsitzender der Keydrive SA und Alexaner Siffrin, der auch Geschäftsführer der Key Systems GmbH ist, Vorstandsvorsitzender der KeyDrive S.A. ist.

BIP hält nun 26,04 % an der Firma KeyDrive S.A. und ist laut BIP- Halbjahresbericht mit 6,1 Mio. Euro dort investiert (Bewertung 23,42 Mio Euro).

Zuvor war BIP an der Key-Systems GmbH zu 6.8 Mio Euro beteiligt, was einem Anteil von 33,33% am Unternehmen entsprach. Key-Systems wurde zum Zeitpunkt des Investments mit ca. 20,60 Mio Euro Unternehmenswert bewertet.

Daneben scheinen weitere Anteile der Firma IS Inter-Services GmbH (Beteiligungs- & Vermögensverwaltungsgesellschaft ) zu gehören, die sich selber als Deutsche Holding der KeyDrive SA bezeichnet. Geschäftsführer sind hier Alexander O. Siffrin und Dr. Eva C. Siffrin-Kokert.

Bereits im Januar 2011 berichteten wir hier auf DVMag.de exklusiv über die Beteiligung von BIP und den Umzug von Namedrive nach Luxemburg.

Kommentare (3)

Tags:

Sedo: Ab 01.08. bis zu 20% Verkaufsprovision

Geschrieben am 20 Juli 2011 von Christoph Grueneberg

Die neueste AGB-Änderung der Firma Sedo hat allgemein für Verwirrung gesorgt. Demnach können nun die Verkaufsprovisionen bis zu 20% des Verkaufspreises betragen. Sedo listet nun auch alle Domains, die bei ihnen zum Verkauf stehen, automatisch bei ihren MLS-Partnern. Erfolgt ein Verkauf über den Affiliate-Partner, werden 20% Provision fällig. Dabei ist es egal ob die Domains bei Sedo zum Festpreis zum Verkauf stehen und geparkt sind oder nicht. Damit ist der Festpreis unkalkulierbar geworden, bzw. es sollte immer mit 20% Provisionsaufschlag kalkuliert werden. Bisher musste der Verkäufer seine Teilnahme am Sedo-MLS Programm explizit erklären.

Besser stehen Kunden da, die Domainverkaufspreise als Verhandlungsbasis eingestellt haben. Hier soll im Verhandlungsverlauf sichtbar sein, ob der Bieter über einen Affiliate-MLS-Partner gekommen ist, oder direkt über seine Sedo-Verkaufsseite. Entsprechend kann dann der Angebotspreis kalkuliert werden.

Demnach sieht die Provisionsstruktur wie folgt aus:

Festpreisdomains:
a) 10% Provision wenn die Domain geparkt ist und der Verkauf über den Sedo Marktplatz erfolgt (keine Mindestgebühr).
b) 15% wenn die Domain nicht geparkt ist und der Verkauf über Sedos Marktplatz erfolgt (Mindestgebühren).
c) 20% wenn die Domain zusätzlich bei einem Provider angeboten wird, und der Käufer auch von diesem Affiliate kommt (Mindestgebühren).

D.h., der Verkäufer kann vorher nicht wissen, ob 10% oder 20% Provisionsgebühr bei einem Verkauf fällig werden. Da er von der Zahlung der maximalen Gebühr ausgehen muss, wird er seinen Festpreis von Beginn an mit einer Gebühr in Höhe von 20% kalkulieren müssen.

Domainpreise Verhandlungssache:
a) 15% bei Verkauf über den Sedo Marktplatz (Mindestgebühren).
b) 20% wenn die Domain zusätzlich bei einem Provider angeboten wird, und der Lead von diesem Affiliate kommt (Mindestgebühren).

Bei den Domains mit VHB wird dem Verkäufer bereits während der Verhandlung angezeigt woher der Käufer kommt. So kann man seinen Preis entsprechend anpassen ehe man ein Gegengebot abgibt.

Kommentar:

Auf der einen Seite ist es sicher nicht schlecht, das Sedo weitere Verkaufskanäle erschließt. Allerdings hätte man erwartet, dass mit der allgemeinen Preiserhöhung von 10% auf 15% Verkaufsprovision, auch eventuelle Provisionen für Affiliates (Sedo-MLS-Partner) abgegolten würden. Hier nun 20% Provision vom Verkäufer abzuziehen dürfte den Bogen für viele Domainer überspannen.

Der Anreiz, Domains zum Festpreis bei Sedo zu parken, ist nun dahin. Man kann sich nicht mehr sicher sein, wie hoch die Verkaufsprovision am Ende tatsächlich sein wird. Für den Domainanbieter ist bisher auch völlig offen, welche Verkaufsanteile die neuen Kanäle haben werden.

Bisher kommen die meisten Käufer einer Domain sicherlich durch Direktaufruf des Domainnamens und dem anschließenden Verkaufshinweis.

Die neue Preisstruktur wird wohl dazu führen, dass noch mehr Domainer eigene Verkaufsseiten basteln werden. Auch gibt es nun einige Gründe mehr auch andere Parkingprogramme ausgiebig zu testen. Andere Anbieter für Domainparking lassen, im Gegensatz zu Sedo, auch einen eigenen gestalteten Verkaufslink zu. Dieser kann dann auf die eigene Webseite führen.

Und was kostet ein Transfer bei Sedo, wenn man die Domain nicht über den Sedo Marktplatz verkauft? Die Antwort lautet: Nur 3% (Mindestgebühr ab 50 Euro), denn dies ist der Preis für den “externen” Treuhandservice. Noch!

Neue Sedo AGBs (gültig ab 01.08.2011)

Sedo-Preisliste (gilt ab 01.08.2011)

Informationen zu Sedo MLS

Kommentare (3)

Advertise Here