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SEDO: Vermittlungsgebühr für Domain Brokerage gestiegen

Geschrieben am 05 Januar 2011 von Christoph Grueneberg

Die Vermittlungsgebühr für das Domain Brokerage durch SEDO stieg am heutigen Tag (05.01.2011) von 10% Kommission auf 15%.

Wenn Dinge teurer werden, ist die erste spontane Reaktion sicherlich Ärger. SEDO hat in den vergangenen Monaten verstärkt auf den Domainhandel gesetzt – nicht zuletzt, weil die Erlöse im Parking stagnieren. Während nun die Gebühr für eine Domainvermittlung durch Brokerage um 50% steigt, bleibt eine Kommission von 10% für Verkäufe über über die normale Domainhandelsplattform hingegen stabil.

Daher lohnt es sich, einmal näher über Domain-Brokerage nachzudenken.  Hierbei handelt es sich um einen Service, bei dem ein Vermittler aktiv versucht, eine Domain zu verkaufen. Dazu gehören gute Kontakte und sicherlich viele Telefonate, um eine Domain erfolgreich an den Mann zu bringen. 10% ist bei SEDO der Preis, wenn eine Domain über den Marktplatz ohne weitere Bewerbung durch SEDO verkauft wird.  Es ist einleuchtend, dass bisher von den SEDO-Domainvermittlern nur die Domains zur aktiven Vermarktung angenommen wurden, die auch bei 10% Vermittlungsgebühr den persönlichen Einsatz rechtfertigten.

Durch die Erhöhung auf 15% wird es nun möglich, auch preisgünstigere Domains zu vermarkten: Nehmen wir einmal an, die bisherige Schwelle für den Auftrags-Domainwert lag  bei 20.000 Euro Verkaufspreis, also bei 2.000 Euro Provision. (Grundlage ist natürlich immer der Wert, zu dem ein Vermittler glaubt, eine Domain wirklich verkaufen zu können). Durch die Erhöhung der Vermittlungsprovision könnte der Auftrags-Annahme-Wert  bei gleichem Provisionserlös auf 13.333 Euro sinken.

Natürlich ist dieser Schwellenwert nur theoretisch. Es gibt Domainnamen, für die sich sehr schnell ein Käufer finden lässt. Vielleicht weil der Broker  schon einen Kunden sicher an der Hand hat, oder weil es sich um ein gerade beliebtes Thema handelt, z.B. Pokerdomains.  Eine Domain hingegen, die ein Broker als schwierig und arbeitsintensiv einschätzt, wird erst dann in Angriff genommen, wenn die Provision auch eine entsprechende Belohnung verspricht.

Grundsätzlich kann man einen Broker nicht kontrollieren. Es gibt nur einen Maßstab – den Verkaufserfolg. Deshalb gilt die Faustregel: Je mehr Provision in Aussicht steht, um so mehr strengen sich die Broker an.

15% sind nicht viel, wenn jemand einem eine Domain verkauft, die man offensichtlich selber nicht verkauft bekommt. Wie immer werden sich aber auch bei dieser Dienstleistung Angebot und Nachfrage einpendeln.

Für die meisten Domainbesitzer bestand bisher eher das Problem, dass ihre Domains nicht zum Brokern angenommen wurden, weil deren Werte und Qualitäten es nicht rechtfertigten.

Es könnte sich aber lohnen, ein individuelles Kommission-Modell mit Domainmaklern zu verhandeln:

Wir kennen das von Immobilien: Der Makler ist der Freund des Käufers, nicht des Verkäufers. Er will schnell verkaufen und drückt daher den Preis des Verkäufers. Bei angenommenen 7,5 % Provision für einen Immobilienmakler kommt es für ihn darauf an, überhaupt und möglichst schnell (ohne Aufwand) zu verkaufen. Ob es nun 7,5% von 300.000 Euro oder von 250.000 Euro für einen Hausverkauf sind, ist dem Makler dabei egal, solange er tatsächlich verkauft. Für Ihn stehen in diesem Beispiel 3.750 Euro weniger Erlös gegenüber einem Verlust der Gesamtprovision (18.750 Euro bzw. 22.500)  auf dem Spiel. Für den Verkäufer geht es allerdings um 46.500 Euro, wenn der Preis vom Makler nur gedrückt wird,  weil der Makler seinen Abschluss machen will – und nicht, weil der Wert des Hauses tatsächlich niedriger ist. Der Verkäufer darf also nie der alleinigen Expertise eines Maklers trauen.

Es gibt aber eine einfache Lösung, die beiden Seiten in solchen Situationen Vorteile bringt:

Man vereinbart einen Mindestpreis und teilt sich jeden Euro, den der Makler zusätzlich erreicht. Dann wird der Makler zum Freund des Verkäufers.

Weitere Informationen: Preisliste SEDO

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2 Comments For This Post

  1. Tom Says:

    Ist doch gut, wenn sich der Makler mehr anstrengt. Dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit des Verkaufs, stimmt doch, oder. Die Mindestpreis-Variante ist natürlich sehr verlockend, danke für den Tipp, der ist echt brauchbar.

  2. Hans Says:

    Von der Mindestpreis-Variante hatte ich bislang auch noch nichts gehört, danke für den Tipp!

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