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Oder war es doch der Playboy-Mansion Pool?

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Domainfest: Legionellen+Playboy Mansion+Facebook. Dann bringt’s auch die BILD

Geschrieben am 14 Februar 2011 von von Christoph Grueneberg

Wie die Medien und gerade die deutsche Presse arbeitet, kann jeder Teilnehmer des Domainfestes nun hautnah mitverfolgen.

Das Domainfest in Santa Monica (Kalifornien) ist die weltweit wichtigste Konferenz für Domainer. Über 700 Teilnehmer trafen sich vom 1.-3. Februar im Fairmont Hotel (Vorbericht hier). Neben den zahlreichen Vorträgen, Workshops und Konferenzen gab es auch Abendveranstaltungen, die tatsächlich dem Networking dienen. Die abschließende Veranstaltung fand nun schon zum dritten Mal im Garten der Playboy Mansion statt. In den USA nicht unüblich wurden hier im Rahmen einer Auktion auch Spenden für eine gemeinnützige Organisation gesammelt.

Die vielen gleichzeitigen Erkrankungen, der Verlauf und auch medizinische Tests an schwedischen Kollegen lassen darauf schließen, dass es sich bei der Erkrankung um das „Pontiac Fieber“ handeln könnte. Das Pontiac Fieber ist eine Legionelleninfektion (Legionellose), die im Gegensatz zur Legionärskrankheit milder und nicht tödlich verläuft. Dennoch kann die Erkrankung heftig werden, einige Betroffene sind nun trotz Antibiotika seit mehreren Tagen bettlägerig. Weitere Informationen über die Krankheit gibt es beim Robert Koch Institut.

Die Konferenz endete am Freitag. Am Montag den 07.02. meldete dann Kollege Nico Zeifang via Facebook, dass er und seine Kollegen heftig erkrankt wären. Er fragte zudem nach weiteren Krankheitsfällen bei den anderen Teilnehmern.

Hier wurde das Potential von Facebook deutlich: Innerhalb weniger Stunden meldeten sich dutzende weitere Teilnehmer mit den gleichen Symptomen – mittlerweile haben sich hier alleine rund 80 gemeldet – wobei es sich fast nur um die Facebook-Freunde handelt, die im direkten Kontakt zu Nico stehen.

Die gute Nachricht: Die Krankheit ist nicht ansteckend und es wurde bisher erst ein Verdacht auf Lungenentzündung gemeldet, was aber auch andere Ursachen haben kann.

Unter Verdacht: Die Nebelmaschine auf der Domainfest Playboy Mansion Party (Foto: C. Grueneberg)

Unter Verdacht: Die Nebelmaschine auf der Domainfest Playboy Mansion Party (Foto: C. Grueneberg)

Die Krankheitsursache konnte bisher noch nicht genau festgestellt werden. Legionellen verbreiten sich im warmen Wasser. Das Wassersystem des Tagungshotels scheidet aus, da auch Teilnehmer betroffen sind, die nicht im Hotel übernachtet haben. Hauptverdächitg, sofern es sich bei allen um die eine Legionellen-Erkrankung handeln sollte, ist die Party in der Playboy Mansion am Donnerstag, den 03.02.2011. Viele vermuten, dass eine Nebelmaschine die Erreger verbreitet haben könnte. Ich persönlich glaube nicht, dass solche Maschinen bauartbedingt der Auslöser sein können. Fest steht, dass sich Legionellen in warmen Wasser vermehren. Whirlpools sind immer wieder Quelle solcher Krankheiten. Im Garten der Playboy Mansion befindet sich ein Swimmingpool, der auf über30 Grad aufgeheizt war. Jeder, der in der Nähe des Pools war (also fast alle Besucher) dürfte deshalb die Wasserdämpfe eingeatmet haben. Es war in dieser Februarnacht nur maximal 15 Grad Celsius warm. Bei der Legionellose infiziert man sich nicht etwa über Trinkwasser oder Speisen, sondern über das Einatmen von Wasserdampf.

Oder war es doch der Playboy-Mansion Pool?

Oder war es doch der Playboy-Mansion Pool?

Eine Endgültige Klärung werden sicher die Gesundheitsbehörden von Los Angeles herbeiführen, die alle Teilnehmer angeschrieben haben und weitere Untersuchungen durchführen. So lange gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, wer oder was der Verursacher dieser Krankheit ist.

Die Erkrankungen wurden in einigen US-Domainblogs publiziert, so auch im DNjournal von Ron Jackson. Irgendwie hat es die Meldung dann in die amerikanischen Medien geschafft, so z.B. in die New York Post und in diversen Fernsehnachrichten.

Die Kombination aus Playboy Mansion und zahlreichen Erkrankungen ergeben natürlich prächtige Schlagzeilen. So dauerte es keine 2 Tage, bis dann auch deutsche Medien wie BILD und FOCUS reißerisch wie auch inhaltlich falsch berichteten:

  • Die Party fand nicht in der Playboy-Villa statt, sondern im Garten.
  • Es war kein Dinner sondern es gab lediglich Fingerfood.
  • Hugh Hefner wurde nicht gesichtet.
  • Hugh Hefner hat nicht zur Party eingeladen, sondern der Domainfest-Veranstalter (der auch dafür bezahlt hat).
  • und, liebe BILD: Hugh Hefner hat uns auch nicht zur Konferenz eingeladen!

Dies ist wieder ein Lehrstück, wie Medien funktionieren. Einfachste Tatsachen werden so lange verdreht, bis es eine Schlagzeile ergibt. Sex und Katastrophen (Playboy und Erkrankungen) lassen sich prima verkaufen. Über die Konferenz Domainfest wird leider nur sehr wenig berichtet.

Das Domainfest war eine großartige Konferenz!

Tolle Redner, Diskussionsteilnehmer und eine perfekte Organisation. Die richtige Mischung auch bei den Teilnehmern aus aller Welt. Und sicherlich der Startpunkt für viele neue Unternehmungen in den kommenden Monaten. Man kann es nur schwer beschreiben, aber Domainer sind zwar oft Einzelkämpfer, aber dennoch sehr gesellige Zeitgenossen und offene Gesprächspartner. Es sind Multiunternehmer und Serien-Firmengründer. Einmalig in der Internetindustrie – man denke nur daran, wie langweilig etwa Treffen der Online-Erwachsenenunterhaltung und Suchmaschinenoptimierer dagegen meistens sind.

Wir wünschen auf diesem Weg allen Erkrankten gute Besserung und würden uns freuen, dass möglichste alle Teilnehmertrotz der Ereignissewieder zum nächsten Domainfest nach Santa Monica kommen. Für einen Veranstalter ist ein solcher Vorfall mit das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Aber Es dürfte klar sein, dass niemand dem Team von Oversee, welches das Domainfest organisiert hat, einen Vorwurf macht.


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Frühstück mit Frank Schilling Domainfest 2011 Santa Monica

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Domainfest 2011: Frühstück mit Frank Schilling

Geschrieben am 01 Februar 2011 von von Christoph Grueneberg

Beim´ diesjährigen Domainfest in Santa Monica gibt es als Neuerung „Dine with an Expert“. Dabei konnte man sich als Konferenzteilnehmer gezielt zum Frühstück oder Mittagessen mit einem der sogenannten Domain-Experten verabreden.

So startete der erste Konferenztag für meinen Kollegen Thomas und mich mit einem gemeinsamen Frühstück mit Domainer-Legende Frank Schilling. Alleine für dieses Treffen hat sich der Trip in die Vereinigten Staaten schon gelohnt. In einer Stunde hat Frank uns einige sehr tiefe Einsichten gegeben und gezeigt, welche Potentiale immer noch in Domainnamen stecken. Frank Schilling hat mit rund 750.000 Domainnamen wahrscheinlich das größte Domainportfolio in Privatbesitz. Und es wächst weiter.

Frühstück mit Frank Schilling Domainfest 2011 Santa Monica

Was haben wir gelernt?

  • U.a. warum Zahlendomains in China so populär sind. Chinesische IDN-Domains funktionieren International nicht und die Chinesische Regierung hält nicht viel von englischen Begriffen. Zahlen sind universal. Zudem scheinen Zahlen im chinesischen bei der Aussprache eine besonderen Bedeutung zu ergeben.
  • Wie man mit einfachen Ideen die Besucherzahlen auf seinen Webseiten erhöhen kann und dies nicht nur zu mehr Werbeeinnahmen, sondern auch zu besseren Domainverkäufen führt.  Z.B. indem man einen kleinen Chat einbaut.

Leider war die Stunde für das Gespräch im intimen Kreis des Malibu-Bungalows viel zu kurz.

Es gibt Domainer, die einfach nur Glück hatten, eine handvoll guter Domains reserviert zu haben und Domainer wie Frank, die kreativ und mit vollem Einsatz einer Berufung nachgehen. Es ist kein Zufall, dass Frank Schilling ein Domainportfolio im Wert von mehreren hundert Millionen Euro besitzt.

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Personalia: Domain-Blog-Spotting – die lieben Kollegen (03/2011)

Geschrieben am 24 Januar 2011 von von Christoph Grueneberg

Personalien waren diese Woche Themen im Domainblogversum. So berichten u.a DomainNameWire und  DNjournal , dass Frank Michlick als CTO (frei übersetzt: technischer Leiter) beim Startup „Left of the dot“ anfängt (hier die Meldung auf DomainNameNews.com). Frank Michlick ist ein in Kanada lebender Deutscher mit engem Kontakt zur deutschen Domainszene. Er ist neben eigenen Aktivitäten als Domainer auch Redakteur und Herausgeber von DNN.com (DomainNameNews) und Mitveranstalter der kanadischen Domainkonferenz Domainconvergence.

Der Umzug von Namedrive nach Luxemburg, den wir hier auf DVmag.de zuerst exklusiv berichten konnten, schlug hohe Wellen bei den Kollegen. Unsere Meldung wurde von DomainNameNews.com aufgegriffen und später folgten auch Berichte auf DomainNameJournal und DomainNameWire.

Der Blogger Elliot J. Silver kündigte an, nun doch zum Domainfest kommen zu wollen. Seine vorherige Entscheidung, lieber zum Skifahren zu gehen, hatte dazu geführt, ihm zu unterstellen, er würde das Domainfest wegen der angeblichen Moniker-Affäre boykottieren. Man sieht, auch in der Domainszene kann man nicht frei über seine Zeit verfügen, wenn man zwischen die firmenpolitischen Fronten und deren jeweilige Anhängerschar gerät.

Domaingang.com vermutet nun, dass derjenige, der nicht beim Domainfest in Santa Monica erscheint, wohl der Moniker-Angestellte sein müsse, der die Firmenregel verletzte und Rick Schwartz so sehr aufregte. Es wäre ganz einfach, herauszufinden. Man müsste nur die bald erscheinenden aktuellen Fotos vom Domainfest mit Bildern vom Vorjahr vergleichen, um zu sehen, wer fehlt.

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Harmlose Spiele in der Playboy Mansion

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Domainfest Global 2011: Warum sich ein Besuch lohnt

Geschrieben am 11 Januar 2011 von von Christoph Grueneberg

Vom 01.-03. Februar 2011 findet in Santa Monica (Kalifornien) das Domainfest Global statt. Dies ist weltweit die größte Konferenz für Domainer. Wir zeigen auf, warum es sich lohnt den weiten Weg an die Westküste der USA zu machen.

Für uns (Thomas und mich) ist es bereits das vierte Domainfest Global in Kalifornien an dem wir teilnehmen werden, wir erwarten es deshalb mit großer Vorfreude und Spannung.

Während die ersten drei Veranstaltungen bis 2009 noch in Hollywood direkt über dem Kodak-Theatre (Ort der Oscar-Verleihung) stattfanden, zog die Veranstaltung  2010 in das Fairmont Hotel nach Santa Monica um. Eine gute Entscheidung – das Flair des strandnahen Hotels und auch Santa Monica selber sind viel schöner als das touristisch arg überlaufene Hollywood-Einkaufscenter.

Domainfest 2010 Santa Monica

Lunch und Networking unter dem uralten Feigenbaum (Fig Tree)

Zur Geschichte dieses imposanten Baumes gibt es hier mehr zu lesen

Über eine Brücke gelangt man vom Fairmont-Hotel in wenigen Minuten zum Pazifik, auch ein Spaziergang zum Venice Beach ist möglich. Zudem glänzt Santa Monica mit einer der wenigen Fußgängerzonen der USA, der 3rd street promenade und dem im August 2010  neu eröffneten Einkaufszentrum Santa Monica Place – alles fußläufig vom Konferenzort erreichbar!

Dies ist aber nur der Rahmen für die größte Domainkonferenz der Welt. Deshalb hier die Gründe, warum es sich lohnt, am Domainfest teilzunehmen.

  • Über 600Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet. Und man trifft hier – im Gegensatz zu manch anderen Domainkonferenzen tatsächlich echte Domainer – und nicht ausschließlich Firmenmitarbeiter, die selber nie eigene Domains gehalten oder gehandelt haben.
  • Man trifft aber auch die Chefs und Macher aller wichtigen Firmen der Domainindustrie
  • Die Konferenzvorträge und Diskussionen sind exzellent und inspirierend. Jeff Kupietzky ist der derzeit beste Redner der Domainindustrie und hat sich von Domainmfest zu Domainfest gesteigert. 2011 ist als “Keynote Speaker” Bob Parson von Godaddy (weltgrößter Domainregistrar -über 45 Mio. Domains) zu Gast
  • Die Tagungsgebühren sind zwar in den vergangenen Jahren gestiegen, aber immer noch erheblich unter denen anderer Shows (ab 995$ = ca. 750 Euro). Der Teilnehmer bekommt viel für sein Geld (für Domainsponsor-Kunden gibt es nach Umsätzen gestaffelt Ermäßigungen)
  • Die Networking-Möglichkeiten sind nahezu perfekt, ob beim Mittagessen unter dem riesigen Hotelbaum im Freien (siehe oben) oder auf den abendlichen Parties – man lernt ständig neue Leute kennen und kann bestehende Kontakte vertiefen
  • Oversee und Domainsponsor sind dafür bekannt, die besten Parties der Domainindustrie zu schmeißen. Legendär sind die Parties in der Playboy-Mansion der vergangenen beiden Jahre (“What Happens at the Mansion, Stays at the Mansion”…), schön, dass es auch 2011 eine Neuauflage gibt!

    Harmlose Spiele in der Playboy Mansion

    Harmlose Spiele in der Playboy Mansion

  • Das  Ghetty Center Museum war letztes Jahr atemberaubender Ort für abendliches Kontakte-Knüpfen, auch dieses Jahr dürfte es wieder eine exklusive Location sein.
  • Obwohl diese Veranstaltung von Oversee/Domainsponsor organisiert wird, ist dies keine Firmen-Verkaufsveranstaltung. Auch Konkurrenzfirmen sind als Sponsoren zugelassen.
  • Die Mitarbeiter von Oversee/Domainsponsor machen einen exzellenten Job, nicht nur beim Domainfest Global sondern auch z.B. beim Domainfest Europe in Prag oder beim Tages-Domainfest in New York 2010, wo ich ebenfalls teilnehmen konnte.
Blick aus dem Fairmont Hotel Santa Monica

Blick aus dem Fairmont Hotel Santa Monica

Lohnt es sich denn, für deutschsprachige Domainer?

Nicht jeder deutsche Domainer kann perfektes Englisch, die meisten jedoch beherrschen genug, um englischsprachige Blogs zu besuchen und zu verstehen. Bei Gesprächen gerade mit US-Amerikanern muß man nur immer daran denken, dass das Gegenüber meist selber keine Fremdsprache kann. Amerikaner, die meist nie außerhalb des Landes waren, sind oft schon beeindruckt, wenn jemand sich die Mühe macht, in die USA zu reisen und sich halbwegs verständlich machen kann. Die Veranstaltung ist gut organisiert, der perfekte Start für einen ersten USA-Besuch.

Lunch und Networking

Nico Zeifang, Thomas Müller und Rolf Rosskopf beim Domainfest-Lunch 2010

Interessant ist aber auch der Effekt, dass man fernab der Heimat gerade die Zeit findet, andere deutschsprachige Domainer näher kennenzulernen, die man sonst meist nur flüchtig trifft. Bei 3-4 Tagen Konferenz findet sich eben oft die Gelegenheit zu einem Pläuschchen, gemeinsamen Essen oder auch nur einen kurzen Ausflug.

Weitere Informationen gibt es unter www.domainfest.com

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