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Domainer Daniel Harouni

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Daniel Harouni – Domains sind wie Teppiche, nur anders

Geschrieben am 20 Oktober 2011 von von Domainvermarkter02

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 02

Wenn heute jemand in den Domainhandel einsteigen möchte, hört er häufig Sätze wie „Der Zug ist doch längst abgefahren“ oder „Alle guten Domains sind schon längst verkauft.“ Domainhändler Daniel Harouni sieht das nicht so. Er ist unter anderem Inhaber der amerikanischen Firma DeTep International und zugleich ein gutes Beispiel dafür, dass auch das 21. Jahrhundert erfolgreiche Akteure im Domainhandel hervorgebracht hat. Harouni begann seine Aktivitäten als Domainhändler genau am sechsten Juli 2000. Zuvor hatte er allerdings bereits mit dem Handel eines ganz anderen Produkts begonnen: mit dem Handel von Teppichen.

Hamburger Kinderjahre.
Daniel HarouniDen Händler in ihm hatte er aber bereits damals entdeckt. Auch wenn es ihm heute aufgrund seiner Statur und Größe kaum jemand zutraut: Er spielte in jener Zeit Basketball beim damals noch sehr erfolgreichen BCJ Johanneum Hamburg. Als Mitglied im erweiterten Kader der Hamburger Auswahl bekam er monatlich 300 DM plus Ausrüstung. Da er auch von seinen Eltern regelmäßig neue Schuhe fürs Basketballspiel erhielt,verkaufte er die monatliche Lieferung seines Vereines jedes Mal aufs Neue an seine Mitschüler.

Ein findiger Praktikant.
Anfang 1998 konnte er seinen ersten Praktikanten einstellen, der sich schnell als Glücksfall herausstellte. Reza war dessen Name und dieser Reza stieg sogleich mit einer neuen Idee ins Geschäft ein. Das Internet war zu jener Zeit bereits deutlich auf dem Vormarsch. Dies war an Daniel Harouni allerdings bisher vorbeigegangen. Sein Praktikant führte ihn jedoch in den Internet-Handel ein. Hier ließen sich Harounis Teppiche bequem online verkaufen. Beide begannen zunächst, den gesamten Warenbestand zu fotografieren. Die Produktfotos samt Beschreibung stellten sie bei Alando ein, einem Auktionshaus, das später von eBay übernommen wurde. Das Geschäft lief allerdings zunächst eher schleppend. Das mag daran gelegen haben, dass alle Teppiche erst einmal in der Rubrik „Antiquitäten“ eingetragen werden mussten, da es zu jener noch keine Teppich-Rubrik gab. Erst als Daniel mit dem Auktionshaus telefonierte, wurde solch eine Rubrik eingerichtet. Kurz danach kam der erste Verkauf zustande: Der Umsatz betrug 150 DM.

Die ersten Domainkäufe.
Für Daniel Harouni war das eine Initialzündung. Er sagte sich, „wenn Teppiche online gehen, dann lässt sich auch alles andere online verkaufen.“ Damit begann sein Einstieg in den Domain-Ankauf. Die ersten am 6. Juli 2000 von ihm registrierten Domains – die er noch heute hält – waren Teppich.org, Teppiche.org und Harouni.de. Als im Jahr 2000 Verkaufsprovisionen bei eBay eingeführt wurden, hatte der Praktikant Reza eine weitere gute Idee: „Lass uns doch einen eigenen Onlineshop erstellen, denn falls eBay noch teurer wird, rechnet sich das bald nicht mehr für uns.“ Unter der Domain Harouni.de wurde zunächst ein Teppich-Shop installiert. Allerdings trafen dort keine Bestellungen ein. Nach einer ergebnislosen Woche kam Daniel nachts im Bett schlagartig die Erkenntnis: „Welcher Idiot sucht schon nach Harouni, wenn er einen Teppich kaufen möchte?“ Also recherchierte er am nächsten Morgen im Internet nach dem Besitzer von Teppiche.de. Dabei stellte er fest, dass der auch im Besitz der Stoffe.de war, und die wiederum gerade den Besitzer gewechselt hatte. So rief er zunächst den neuen Besitzer an, um ihn zu fragen, was er dafür gezahlt hat, da Daniel zu jener Zeit überhaupt keine Vorstellung vom Wert einer Domain hatte. Nachdem Jörn Haack – der damalige und übrigens noch heutige Besitzer von Stoffe.de – ihm den Preis genannt hatte, besaß er einen ersten Anhaltspunkt und kaufte noch am gleichen Tag die Domain Teppiche.de.

Lehrzeiten im Domainhandel.
Bei einem weiteren Gespräch erzählte ihm Melf Haack, dass es ein Forum im Internet geben würde, in dem sich die Leute ausschließlich mit Domains befassen. Zwei Minuten später – Daniel hatte nun Feuer gefangen – war auch er dort angemeldet. Der damalige Inhaber des Domtreff genannten Forums rief ihn am selben Abend an, um nachzuprüfen, „was für ein Mensch sich denn da angemeldet hat“. Die Zeiten waren damals anders, die Gruppe der Domainer war klein und überschaubar. Man kannte sich oder war einfach neugierig, mit wem man da online diskutiert. Daniel Harouni brannte darauf, viel von seinen Domainer-Kollegen zu lernen. Er machte als Hamburger Hafenjunge am liebsten Geschäfte von Mann zu Mann, hatte immer ein Interesse daran, Leute zu treffen, sie kennen zu lernen, mit ihnen zu reden und sie zu verstehen. Da verwundert es kaum, dass die ersten Hamburger Domainertreffen bei ihm im Büro am Brooktorkai stattfanden. Und auch seine Aftershow-Partys am Feenteich, zu denen er nach den Sommerstammtischen der letzten Jahre einlud, sind noch heute ein Gespräch unter all jenen, die dabei waren. Man rauchte mit ihm eine Shisha-Pfeife, während man der Bauchtänzerin zuschaute, die auch Domainer geschickt in ihren Bann zu ziehen wusste. Für Daniel Harouni gehört es noch heute zum guten Benehmen, seine Freunde und Kunden einzuladen und ihnen so für bisherige und zukünftige Geschäfte zu danken. Viele bedauern daher, dass er sein Appartement mittlerweile verkauft hat. Glücklicherweise gibt es jedoch noch andere Orte, an denen man gesellig beisammen sein kann.

Die heiße Phase des Domaingeschäfts.
2005 ging es mit dem Domaingeschäft bei Daniel Harouni richtig los. „Ich habe damals alles gekauft, was nicht bei drei auf den Bäumen war.“ Von Anfang an hat er sich auf generische Domains spezialisiert und er war sich dabei auch nicht zu fein, seine Philosophie – in den nächsten fünf Jahren erstmal nichts zu verkaufen – auch in den Foren zu veröffentlichen. Übrigens gibt und gab es für ihn nie Fehlkäufe. Sein Motto lautet noch heute: „Ich setze kein Geld in den Sand, sondern lerne daraus.“ Gefragt, anhand welcher Kriterien er Domains auswählt, antwortet er: „90 Prozent Bauchgefühl, 5 Prozent „Kann das Keyword im Internet als Geschäft funktionieren?“ und 5 Prozent, Preis!“ Er läuft keinem Kunden hinterher und hat bisher noch nie eine Domain direkt vermarktet. Wenn es zu einem Verkauf kommt, dann kommen Kunden zu ihm: so wie der Anwalt, der 2005 sein erster Domainkäufer war und ihm die Domain trotzdem.de abkaufte. Neben dem Kaufpreis bekam Harouni damals auch die Überarbeitung der AGB des Teppich-Shops durch das Geschäft. Auf so eine Idee kommt wohl nur ein gewiefter Teppichhändler.

Tue Gutes, dann wird dir Gutes widerfahren.
In all den Jahren, in denen er im Domaingeschäft aktiv ist, hat Harouni keine Konferenz ausgelassen, um Gleichgesinnte zu treffen: Er war und ist auf den Sedo Pro-Events, wo man ihn regelmäßig in der Lobby des Tagungshotels antrifft. Er besucht die bisher fünf Domainvermarkterforen in Deutschland: die regionalen Domainertreffen in Frankfurt wie die Sommer- und Winterstammtischen in Hamburg. Daniel Harouni ist als Einkäufer ebenso bekannt wie als harter und zäher Verhandlungspartner berüchtigt, sobald es darum geht, den Preis für eine Domain festzulegen. Zu seiner Philosophie gehört unter anderem, seine Domain-Deals umgehend zu bezahlen. „Tue Gutes, dann wird dir Gutes widerfahren.“ Verkauft er etwas aus seinem Domain-Fundus, dann reinvestiert er das Geld umgehend in neue Domains. Auch der Teppichhandel an der amerikanischen Westküste läuft gut. Dennoch möchte er sich mittelfristig davon trennen, um sich voll und ganz auf das Domaingeschäft zu konzentrieren.

Harounis Domain-Bestand.
Harounis heutiger Bestand umfasst rund 5.000 generische Domains. Zu seinen Highlights zählt er neben Teppich.de und Teppiche.de auch Skateboards.de, Kleider.com, Kleidung.com und Mode.net. Letztgenannte Domain hat er allerdings in jüngster Zeit schon wieder verkauft. Sein Augenmerk liegt auf deutschen generischen Worten unter den Domainendungen .de, .com, .net, .org, .at und .ch. Aber auch auf anderen Märkten ist er versuchsweise aktiv. In Mexiko hatte er letztes Jahr allerdings viel Geld verloren, als man dort nach einer zweijährigen Pause die Domainregistrierungen unter .mx wieder zuließ. Die Preise für seine com.mx-Domains fielen daraufhin ins Bodenlose. Das hielt ihn jedoch nicht ab, bei der Einführung der Länderdomain für Costa Rica mitzumischen und rund 200 geläufige generische Top-Worte in der Landessprache zu registrieren. Darüber hinaus ist er ein Fan von Umlaut-Domains (IDN). Er kauft lieber eine IDN, als eine Nicht-IDN. Dennoch ist er Kaufmann genug, um zu erkennen, „dass man eigentlich beide haben sollte, um mögliche Streuverluste zu vermeiden.“ Das Paar Gemälde.de und Gemaelde.de gehörte ihm auch einmal. Harouni verkaufte es zwar nicht an einen Endkunden, „aber dafür zu einem Endkundenpreis.“

Länderdomains: ja; .eu und .info: nein!
Auch in Länderdomains hat Daniel Harouni mittlerweile investiert. So hält er neben Brasilien.org und Indien.net auch Schweden.net, Israel.at, Saudiarabien.de und Finnland. org. Einzig von .eu und .info hält er sich fern. „Da habe ich zu wenig Erfahrung, die sind nicht mein Ding“, sagt er offen und ehrlich. Als Deutscher mit persischer Herkunft hat er auch arabische und persische Domains in seinem Portfolio, allerdings nicht unter den jeweiligen Länder-Endungen, sondern ausschließlich unter .com, „weil die Situation je nach Land dort unten doch recht unterschiedlich ist“. Sein letzter Kauf im vergangenen Jahr war übrigens die Domain Katzen.net.

Ein rastloser, oftmals selbstloser Hafenjunge.
Daniel fühlt sich als deutscher Perser, der in den USA lebt. Ein ganzes Stück weit ist er auch Hamburger Hafenjunge geblieben. Für ihn zählt noch immer ein Handschlag und auch den typischen Vertrag auf der Serviette hat er schon unterschrieben und eingehalten. Er besitzt ein sonniges Gemüt. Wer ihn einmal persönlich kennen lernt, wird ihn so schnell nicht mehr vergessen. Sein Lachen ist ansteckend. Seine Freunde sagen: „Er ist ein herzensguter Mensch, dem man alles sagen und anvertrauen kann. Wenn irgendjemand mit einem Anliegen zu ihm kommt, versucht er immer, demjenigen selbstlos zu helfen. Worauf Daniel bescheiden, aber weise antwortet: „Ich koche auch nur mit Wasser!“ Auch wenn er ursprünglich mit der Absicht in die USA gezogen war, es ruhiger anzugehen: Er ist dennoch weiterhin rastlos zwischen der alten und der neuen Welt unterwegs. Er selbst bezeichnet sich als heimatlos. Er kann nicht einfach still sitzen, seine Profession ist das Handeln, seine Stärke das Einkaufen. Fragt man ihn nach seinen Hobbys, so sagt er: „Freundschaften gründen und festigen, ihnen ein vertrautes Verhältnis bieten.“ Eine verblüffende Antwort, die man nicht jeden Tag auf diese Frage erhält. Noch immer beantwortet er freundlich jede Frage eines neuen Domainers, versucht zurückzugeben, was die Forengemeinschaft ihm bei Domtreff und dem Nachfolge-Forum (Consultdomain.de) in all den Jahren gegeben hat.

Vermieten statt verkaufen.
Daniel Harouni betrachtete eine Domain schon immer als Ort, an dem man handeln kann. Und so ist es für ihn nur natürlich, dass das Geschäft mit dem Vermieten von Domains über kurz oder lang den reinen Verkauf ersetzen wird. Jede Domain kann man eben nur einmal verkaufen, aber langfristig vermieten. Egal, ob nun an ein Startup-Unternehmen, das einen etablierten Namen benötigt, oder an einen Mittelständler, der den Kaufpreis lieber in den Einkauf günstiger Waren steckt. Eine Domain verliert ja nicht an Wert. Für jeden Händler im Offline-Geschäft ist es doch auch selbstverständlich, dass er seine Räumlichkeiten anmietet und nicht gleich kauft.“ Die Logik „je besser die Adresse, desto teurer die Miete“ ist dabei jedem verständlich. „Auf Sicht wird dasselbe auch mit Domains passieren!“

Das Wörterbuch ist groß genug.
„Klar haben es die heutigen Neueinsteigern im Domaingeschäft schwerer als früher“, sagt Harouni. „Man braucht schließlich auch die Ware Domain, um etwas anbieten zu können. Sich heutzutage ein Portfolio mit 5000 generischen Domains zuzulegen, ist zeitaufwändiger, da die Preisvorstellungen der Verkäufer durch Veröffentlichungen von Hochpreis-Domainverkäufen teilweise recht utopisch sind.“ Und dennoch bleibt der Domainhandel für ihn weiterhin grenzenlos: „Das Wörterbuch ist groß genug!“

Dietmar J. Harms, Miniseiten.de



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Domain End User Sales – Welche Wege führen zum Erfolg?

Geschrieben am 08 Oktober 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 02

„Wir brauchen mehr Endverbraucher, die Domains kaufen.“ In der Domainbranche ist das ein von Verkäufern häufig geäußerter Satz. Diese Verkäufer möchten ihre Domains am liebsten gewinnbringend an große Unternehmen oder Einzelunternehmen verkaufen, da diese Zielgruppe den größten Nutzen aus Domains erhält und daher für Käufe geradezu  prädestiniert ist. Für beide Parteien ist der Handel effektiv: Der Verkäufer erhält einen guten Erlös, der Käufer seine Wunschdomain. Er muss auf keine Alternative ausweichen. Verkäufe an den Endverbraucher nennt man auch „End User Sales“. Die direkte Vermarktung und der Verkauf einer Domain an einen End-User ist jedoch kein leichtes Unterfangen. Man benötigt viel Zeit, Geduld, Geld und Verhandlungsgeschick.

Faktor Zeit:
Im ersten Schritt erfolgt die Recherche:  Der potentielle Käuferkreis muss eingegrenzt werden. Für wen könnte die Domain interessant sein? Welche Branchen und Unternehmen  könnten die Domain verwenden und hätten großen Nutzen davon? Nachdem man seine Zielgruppe definiert hat, folgt der nächste Schritt: Wie erreiche ich diese Zielgruppe? Wie nehme ich am besten Kontakt auf? Bis man den richtigen Ansprechpartner gefunden hat, kann viel Zeit vergehen.

Faktor Geduld:
Oft mals stößt man gleich zu Beginn der Kontaktaufnahme auf eine Hürde: Was kann ich tun, um das Vertrauen des potentiellen Käufers zu erlangen und ihm die Seriosität meines
Unterfangens klarzumachen? Viele potentielle Interessenten wissen noch zu wenig über Domains und deren Wertigkeit für das eigene Unternehmen. Man kann also nicht davon  ausgehen dass der Interessent denselben Wissenstand im Domaingeschäft hat wie man selbst. Die meisten benötigen eine Einführung in die Th emen „Domain-Marketing“, „Type-In- Traffi c“ und „Domainbewertung“. Erst dann erschließt sich die positive Wirkung von Domains auf den ROI und warum eine gute Domain ihren Preis hat.

Faktor Geld:
Fakt ist – je mehr potentielle Interessenten man hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Domain zum Wunschpreis verkauft wird. Fakt ist aber auch, dass viele Unternehmen (respektive End User) noch nicht proaktiv auf der Suche nach hochwertigen Domains sind. Daher benötigt man eine gute Werbestrategie, um so viele Interessenten wie möglich zu erreichen und auf seine Domain oder sein Portfolio aufmerksam zu machen. Online-Werbung und Anzeigenschaltungen in Magazinen, Besuche auf Fachmessen und Email-Marketing sind Möglichkeiten, um Endkunden effizient anzusprechen. Allerdings sind sie auch kostenintensiv.

Faktor Verhandlungsgeschick:
Hat man einen oder mehrere Interessenten für die Domain gewonnen, gilt es taktisch zu verhandeln. Oftmals gestalten sich genau diese Verhandlungen als besonders schwierig und zeitaufwändig und nicht wenige scheitern im Vorfeld: zum Beispiel aufgrund von Sprachbarrieren. Darüber hinaus sollte man bei mehreren Interessenten nicht den Überblick verlieren und sich am Ende „verpokern“. Ein gutes Gespür und viel Erfahrung sind das A und O für eine erfolgreiche Einigung. Eines wird klar: Die Vermarktung einer Domain an End User erfordert Geschick, ist kostspielig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Nicht jeder kann oder will diese Arbeit auf sich nehmen. Für viele Domaininhaber und Portfoliobesitzer ergibt sich der Eindruck, dass der Verkauf an End User ein wenig Erfolg versprechendes Unterfangen ist. Land in Sicht. Mittlerweile verstehen allerdings immer mehr Unternehmen die Bedeutung von Domainnamen und zeigen sich bereit, in sie zu investieren. Ein Blick auf die aktuelle „Top 10 Liste“ der teuersten .de-Domainverkäufe über Sedo zeigt, dass das Interesse von End-Usern an hochwertigen Domains stetig zunimmt.

Domain Verkaufspreis
Flatrate.de 160.000,00 €
Pc.de 158.700,00 €
Hardware.de 105.910,00 €
Büromöbel.de 69.000,00 €
1a.de 63.000,00 €
Seereise.de 59.500,00 €
1.de 56.000,00 €
Grafi kkarte.de 52.360,00 €
Designer.de 50.000,00 €
Entsorgung.de 49.980,00 €

 

Allein sieben dieser zehn Domains wurden von unternehmerisch tätigen End Usern gekauft. Dabei wurden alle Möglichkeiten, die Domain-Marketing bietet, auch wahrgenommen: von der Weiterleitung der Domain zur Hauptseite bis hin zur kompletten Projektierung der Domain. Das prominenteste Beispiel für einen erfolgreichen End User Sale war sicherlich der  Verkauf der Domain vodka.com für 3 Mio. US$ an den Inhaber der russischen Vodka-Marke Russian Standard. Für den neuen Besitzer hat sich der Kauf gelohnt und der vermeintlich hohe Preis von mehreren Millionen US-Dollar hat sich schon innerhalb weniger Jahre amortisiert. Doch es muss nicht immer teuer sein: Als der Käufer der Domain hawaii.de, ein Reiseanbieter für die Region, auf den Verkauf der Domain aufmerksam gemacht wurde, hatte er sich zuvor noch nie Gedanken über eine passende Domain gemacht. Das Thema war ihm neu. Doch sein Interesse war geweckt. Es fand ein reger Austausch statt, Berechnungen wurden aufgestellt und schlussendlich hat der Käufer die Domain für 22.000 EUR erworben. Auch hier hat sich der Betrag nach zwei Jahren amortisiert.

Die Brücke vom Domain-Inhaber zum End User.
Viele End User schauen zunächst auf dem Primärmarkt, also bei einem Provider nach, ob die Wunschdomain noch frei ist. Wenn sie vergeben ist, denken sie, ihnen bliebe nur die Möglichkeit, auf eine Alternative auszuweichen. Dass es einen Sekundärmarkt gibt, wissen viele nicht. Um End Usern den Zugang zum Sekundärmarkt zu öffnen, wurde SedoMLS eingeführt: Durch SedoMLS können End User ihre Wunschdomains mit nur einem Klick direkt beim Provider kaufen: schnell, unkompliziert und ohne langwierige Verhandlungen. Das kommt auch Domain-Verkäufern entgegen, da sie ihre Domains in der ersten Reihe platzieren können und durch den Wegfall der Verhandlungen viel Zeit sparen. Mit dieser Methode kommt man dem End User geschickt entgegen. Allerdings ist man auch hier auf das Erst-Interesse des Käufers angewiesen. Um auch End User zu überzeugen, die noch nicht mit diesem Thema vertraut sind, sollte man einen Schritt weiter gehen und proaktiv auf potentielle Käufer zugehen. Hier kommen wieder die Faktoren Zeit, Geduld, Geld und Verhandlungsgeschick zum Tragen.

Praxisbeispiel                                                                                                                                                                                                                                                                                                        In diesem Jahr entwickelt Sedo für Domain-Verkäufer verschiedene Module, die das Netzwerk zu End Usern noch weiter vergrößern und den Domain-Verkauf an bestimmte Zielgruppen ausbauen sollen. Wir möchten in Zukunft im Auftrag der Verkäufer End User individuell und ohne Umwege ansprechen. In jedem Quartal wird der Schwerpunkt dabei auf eine Branche gelegt und gezielt nach hochwertigen und passenden Domains gesucht, die den Entscheidern der Branche proaktiv angeboten werden. In diesem Quartal lautet das Thema „Reise und Tourismus“.

Um die Reisebranche und einzelne Unternehmen auf passende Domains aufmerksam zu machen, kommt eine Vielzahl an Marketinginstrumenten zum Einsatz:

  • Präsenz und eigener Stand auf der ITB, dem weltweit größten Fachkongress der Touristik-Branche
  • weltweite Anzeigenkampagnen in den wichtigsten Fachmagazin für Entscheider der Touristik-Branche
  • Sonder-Auktion während der ITB, um größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen a individuell gestaltete Landingpages, um zum Verkauf stehende Domains in das beste Licht zurücken
  • Veröffentlichung von Testimonials und Erfolgsgeschichten von bekannten End Usern der Branche, die erfolgreich in Domains investiert haben
  • Direktansprache der Unternehmen und maßgeschneiderte Domain-Angebote
  • ausführliche Exposés für Premium-Domains
  • Pressekampagnen
  • Mailings und Einsatz von Social Web – Medien.

Mit der direkten Ansprache und den bereits erwähnten Maßnahmen wird der Domain-Verkauf an End User viel effizienter und erfolgreicher. Alles, was jetzt noch benötigt wird, sind die passenden Domainnamen – an dieser Stelle sind Domain-Inhaber gefragt.

Semra Körner, SEDO GmbH

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Bildkontakte.de ./. Bild-kontakte.de: Erneuter Sieg für beschreibenden Domainnamen

Geschrieben am 07 Oktober 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 02

OBERLANDESGERICHT DÜSSELDORF IM NAMEN DES VOLKES – URTEIL
Entscheidung vom 2. Februar 2010, Aktenzeichen l-20 U 74/09 (war: 34 O 164/08 Landgericht Düsseldorf). In dem Rechtsstreit … gegen …. hat der 20. Zivilsenat des  Oberlandesgerichts Düsseldorf auf die mündliche Verhandlung vom 15. Dezember 2009 durch … für RECHT erkannt: Die Berufung des Klägers gegen das am 25. März 2009 verkündete Urteil der 4. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Düsseldorf wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Gründe:

A.)
Es wird auf die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Urteils Bezug genommen, durch das die auf die beiden deutschen „Bildkontakte“- Marken des Klägers 30535344  (Wort-/Bildmarke) und 30535350 (Wortmarke) gestützte, auf die Freigabe Domain des Beklagten „bild-kontakte.de“ gerichtete Klage abgewiesen worden ist. Mit seiner Berufung verfolgt der Kläger unter Bezugnahme auf sein erstinstanzliches Vorbringen und dessen Vertiefung sein nunmehr um zwei Hilfsanträge ergänztes Klagebegehren weiter. Er meint  weiterhin, dass dem Wort „Bildkontakte“ dank Eintragung Markenschutz zukomme, zudem aber auch allein schon wegen seiner Verkehrsgeltung infolge hoher Bekanntheit seiner, des  Klägers, gleichlautenden Internetadresse. Der Kläger nimmt für sein Markenwort auch den erweiterten Bekanntheitsschutz in Anspruch. Schließlich macht der Kläger noch ergänzenden wettbewerbsrechtlichen Leitungsschutz geltend und sieht im Verhalten des Beklagten eine Wettbewerbsbehinderung.
Der Beklagte sei mit der Nutzung des angegriffenen Domainnamens ein sog. Trittbrettfahrer, der die Bekanntheit seines, des Klägers, Markenwortes ausbeute und beeinträchtige, das für „eine der führenden Singlebörsen“ genutzt werde. Er, der Kläger, habe seit 2006 mehr als 2 Millionen Euro für Werbung ausgegeben.
Der Kläger beantragt, das angefochtene Urteil abzuändern und den Beklagten zu verurteilen, durch schriftliche Erklärung die Internetdomain „bild-kontakte.de“ gegenüber der  zuständigen Vergabestelle, der DENIC Domainverwaltungs- und Betriebsgesellschaft e.G., Frankfurt am Main, freizugeben, hilfsweise den Beklagten unter Androhung von  Ordnungsmitteln zu verurteilen, es zu unterlassen, auf der von ihm betriebenen Internetdomain www.bild-kontakte.de Verlinkungen zu branchengleichen Kontaktbörsen oder  ähnlichen Dienstleistungen, insbesondere pornographischen Internetseiten, bereitzustellen, weiter hilfsweise den Beklagten zu verurteilen, auf der von ihm betriebenen Internetdomain www.bild-kontakte.de eine Verlinkung zu der klägerseits betriebenen Internetdomain www.bildkontakte.de einzustellen.
Der Beklagte beantragt Zurückweisung der Berufung. Er bezieht sich ebenfalls auf seinen erstinstanzlichen Vortrag und verteidigt das angefochtene Urteil. Wegen der Einzelheiten des Vortrags der Parteien in zweiter Instanz wird auf die von ihnen hier gewechselten Schriftsätze verwiesen.

B.)
Die zulässige Berufung des Klägers hat in der Sache keinen Erfolg. Das Landgericht hat die Klage zu Recht und mit zutreffender Begründung, die sich der erkennende Senat zu eigen macht, abgewiesen.
Der Kläger bezieht sich nunmehr in der Berufung nicht nur auf seine registrierten Marken, sondern auch noch auf eine Benutzungsmarke sowie ausweislich der angeführten  Vorschriften auf den Schutz geschäftlicher Bezeichnungen.
Die klägerische eingetragene Wortmarke „bildkontakte“ wird durch die Nutzung des Namens „bild-kontakte.de“ für die Domain des Beklagten, auf der er Vermarktungsflächen für  Kontaktbörsen bereit hält, deshalb nicht nach § 14 Abs. 2 Nr 1 und 2 MarkenG verletzt, weil die Beklagten-Tätigkeit nicht unter das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis der Marke fällt, nicht einmal unter das der Klasse 35 zugeordnete „Merchandising; Marketing auch in digitalen Netzen“. Der Begriff „Marketing“ kann nicht so verstanden werden, dass er jedwede Geschäftsaktion mittels des Internet bezeichnet. Denn dann würde sich die Eintragung der Marke – querschnittartig – auf den gesamten Bereich der kommerziellen Nutzung des  Internets beziehen. Gemeint sein können nur Dienstleistungen spezifisch für die Marketingbranche. Hierfür nutzt der Beklagte die Bezeichnung „bild-kontakte.de“ aber nicht.
Die klägerische Wort-/Bildmarke ist demgegenüber zwar auch für „Vermittlung von Bekanntschaften, auch mittels Internet (Online-Dating)“ geschützt. Die Wort-/IBildmarke wird durch die Übernahme allein des Wortbestandteils „bildkontakte“ gerade in Bezug auf diese Dienstleistung aber nicht als Hinweis auf die betriebliche Herkunft benutzt. Der  Wortbestandteil wirkt für dieses Produkt vielmehr rein beschreibend, insofern nämlich, als Bekanntschaften oder eben „Kontakte“ unter Beifügung von „Bildern“ vermittelt werden. Innerhalb der Wort-/Bildmarke käme dem Zeichenbestandteil „bildkontakte“ als Grundlage einer Verwechslungsgefahr erst dann Bedeutung zu, wenn sich das Wort im Verkehr als  Hinweis auf die betriebliche Herkunft der Vermittlungsleistungen aus einem bestimmten Unternehmen im Sinne des § 8 Abs. 3 MarkenG durchgesetzt, das Wort also seinen  beschreibenden Charakter verloren hätte. Angesichts eines beträchtlichen Freihalteinteresses hinsichtlich der beschreibenden Angabe „Bildkontakte“ für Bekanntschaftsvermittlungen unter Einsatz von Bildern sind an eine Verkehrsdurchsetzung nach § 8 Abs. 3 MarkenG sehr strenge Anforderungen zu stellen. Verkehrsbekanntheitsgrade, wie sie für die Annahme einer Benutzungsmarke nach § 4 Nr. 2 MarkenG an einem an sich unterscheidungskräftigen Zeichen ausreichen mögen, genügen für die Bejahung einer Verkehrsdurchsetzung bei weitem noch nicht.
Der vom Kläger nunmehr angeführte Markenschutz für das Wort „Bildkontakte“ aufgrund Verkehrsbekanntheit nach § 4 Nr. 2 MarkenG ist nach den vorstehenden Ausführungen ebenfalls zu verneinen. Auch hier bedürfte es der Verkehrsdurchsetzung zur Überwindung des Schutzhindernisses fehlender Unterscheidungskraft. Es müsste substantiiert  vorgetragen werden, dass das Wort „Bildkontakte“ in Bezug auf die „Vermittlung von Bekanntschaften“ die angesprochenen Verkehrskreise in einem so hohen Maße auf einen  bestimmten Anbieter hinweisen – und nicht mehr nur die – Dienstleistung in ihrer Art beschreiben – würde, dass das Interesse der Branche an einer freien Benutzung des Begriffs  zurücktreten könnte. Hierzu fehlt jedweder konkrete Vortrag, insbesondere auch, was die bundesweite Bekanntheit der Kontaktbörse bei allen potentiellen Interessenten genau mit der Bezeichnung „Bildkontakte“ angeht, ein Wort, das ja nicht die Firma des Klägers bildet. Der Kläger verweist nur auf seinen Bekanntheitsgrad und seinen Ruf als seriöse Kontaktbörse. Die Zahl von 1,4 Millionen Internet-Usern steht im Raum, ohne dass sie substantiiert wäre. Internet User können zum einen diejenigen sein, die schlichtweg die Seite nur im Rahmen des kostenfreien Bereichs aufrufen. Gemeint sein können aber auch diejenigen, die kostenpflichtig schon Verträge mit dem Kläger geschlossen haben. Geht es bei den Usern um  diejenigen, die nur die Seite aufrufen, wäre genau zu substantiieren, wer dies zu welchen Zwecken tut. Unter Umständen handelt es sich auch um künstliche „Hits“, die vom Unternehmen selbst generiert werden und hohe Trefferzahlen verursachen. All das bleibt im Unklaren und wurde vom Kläger weder in erster noch in zweiter Instanz substantiiert, obwohl der Vortrag ausdrücklich von der Gegenseite bestritten wird.

Unzulänglich ist der Vortrag des Klägers auch zu dem erweiterten Schutz für bekannte Marken nach § 14 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG. Er würde voraussetzen, dass das Wort „Bildkontakte“ für andere Produkte als den Betrieb einer Kontaktbörse als Marke bekannt wäre und seine Verwendung  nunmehr für eine Kontaktbörse die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung der Marke auf den anderen Gebieten unlauter ausnutzen oder beeinträchtigen würde. So etwas ist  bei einem beschreibenden Verständnis und der Annahme eines Freihaltebedürfnisses nicht leicht anzunehmen.

Am Wort „Bildkontakte“, das ja nicht die Firma des Klägers bildet, kommt ihm auch kein Schutz für Unternehmenskennzeichen nach § 5 Abs. 2 MarkenG zu. Damit eine Domain als geschäftliche Bezeichnung geschützt ist, ist nach der Rechtsprechung  des Bundesgerichtshofs erforderlich, dass sie auch als Teil eines Unternehmenskennzeichens verwendet wird (BGH, NJW 2005, 1198 – soco.de; OLG München, ZUM 2000, 71 = CR  1999, 778 – tnet; KG, NJW-RR 2003, 1405-arena-berlin; LG   Frankfurt a.M., CR 1999, 190 – warez.de; LG Braunschweig, MMR 1998, 272 = CR 1998, 364 – deta.com; unzutreffend insofern LG München I, GRUR 2000,800 = CR 1999, 451 = K&R 1999, 237 – fnet). Ein solcher Vortrag diesbezüglich fehlt aber. Zunächst einmal ist die Domain www.bildkontakte.de nur eine Domain, unter der ein Kontaktdienst mit anderer Firma  betrieben wird. Es ist nicht vorgetragen worden, dass die Bezeichnung „Bildkontakte“ auch im weiteren Sinne als Bestandteil der Firma verwendet wird. Für sie müssten nach der  Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsprechende Unterlagen, z.B. Visitenkarten oder Firmenbriefköpfe vorgelegt werden. An einem solchen Vortrag fehlte es hier aber.

Dem Kläger kommt ebenso wenig der geltend gemachte lauterkeitsrechtliche Schutz zu. Er beansprucht für sein Internetangebot unter der Bezeichnung „bildkontakte“ ergänzenden wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutz nach § 4 Nr. 9 UWG. Eine Nachahmung der Dienstleistung eines Mitbewerbers liegt hier aber nicht vor. Der Beklagte betreibt vielmehr über seine Homepage eine Domainverlinkungsagentur. Im Kern besteht seine Seite daraus, dass er Suchbegriffe auf die Homepage stellt und entsprechende Links verschiedensten Dienstleistern, die schon im Web sind, anbietet. Dass sich unter diesen Anbietern, auf die Links gesetzt werden, auch Kontaktbörsen befinden, begründet noch nicht den Vorwurf, der  Beklagte übernehme eine Dienstleistung des Klägers oder ahme sie nach. Schon von daher fehlt es an einer Grundlage für die Gefahr, hier werde eine vermeidbare Herkunftstäuschung herbeigeführt oder die Wertschätzung einer Dienstleistung unangemessen beeinträchtigt. Zudem ist auch hier zu berücksichtigen, dass die übereinstimmende Angabe „Bildkontakte“ in  der Verwendung durch den Kläger beschreibend wirkt. Das Fehlen kennzeichenrechtlichen Schutzes kann nicht mit der Inanspruchnahme des Lauterkeitsrechts überspielt werden.
Der Vorrang der kennzeichenrechtlichen Beurteilung des Sachverhalts steht der Annahme einer gezielten Behinderung nach § 4 ‚Nr. 10 UWG ebenfalls entgegen. Besondere Anhaltspunkte für ein behinderndes Vorgehen fehlen.
Der erste Hilfsantrag ist unbestimmt, wie in der Berufungsverhandlung angesprochen worden ist. Denn er stellt darauf ab, dass Verlinkungen zu „branchengleichen“ Kontaktbörsen oder „ähnlichen Dienstleistungen“ bereitgestellt würden. Die „Branchengleichheit“ der Kontaktbörsen wird nicht erläutert. Vor allem aber ist die Angabe „ähnliche Dienstleistungen“ inhaltlich unbestimmt. Der überraschende Zusatz „insbesondere pornografische Internetseiten“ vergrößert die Unklarheit. Denn der Kläger betreibt überhaupt keine pornografischen Internetseiten. Man versteht deshalb nicht, was das Anbieten pornografischer Internetseiten mit der „Branchengleichheit“ oder ,,Ähnlichkeit“ zu tun haben soll. Im übrigen fehlen bei  den Hilfsanträgen Anhaltspunkte für die Begründetheit. Es fehlt an jedwedem Vortrag dazu, wieso der Kläger eine kostenlose Verlinkung verlangt. Was den ersten Hilfsantrag angeht,  so hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung „vossius.de“ (GRUR 2002, 706) zwar Ausführungen zum Interessenausgleich hinsichtlich Domain-Namen gemacht, dies ist aber nur  auf Gleichnamigkeitsfälle bei Namen bezogen.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 708 Nr. 10. § 713 ZPO.
Da die Entscheidung nur auf einer Würdigung der Umstände des Streitfalls beruht, besteht kein Grund für die Zulassung der Revision.
Streitwert für das Berufungsverfahren: 10.000 € (nach der nicht angegriffenen Wertfestsetzung im landgerichtlichen Urteil).

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Kurze Einführung in .at – die österreichische Registry

Geschrieben am 06 Oktober 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 02

Mit „.at“ Domains können Sie den Kernmarkt von über 100 Millionen deutschsprachigen Einwohnern in Österreich, Deutschland und der Schweiz adressieren. Wie einfach das sein kann und worauf zu achten ist, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Das Thema ccTLDs – und damit auch .at mit aktuell knapp einer Million registrierten Domains beginnt, im internationalen Domainermarkt mehr und mehr an Bedeutung zu gewinnen. Die optimale Nutzung des „Domain-Longtails“ bietet vermehrt lukrative Möglichkeiten, auch abseits der mittlerweile überlaufenen .com Zone sowie diverser anderer altbekannter TLDs in der Domainerszene erfolgreich zu agieren.

Vorteilhaft bei .at: Es bestehen keinerlei Restriktionen, was die Herkunft des Domaininhabers und aller anderen Kontakte betrifft. Jede natürliche Person mit einem Alter ab 18 Jahren und auch jede juristische Person weltweit kann eine .at Domain registrieren. Einzig zwei korrekt konfigurierte Nameserver sind leicht zu nehmende Voraussetzungen für eine Registrierung.

Zweifache Vorteile durch .at -Domains.

Eine .at – Registrierung ist für Domainer doppelt interessant. Durch die Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinenbetreiber Google ist .at besser in Google „sichtbar“ als alle anderen TLDs weltweit. Das ist ein ganz entscheidender Vorteil, da mehr als achtzig Prozent aller Suchanfragen mittlerweile über Google laufen. Diese Suchanfragen sind neben „Type-ins“ die wesentlichen Quellen für den Zustrom an Besuchern auf einer Website. Eine zeitnahe Indizierung der kompletten .at Zone und besonders der Neuregistrierungen sorgt bei .at -Domains für ein unschlagbares Verhältnis der in Google gelisteten Seiten unter der TLD zur Anzahl der registrierten Domains in einer TLD. Sie ist im Moment mit dem Wert von 1141 unschlagbar (Vergleich: .de = 645, .com = 323, .eu = 188). Eine qualitative Auswertung der .at – Zone mit Blick auf die Nutzung der Zone liefert weitere interessante Informationen: zum Beispiel die Pay-Per-Click Nutzung sowie Antworten auf die Frage, in welchem Land die Domain tatsächlich gehostet wird.

Der Start mit .at -Domains.

Wie startet man mit einer .at -Domain durch? Man kontaktiert entweder einen der über 420 akkreditierten .at Registrare (siehe http://www.at-partner.at) oder wird selbst zum .at Registrar. Mit Ausnahme der 180 Euro Mindestumsatz pro Monat existieren keinerlei Zugangsbeschränkungen. Technisch ist die Integration durch eine EPPSchnittstelle, die dem im Domaingeschäft gewohnten EPP Standard ähnlich ist, sehr einfach. Darüber hinaus steht Registraren ein umfangreiches Web-Interface zur Verfügung, das alle Registry-Funktionen abbildet. Ein Finger-Service ermöglicht die unlimitierte Abfrage der Verfügbarkeit von Domains in Echtzeit. Für Domainer besonders spannend: der automatisierte Zugriff auf eine Liste aller registrierten .at Domains. Fragen Sie uns einfach nach einem Testzugang, um sich mit dem EPP-Interface und dem Registrar-Web vertraut zu machen (www.nic.at/become_registrar).

Beachten Sie auch bei .at -Domains rechtliche Dinge.

Neben einem Registrarpreis auf internationalem Niveau gibt es für Registrare immer wieder Sonderaktionen. Eine der Aktionen bezieht sich auf den Preis für .at Domains. In zwei frei selektierbaren Monaten pro Jahr liegt der Einkaufspreis von .at Domains für Neuregistrierungen deutlich unter dem Einkaufspreis von beispielsweise .com oder auch .de Domains.

Aus rechtlicher Sicht gelten ähnliche Einschränkungen wie bei anderen Registries. Sie müssen Namens-, Marken- und sonstige Rechte beachten; falls Sie es nicht tun, kann das  Nichteinhalten zum Verlust der Domain führen. Besonders groß ist diese Gefahr in Fällen, in denen sich die Domain an berühmte Marken bzw. Namen „anlehnt“. Dies passiert oftmals durch die Registrierung einer Domain mit einem zu einer Marke identischen Wortlaut oder einer Domain, die durch Tippfehler versucht, die Bekanntheit einer Marke oder eines Namens auszunutzen. Gerade in den Fällen, in denen die Webseite (meist bei Parkingseiten) auf thematisch verwandte Angebote verweist, haben diese Unternehmen größtes Interesse daran, Rechtsverletzungen zu beseitigen. Sollte es trotz aller Vorsicht zu Problemen mit Domains kommen, steht Ihnen unsere Rechtsabteilung zur Verfügung, um Sie zu unterstützen und die Probleme schnellstmöglich aus dem Weg zu räumen.
Kontakt
E-Mail: registrar@nic.at
Telefon: +43.662.4669-845
Website: www.nic.at

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Typosquatting durch Provider – unsittlich und rechtlich auf dünnem Eis?

Geschrieben am 27 September 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 02

Wer sich früher beim Eintippen einer Domain in der Adresszeile des Browsers verschrieb und damit eine nicht existierende Domain erreichen wollte, erhielt eine DNS-Meldung, dass der Server nicht gefunden werden kann. Anfang 2009 gingen auch in Deutschland Internetprovider dazu über, ihren Kunden statt dieser Meldung eine eigene Webseite mit Suchmöglichkeit und einer Liste mit alternativen Zielvorschlägen anzubieten. Dafür verändern die rekursiven Nameserver der Provider die so genannte NXDOMAIN-Antwort (Antwort, dass die Domain nicht existiert) des zuständigen autoritativen Nameservers. Der Client des Kunden erhält also eine gefälschte Antwort, die den Anwender meist auf eine Webseite des Providers leitet. Wie heise.de Mitte April 2009 berichtete, leiten beispielsweise Hansenet, Kabel Deutschland und die Deutsche Telekom ihre DSLKunden bei der Eingabe von nicht existierenden Domains oder Hostnamen standardmäßig auf spezielle „Navigationshilfe“-Seiten um. Den Hauptgrund für diese Praxis sieht Geoff Huston vom Asia Pacific Network Information Centre (APNIC) in dem Versuch der Provider, mit den generierten Werbeeinnahmen ihre Investitionen in eine immer aufwändigere DNS-Infrastruktur zu refinanzieren. Diesen Versuch unternahm 2003 bereits Network Solutions, das damals zu Verisign gehörte. Die ICANN beanstandete diese Praxis mit Hinweis auf bestehende Verträge, was Verisign und Network Solutions dazu veranlasste, den Versuch wieder zu beenden.

Nicht nur Unsitte, sondern rechtlich kritisch.

Provider, die dieses auch als „NXDOMAIN Substitution“ bekannte Verfahren praktizieren, verhalten sich, wie Christoph Hochstätter von zdnet.de Ende Dezember 2009 berichtete, keineswegs nur „unsittlich“. Sie begeben sich auch rechtlich auf dünnes Eis. Juristisch ist die in diesem Artikel vertretene Auffassung allerdings nicht eindeutig zu klären, dass NXDOMAIN Substitution gegen §202b des Strafgesetzbuches (StGB) verstößt. Der Paragraf stellt das unbefugte Anfangen von Daten aus „nichtöffentlichen Datenübermittlungen“ unter Strafe. So stimmt Dr. Torsten Bettinger, Fachanwalt für IT-Recht in München, dieser Rechtsauffassung durchaus zu. Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt und Herausgeber des Newsletters von domain-recht.de, sieht das anders: „Es spricht zunächst nichts dafür, dass die Antwort des DNS an den Resolver, dass die Domain nicht existiert, von § 202b StGB erfasst ist. Zu beachten ist, dass § 202b StGB keinen Versuchstatbestand aufweist. Interessant wird es deshalb erst, wenn der Nutzer auf dem vom Diensteanbieter eingespielten Angebot Daten eingibt.“ Allerdings müsse, so Dingeldey, der Gesetzgeber noch genauer festlegen, ob die Daten, die Internetprovider bei dieser Praxis von ihren Kunden erhalten, überhaupt vom Sinn und Zweck der gesetzlichen Norm umfasst sind.

Weiterleitung auf T-Online Navigationshilfe

Einig sind sich Bettinger und Dingeldey darin, dass dieses Verfahren gegen das in §88 TKG (Telekommunikationsgesetz) geregelte Fernmeldegeheimnis verstößt. Laut §88 TKG Absatz 3 ist es Diensteanbietern untersagt, „sich oder anderen über das für die geschäftsmäßige Erbringung der Telekommunikationsdienste einschließlich des Schutzes ihrer technischen Systeme erforderliche Maß hinaus Kenntnis vom Inhalt oder den näheren Umständen der Telekommunikation zu verschaffen.“ Auf einen weiteren juristisch ungeklärten Aspekt hat Blogger Richard Martin hingewiesen. Der Inhaber einer Domain, die gegen Marken- oder Kennzeichenrechte verstößt, kann abgemahnt werden. Provider können derzeit aber nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie eine nicht existierende Domain mittels NXDOMAIN Substitution auf eigene Seiten umleiten und so gegebenenfalls Werbeeinnahmen erzielen. „Im Einzelfall ist nicht ausgeschlossen, dass ein Domaininhaber mit Hinweis auf seine Markenrechte gegen Internetprovider juristisch vorgehen kann“, sagt Dr. Torsten  Bettinger. Schwierig sei dann allerdings der Nachweis, dass ein anderer als der Provider des Domaininhabers eine Verletzung der Markenrechte begangen habe, so Bettinger weiter.

Technische Schwierigkeiten von NXDOMAIN Substitution.

Neben den juristischen Problemen treten sicherheitskritische Schwierigkeiten auf. Bereits 2008 warnte das Security and Stability Advisory Committee(SSAC) der ICANN vor der Fälschung von DNS-Antworten. Das Grundproblem von „DNS-Umleitungen“ sind Verstöße gegen die DNS-Protokollhierarchie. Alle Anwendungen können die DNS-Antwort NXDOMAIN interpretieren. Die Webseiten, auf die die IP-Adressen in den gefälschten Antworten leiten, sind jedoch lediglich für Anwendungen auf Basis des HTTP-Protokolls sinnvoll zu verarbeiten. Laut dem Bericht SAC 032 des SSAC können veränderte NXDOMAIN-Antworten insbesondere Dienste wie E-Mail, Internettelefonie und weitere Internetdienste stören. „Es ist schlicht ungünstig, dass NXDOMAIN als „Fehlercode“ bezeichnet wird und damit die Rechtfertigung für diese Praxis gibt. Der vermeintliche Fehler ist ein wichtiges Feature, auch deshalb, weil das Internet ja nicht nur aus dem Web besteht“ betont auch Peter Koch, DNS-Experte der DENIC.

In ihrer Auflistung möglicher Schwierigkeiten weisen die Experten des SSAC außerdem darauf hin, dass es problematisch ist, wenn Informationen, die der Domaininhaber für seine Zone definiert habe, ohne Wissen des Anwenders oder Zonenbetreibers durch Dritte verändert würden. Insbesondere zerstört die „NXDOMAIN Substitution“ die Vertrauenskette zwischen Domains und ihren Subdomains. Dies gilt natürlich nur, wenn die Domain existiert und der Anwender sich lediglich bei der Eingabe einer Subdomain verschreibt. Die Veränderung von DNS-Antworten widerspreche damit grundsätzlich den Interessen des Domaininhabers, so das SSAC.

Die große Bedeutung, die die Unterbindung dieser Praxis bei der ICANN hat, verdeutlicht der im November 2009 veröffentlichte vorläufige Bericht „Harms Caused by NXDOMAIN Substitution in Toplevel and Other Registry-class Domain Names“. Darin betont die ICANN, dass es Bewerbern für neue TLDs untersagt ist, die NXDOMAIN-Antworten ihrer autoritativen Nameserver zu modifizieren. Von Bewerbern, die eine wie auch immer implementierte „DNSUmleitung“ dennoch anbieten möchten, erwartet die ICANN eine ausführliche Begründung, wie die zukünftige Registry die technischen Probleme verhindern will. Um sicherheitskritische Probleme zu vermeiden, empfiehlt das SSAC beispielsweise eine Kennzeichnung durch Betreiber von rekursiven Nameservern, die die Veränderung von DNS-Antworten nicht generell beenden möchten. Außerdem sollten die Nutzer die Möglichkeit haben, sich durch ein „Opt-out“ wieder die echten DNS-Antworten der autoritativen Nameserver anzeigen zu lassen. Dass die Nutzer sich wenig über die Hintergründe der Weiterleitung Gedanken machen, lässt sich aus folgenden Zahlen ersehen: Bei der Deutschen Telekom haben sich bislang nur weit unter einem Prozent der Kunden für ein „Opt-out“ entschieden. Bei Hansenet, Anbieter von Alice DSL, beziffert Pressesprecher Carsten Nillies den Anteil dieser Kunden auf weit unter fünf Prozent. Und auch Kabel Deutschland verzeichnet, so die Pressestelle, kaum telefonische Anfragen von Kunden, die sich auf einen Nameserver ohne NXDOMAIN Substitution umschalten lassen möchten. Es besteht angesichts der geringen Nachfrage wohl kaum die Möglichkeit, dass die Praxis beendet wird.

Andreas Mayer, freier Journalist

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DENIC-Mitgliedschaft für Domainer — wann und wie lohnt sie sich?

Geschrieben am 25 März 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe Nr. 02

Die Vorteile der eigenen DENIC-Akkreditierung nutzen und den technischen Betrieb outsourcen

Die Mitgliedschaft bei der deutschen Registrierungsstelle DENIC eG ist einfacher zu realisieren, als viele Menschen denken, und die Vorteile liegen auf der Hand: Als DENIC-Mitglied ist ein Domainer stimmberechtigt und nimmt beispielsweise bei der Generalversammlung Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Domainer können so ihre Interessen als Teil der Internet-Community vertreten und erhalten frühzeitig Informationen über geplante Änderungen am Registrierungssystem. Weitere wichtige Punkte, die für eine Mitgliedschaft bei der DENIC sprechen: Domain-Preise und Sicherheitsfragen. Als DENIC-Mitglied verwalten Domainer ihre .DE-Domains auch formal unmittelbar bei der DENIC – dazwischen agiert kein Registrar, sprich anderes DENIC-Mitglied, mehr. Und DENIC-Mitglieder beziehen .DE-Domains natürlich zum Registry-Preis: Günstiger geht es nicht.

DENIC-Mitgliedschaft outsourcen
Vor die Freude haben die Götter jedoch den Schweiß gesetzt. Auch die DENIC treibt mit ihrem Anforderungskatalog manchem interessierten Domainer die Schweißperlen auf die Stirn. Sind die formalen und finanziellen Hürden genommen, warten noch eine Reihe von technischen Vorgaben auf das künftige DENIC-Mitglied. Im laufenden Betrieb sind ebenfalls immer wieder Änderungen zu implementieren. Jüngstes Beispiel: das neue Providerwechselverfahren mit AuthInfo-Code. Insbesondere der technische Aufwand macht es für Domainer oft uninteressant, eine eigene DENIC-Mitgliedschaft anzustreben. Deshalb ist das Outsourcing des technischen Betriebs eine interessante Option. Die formale Mitgliedschaft bleibt dabei uneingeschränkt erhalten, nur der Betrieb des Registrierungssystems wird ausgelagert. Auch um das Hosting der Server und um die laufende Betriebsüberwachung muss sich der Domainer nicht kümmern. Er kann sich dadurch ganz auf die Monetarisierung seines Domainportfolios konzentrieren.

Domain-Management: Alles unter (einem) Dach und Fach
Bei der Verwaltung der DENIC-Mitgliedschaft über das browserbasierte Domain-Management-System PartnerGate stehen dem Domainer über .DE hinaus noch über 300 weitere Domain-Endungen und damit nahezu alle weltweit verfügbaren Top-Level-Domains zur Verfügung. Viele davon können sogar in Echtzeit registriert und verwaltet werden. Auch wer unterwegs eine zündende Idee für eine Domain hat, kann sie jederzeit mit der iPhone-App domains2go registrieren. Mit domains2go hat der Domainer sein komplettes PartnerGate-Domainportfolio auch mobil stets im Überblick.

Domainvermarkter setzen auf das PartnerGate
Als einer der ersten Domainer hat sich die Domainvermarkter Ltd. & Co. KG für das Outsourcing ihrer DENIC-Mitgliedschaft über das PartnerGate entschieden. InterNetWire begleitete das Unternehmen auf seinem Weg zur DENIC-Mitgliedschaft mit Rat und Tat. Die Auslagerung des technischen Betriebs einer DENIC-Mitgliedschaft kann sich bereits ab einem Portfolio von wenigen tausend Domains rechnen. Es lohnt sich also, die eigenen Domain-Kosten einmal zu durchleuchten.

Weitere Infos unter: www.kosten-durchleuchten.de

Peter Hupfauer, Manager Domain Services, InterNetWire Communications GmbH

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Eine Lobby für Domainer – das eco Names & Numbers Forum

Geschrieben am 24 Februar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe Nr. 02

Seit fast 15 Jahren vertritt der Verband der Deutschen Internetwirtschaft eco (www.eco.de) die Interessen der deutschen Internetwirtschaft gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. Als Experten-Netzwerk befasst sich eco mit aktuellen Themen wie Internetrecht, Infrastruktur, Online Services und E-Business und bietet den Mitgliedern auf über 80 Veranstaltungen pro Jahr Gelegenheit zum Wissensaustausch mit Fachleuten und Networking mit Geschäftspartnern. Seit etwa einem Jahr hat eco eine eigene Interessenvertretung für Domainer und Unternehmen der Domainbranche: das eco Names & Numbers Forum.

Das eco Names & Numbers Forum bietet Unternehmen der Domainbranche eine Plattform, um gemeinsame Standpunkte zu relevanten Themen zu erörtern und zu entwickeln. Über die Interessenvertretung hinaus, informiert das eco Names & Numbers Forum im Rahmen von Veranstaltungen über aktuelle Entwicklungen auf politischer Ebene, in den Bereichen Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie in technischen Belangen.
Registries, Registrare, Reseller, oder Unternehmen des Zweitmarkts sind dabei genauso willkommen wie Domainer oder Berater. Neben Themen von allgemeiner Bedeutung werden insbesondere in dedizierten Workshops Spezialthemen aufgegriffen, um Experten die Möglichkeit zum vertiefenden Gedankenaustausch und zur Fort- und Weiterbildung zu geben.

Internationale Profilschärfung für deutsche Anbieter Im Jahr 2009 hat eco neun Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Names & Numbers durchgeführt und an zahlreichen Konferenzen zum Thema aktiv teilgenommen. Von eco organisierte Empfänge am Rande der ICANN-Meetings helfen dabei, das Profil deutscher Anbieter auf internationaler Ebene zu schärfen. eco informiert fortlaufend zu aktuellen Themen der Domainbranche und beteiligt sich regelmäßig mit Stellungnahmen oder bei Anhörungen an der politischen Willensbildung auf nationaler und internationaler Ebene.

Stammtisch für Domainer Im Domainbereich soll auch Angenehmes mit Nützlichem verbunden werden. Der neu ins Leben gerufene Domainstammtisch „dotKölsch“ wird von den Teilnehmern hervorragend angenommen. Hier gibt es jeweils nach einem kurzen Fachvortrag Gelegenheit zum informellen Austausch bei Kölsch und lokalen Speisen. Beim ersten Stammtisch im Jahr 2010 mit dem Motto „Wenn die Steuerfahndung zweimal klingelt“ wurden steuerrechtliche Fallstricke rund um das Domaining nach einem ebenso fundierten wie unterhaltsamen Vortrag eines Steuerfahnders lebhaft diskutiert.

Geleitet wird das eco Names & Numbers Forum von RA Thomas Rickert. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Schollmeyer & Rickert Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Büros in Bonn und Frankfurt am Main (www.anwaelte.de). Thomas Rickert ist ein Kenner der Branche und berät seit vielen Jahren im Bereich des Domainrechts.

Interessenten finden weitere Informationen und Veranstaltungshinweise unter http://www.eco.de

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Domain Tasting – leben Totgesagte länger?

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Domain Tasting – leben Totgesagte länger?

Geschrieben am 01 Januar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Spekulieren in Zukunft nur noch die Registrare?

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe Nr. 02

Von Matthias Maier, freier Journalist

Probieren geht über studieren, sagt ein deutsches Sprichwort. In vielen Bereichen des täglichen Lebens bieten Unternehmen daher Proben ihrer Produkte an. Die Kunden sollen sich so von der Qualität überzeugen und zu Käufern werden. Auch bei Domains konnten die „Käufer“ lange Jahre erst einmal „probieren“, ob das Produkt (die registrierte Domain) die Erwartungen in Bezug auf Type-in-Traffic und den damit verbundenen möglichen Werbeerlösen erfüllt. „Anstatt 0,01 Prozent behielten die Registranten signifikant mehr Domains. Der höhere Type-in-Traffic steigerte den potenziellen Gewinn und erlaubte es mehr Registranten und Registraren, an diesem Spiel teilzunehmen und damit die Zahl der dauerhaft registrierten Domains bei den Registrierungsstellen Verisign und PIR (.org) in die Höhe zu treiben. „Dieser überraschende Anstieg der Registrierungen und Gewinne veranlasste die Registrierungsstellen, diese zweite Welle des Domain Tasting insgeheim zu unterstützen“, schrieb Internet-Investor Tom Schilling in seiner Analyse des Phänomens Domain Tasting Ende 2006 auf circleid.com. Schilling vermutete bereits damals, dass die Entwicklung Registrierungsstellen wie Verisign wohl dazu verleiten würde, Schritte gegen das Domain Tasting einzuleiten.

Tatsächlich dauerte es aber noch eine ganze Weile, bis die ICANN gemeinsam mit den Registrierungsstellen die Rahmenbedingungen für die großen generischen Top Level Domains wie Verisign, PIR oder Afilias änderte. Erst im Juli 2008 setzte sie den Rahmen des Möglichen innerhalb der fünftägigen Add-Grace-Period auf entweder 50 Domains oder zehn Prozent der monatlichen Netto-Neuregistrierungen des Registrars. Welches dieser beiden Limits angewendet wurde, hing davon ab, welches für den Registrar mehr Vorteile bot. Zusätzlich schrieb ICANN den Registrierungsstellen vor, ihren Registraren für jede über das gesetzte Limit hinausgehende gelöschte Domain 20 US-Cents zu berechnen. Diese Übergangsregel wurde durch die im April 2009 in Kraft getretene AGP Limits Policy abgelöst. Seither erhält der Registrar für die Löschungen, die über sein individuelles Limit hinausgehen, keine Erstattung der regulären Jahresgebühren vor der Registrierungsstelle. Mitte Dezember 2009 gab die ICANN bekannt, dass die Zahl der innerhalb der Add-Grace-Period gelöschten Domains seit der Einführung der AGP Limits Policy um rund 99,7 Prozent gesunken sei.

Altes Spiel mit neuen Spielern?
Bereits einen Tag, nachdem die ICANN den Erfolg der AGP Limits Policy bekannt gab, meldete das von Andrew Allemann betriebene US-Blog domainnamewire.com, dass eine Wiederauflage des Domain Tastings zu erwarten sei. In seinem Blogeintrag von 17. Dezember 2009 schrieb Allemann, dass sich lediglich die Regeln des Spiels geändert hätten. „Jetzt sind Registrare bei der Zahl der Domains begrenzt, die sich zurückgeben können, also brauchen sie für ihre Erstregistrierungen eine höhere Treffergenauigkeit. Und die bekommen sie dank Daten aus einer ganzen Reihe von Quellen“, so Allemann. Auf Nachfrage teilte Allemann mit, dass diese Daten hauptsächlich von Internetservice-Providern gesammelt werden. Auf Grundlage dieser Daten könne ziemlich genau bestimmt werden, welche Domains den höchsten Type-in-Traffic aufweisen, so der Blogger.

Die ICANN-akkreditierten Registrare sind jedoch nicht auf diese von anderen Providern gesammelten Daten angewiesen. Denn selbst die Registrierungsstelle Versign bietet ihren Registraren einen so genannten „Domain Name Intelligence“-Dienst an. Der „VeriSign Internet Profile Service for Registrars“ soll den Registraren gute Unterstützung bieten, so die englische Webseite des Unternehmens. Er bietet Informationen über Millionen von Domains, die mit existierenden Zonendateien abgeglichen wurden, und er soll dazu beitragen, bestehenden und auch potenziellen Kunden rechtzeitig zum Ende der Registrierungsperiode passende Angebote zu unterbreiten. Im Rahmen des „Internet Profile Service“ bietet Versign den Registraren verschiedene Berichte an. So können sich die Marketing-Abteilungen der Registrare etwa eine Liste ihrer .com- und .net-Domains erstellen lassen, die dreißig bis fünfundvierzig Tage nach der Registrierung nicht auf Webseiten verweisen. Im Beta-Stadium befindet sich gegenwärtig der Bericht mit dem Titel „Pending Delete Domain Evaluation“. Dieser Bericht soll Registraren Daten liefern, mit deren Hilfe sie den Wert von Domains bestimmen, die in Kürze gelöscht werden. Zu diesen Domains gehören beispielsweise die, deren Inhaber die Auto-renew Grace Period oder die Redemption Grace Period verstreichen ließen. Zusätzlich zu diesen Informationsdiensten bietet Versign auch einen so genannten „Domain Name Suggestion Service“ an. Mit diesem Dienst sollen Registrare ihre Kunden auf weitere Domains aufmerksam machen, die für den Webauftritt der Kunden genutzt werden könnten. Die Registrare werden die Einstellung des Dienstes, beispielsweise was die Nutzung verwandter Begriffe angeht, selbst bestimmen können. So steht es zumindest auf der englischen Webseite von Verisign.

Angesichts der Fülle an Informationen, die den Registraren zur Verfügung steht, und angesichts der beendeten zweiten Welle des Domain Tastings, sieht Blogger Allemann die Chancen der Domainer schwinden, zukünftig noch Domains mit einem hohem Potenzial für Type-in-Traffic zu registrieren. Er erwartet stattdessen, dass sich in den nächsten Jahren vor allem die akkreditierten Registrare viel versprechende Domains sichern, um deren wirtschaftlichen Wert zu testen. Dass die Registrare diese neue Variante des Domain Tastings im Auftrag ihrer Kunden betreiben, hält Allemann für unwahrscheinlich. Auch die Einführung der neuen Top-Level-Domains wird das bislang bekannte Domain Tasting nicht wiederbeleben. Die Add-Grace-Policy gilt für alle Betreiber von generischen Top-Level-Domains, sofern diese eine derartige Regelung implementiert haben, so die Auskunft des Brüsseler Büros von ICANN.

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dv_mag_kl

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DomainVermarkter MAGAZIN: Dritte Ausgabe

Geschrieben am 01 Januar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Nach der positiven Resonanz auf das letzte Domainvermarkter MAGAZIN ist nun die dritte Ausgabe erschienen. Aktuelle Themen, Humor, Rückblicke auf Veranstaltungen – das alles erwartet Domainer in dieser 42-seitigen Ausgabe!
Finden Sie auch in dieser Ausgabe kritische Artikel, aktuelle Infomationen und die wichtigsten Termine für Domainer!
Das erste deutschsprachige Printmagazin für Domainer wird postalisch an alle wichtigen Firmen und Personen der Domainerszene verschickt. Ein kostenloses Probeexemplar kann unter www.domainvermarkter-magazin.de angefordert werden.
Inhalt (Auszug):
Jens Mechelke – „Mit Taubenmist ließ sich leider kein Geschäft machen“
Domainmarkt – steht der nächste Goldrausch bevor?
Wie sich der Domainmarkt 2009 entwickelte und was auf die Branche zukommt
myfab.com vs. myfab.de – Möbelversand verliert Prozess
Vom Gejagten zum Jäger – Domainstreit 2.0 bis 2.1
Internet-Ente: Als die DENIC verstaatlicht werden sollte
DNSSEC: Das Sicherheitsschloss fürs Domain Name Sytsem
DomainvermarkterForum – Entstehungsgeschichte des wichtigsten deutschen Domainer-Treffens
Auktionsankündigung – DomainvermarkterForum 2010
Domainpreisspiegel Jan. – April 2010
Schiedsgericht im Dispute-Verfahren
Ist die DENIC ein Club der Selbstgefälligen?
Und niemand weiß, dass du ein Hund bist – Das Identitätsproblem im Internet
IDN Domains – One World – One Internet?
Veranstaltungskalender
Münsterstammtisch
Domainer auf dem Kilimandscharo – 200.000USD für die Waterschool
Nach der positiven Resonanz auf das letzte Domainvermarkter MAGAZIN ist nun die dritte Ausgabe erschienen. Aktuelle Themen, Humor, Rückblicke auf Veranstaltungen – das alles erwartet Domainer in dieser 42-seitigen Ausgabe!
Finden Sie auch in dieser Ausgabe kritische Artikel, aktuelle Infomationen und die wichtigsten Termine für Domainer!
Das erste deutschsprachige Printmagazin für Domainer wird postalisch an alle wichtigen Firmen und Personen der Domainerszene verschickt. Ein kostenloses Probeexemplar kann unter www.domainvermarkter-magazin.de angefordert werden.
Inhalt (Auszug):Jens Mechelke – „Mit Taubenmist ließ sich leider kein Geschäft machen“Domainmarkt – steht der nächste Goldrausch bevor?Wie sich der Domainmarkt 2009 entwickelte und was auf die Branche zukommtmyfab.com vs. myfab.de – Möbelversand verliert ProzessVom Gejagten zum Jäger – Domainstreit 2.0 bis 2.1Internet-Ente: Als die DENIC verstaatlicht werden sollteDNSSEC: Das Sicherheitsschloss fürs Domain Name SytsemDomainvermarkterForum – Entstehungsgeschichte des wichtigsten deutschen Domainer-TreffensAuktionsankündigung – DomainvermarkterForum 2010Domainpreisspiegel Jan. – April 2010Schiedsgericht im Dispute-VerfahrenIst die DENIC ein Club der Selbstgefälligen?Und niemand weiß, dass du ein Hund bist – Das Identitätsproblem im InternetIDN Domains – One World – One Internet?VeranstaltungskalenderMünsterstammtischDomainer auf dem Kilimandscharo – 200.000USD für die Waterschool

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