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SEO in a Nutshell: Die Basics der Suchmaschinenoptimierung (1)

Geschrieben am 07 Juli 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 04

1. SEO – was ist das eigentlich?
SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization; auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Gemeint ist damit eine Internetpräsenz so zu optimieren, dass Sie von den Suchmaschinen auch gefunden und gelistet wird.
Der Hintergrund ist eine einfache Weisheit, die deshalb aber nur umso wahrer ist: Die schönste Internetseite hilft Ihnen nichts, wenn niemand sie findet. Sie müssen also auf Ihre Seite aufmerksam machen, Sie müssen “Werbung” dafür machen. Das ist im Internet ebenso, wie außerhalb. In einem Punkt unterscheidet sich allerdings die virtuelle Welt ganz grundlegend von der realen. Im World Wide Web hilft es Ihnen nur wenig, wenn Sie Handzettel verteilen oder Werbung in Printmagazinen schalten.
Denken Sie einmal an Ihr eigenes Suchverhalten. Wie beginnen Sie eine Suche im Internet? Im Zweifel, indem Sie die Seite einer Suchmaschine aufrufen und die Begriffe eingeben, die für diese spezielle Suche von Belang sind. Genauso suchen auch ihre möglichen Kunden oder diejenigen, die sich für Ihre Internetseite interessieren könnten.
Deshalb ist es für den Erfolg Ihrer Internetseite ganz gleich, ob Sie etwas verkaufen, Informationen verbreiten wollen oder andere Ziele verfolgen. Absolut entscheidend ist, dass Ihre Webseite auch unter den Ergebnissen einer Suchmaschinensuche auftaucht – und zwar möglichst weit oben, also mit einem guten Ranking.
Genau das erreichen Sie durch Suchmaschinenoptimierung, abgekürzt SEO.

2. SEO – wie geht das?
Man muss es sich immer bewusstmachen, dass die Suchmaschinenoptimierung keine statische Angelegenheit ist. Die Suchmaschinen, die die Suchergebnisse nach bestimmten Algorithmen listen, die im einzelnen nie öffentlich bekannt sind, werden ständig fortentwickelt. Eine der wichtigsten Empfehlungen, die man im Bereich der SEO geben kann, ist es also, sich ständig über Neuerungen zu informieren und die eigene Internetseite ggf. entsprechend anzupassen.
Leider gibt es keine allgemeine Empfehlung, wie man es schafft, bei den Suchmaschinen immer auf Platz 1 zu kommen. Es gibt nur Tipps, wie man versuchen kann, sein Ranking konstant zu verbessern. Vergessen Sie es besonders bei häufig gesuchten Begriffen, wo sie mit starker Konkurrenz zu kämpfen haben, am besten gleich alle Träume von Platz 1 – 10. Hier können Sie stolz und glücklich sein, wenn Sie es auf die zweite Seite der Listings schaffen.
Bevor Sie Ihre Seite optimieren, und zwar auf bestimmte Begriffe, also Keys, müssen Sie sich ganz genau überlegen, auf welche Keywords bzw. Keywordkombinationen Sie Ihre Seite abstimmen wollen. Es sollten diejenigen sein, die auch wirklich den Kern Ihres Angebots treffen. Es hilft wenig, auf Schlagworte abzuzielen, die mit dem Inhalt Ihrer Seite nichts zu tun haben! Dadurch bekommen Sie zwar vielleicht mehr Besucher – aber darunter werden viele sein, die Ihre Seite gleich wieder enttäuscht verlassen. Was Ihnen u.U. Nachteile beim Ranking verschafft. Diese Arbeit der Keyword-Findung ist der erste und ein ganz wesentlicher Schritt bei der Optimierung. Dabei hilft es, wenn Sie sich nicht nur selbst überlegen, unter welchen Begriffen Sie die Dinge suchen würden, die Sie anbieten, sondern auch Andere befragen und die Internetseiten Ihrer direkten Konkurrenten zu untersuchen, bis Sie eine verlässliche Liste zusammenhaben. Widerstehen Sie dabei aber der Versuchung, geschützte Markennamen zu verwenden; da kann der juristische Ärger groß sein.
Falls es noch möglich ist, in einer Zeit, wo die meisten guten Domains bereits vergeben sind, stimmen Sie auch die URL auf diese Keys ab – aber die Hauptsache ist die eigentliche Suchmaschinenoptimierung.
Diese findet in drei Bereichen statt, beim Design einer Seite, bei der Programmierung und beim Text.

a) SEO per Design
Ein wichtiger Rat ist es, bei der Navigation auf die Seite nicht zu tief zu verschachteln. Empfohlen werden maximal drei Verzeichnisebenen; also Hauptpunkt, Unterpunkt und Unterpunkt zum Unterpunkt. Beschränken Sie dabei nach Möglichkeit ein Verzeichnis auch auf ein bestimmtes Thema und nutzen Sie als Benennung für Haupt- und Unterpunkte möglichst die passenden Keywords.
Verzichten Sie soweit wie möglich auf Frames, Flash, Java Applets und JavaScript; dies alles schreckt Suchmaschinen ab und schränkt den Kreis Ihrer Besucher ein, die z.B. vielleicht JavaScript abgeschaltet oder Flash nicht installiert haben. Bilder übersehen die Suchmaschinen – allerdings sind diese natürlich für eine gute Optik wichtig. Vergessen Sie, wo Sie Bilder einsetzen, auf jeden Fall nie die Unterbringung der passenden Keywords beim Alt-Attribut der Images.

b) SEO per HTML
Eigentlich sollte es sich von selbst verstehen, aber es wird doch oft genug vernachlässigt: Achten Sie darauf, dass es bei Ihnen keine toten Links gibt, und prüfen Sie den HTML-Code Ihrer Seite mit einem der vielen oft kostenlosen HTML-Validations-Checks. Der muss einfach stimmen!
Unerlässlich ist es, Ihre Keywords und Keywordkombinationen in den sogenannten Metatags unterzubringen, und zwar unter <meta name=”keywords”> und <meta name=”description”>. Verwenden Sie diese Begriffe dann auf der Seite nochmals als Seitentitel und in den Überschriften – gekennzeichnet als <h1> bis <h4>. Auch die Wörter, die als <strong> hervorgehoben werden, finden die besondere Aufmerksamkeit der Suchmaschinen – heben Sie die Keys ruhig entsprechend hervor.
Bei der Verwendung von Tabellen sollten die Keywords hauptsächlich in der linken Spalte auftauchen, weil die Suchmaschinen diese als Erstes registrieren.
Verlinken Sie, wo es passt, intern und auf andere Internetseiten mit einem Keyword statt mit anderen Begriffen. Besonders wichtig ist dabei vor allem die interne Verlinkung per Keyword, also die Verweisung auf andere Seiten Ihres eigenen Internetauftritts.
Bei den externen Links sollten Sie es a) nicht übertreiben und b) darauf achten, dass die verlinkten Seiten auch themenrelevant sind. Ebenso wichtig ist es, dass Ihre eigene Seite anderswo gut verlinkt ist. Nehmen Sie sich für die Verlinkung viel Zeit. Auch hier zählt die Qualität mehr als die reine Quantität. Eine der besten Methoden für eine gute Verlinkung ist immer noch der Linktausch, am besten per Textlinks, mit anderen Seiten mit demselben Thema oder ähnlichen Themen, die Sie zu diesem Zweck individuell anschreiben. Bemühen Sie sich aber auch um Aufnahme in große Linkverzeichnisse wie DMOZ oder Yahoo und melden Sie Ihre Seite bei großen Web-Katalogen und bei den Suchmaschinen an.

c) SEO per Text
Je mehr Text Ihre Seite enthält, desto mehr werden die Suchmaschinen Sie lieben. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Texte auch für die Besucher lesbar und interessant sind! Bringen Sie in diesen Texten Ihre Keywords und Kombinationen in einem vernünftigen Maß unter; also nicht so selten, dass sie untergehen, und nicht so oft, dass es gekünstelt wirkt. Empfohlen wird in aller Regel eine Keyword-Dichte von etwa 5 % – bei 100 Wörtern kann das Keyword daher fünfmal auftauchen. Stellen Sie die Keys wenn möglich an den Anfang des Textes. Nicht ganz ungefährlich ist eine Aneinanderreihung von Keys am Ende einer Internetseite; richtig gemacht, kann das ihr Ranking verbessern; sonst drohen Ihnen da Nachteile durch Keyword-Spam. Zu diesem Thema werden wir uns sicherlich später noch einmal speziell äußern.
Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Seite regelmäßig aktualisieren; und sei es auch nur, indem Sie in einer Rubrik “News” regelmäßig neue Beiträge einfügen. Die Suchmaschinen registrieren solche Updates und werten sie positiv.

André Nowak
SEO & IT Consulting
IDGV GmbH

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„Albtraum-Adressen“: Welche Gefahren Facebook, Google, Twitter und Apple für Unternehmen bergen

Geschrieben am 21 Februar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 04

Von Tim Schumacher, CEO der Sedo GmbH und Vorstand der Sedo Holding AG

Der Einsatz einer einprägsamen Internetadresse ist einer der wichtigs­ten Erfolgsfaktoren für Unternehmen im Online-Business. In fast jeder Wer­bung findet man den Domainnamen des Unternehmens oder eines unter­nehmenseigenen Produktes aufge­führt. Entweder in Verbindung mit .de oder, je nach globaler Ausrichtung und Herkunft, auch unter .com.

Doch seit wenigen Monaten kann man weltweit eine beunruhigen­de Entwicklung beobachten. Immer häufiger rückt der Domain-Name in der Werbung in den Hintergrund. Insbesondere Domainnamen von Un­ternehmen, die sich als Trendsetter verstehen und auf den „Social Media“- Zug aufspringen wollen. Da werden Facebook- und Twitteradressen so­wie iPhone-Applikationen beworben. Teilweise wird man sogar dazu ange­leitet, wie der Suchbegriff bei einer Suchmaschine wie z. B. Google ausse­hen muss, damit man ans Ziel kommt. Auch vorhandene Webseiten und be­reits bestehende, klassische Kommu­nikationswege werden dazu genutzt, diese neuen Kanäle zu bewerben.

Ich habe mich selbst dabei erwischt, dass ich dieses Verhalten in meiner Firma Sedo gefördert habe, beseelt von dem Gefühl, dadurch ein Trend­setter zu sein. Daher promoten wir nicht nur unseren eigenen Firmen­namen Sedo.de (respektive Sedo. com, für dessen Domainkauf wir 2003 etwa 80.000 USD investierten), sondern auch unseren Twitter-Ac­count (twitter.com/SedoDE) und un­ser Facebook-Profil (facebook.com/Sedo). Wir schalten darüber hinaus für das Keyword “Sedo” Werbung auf Google, Yahoo und Bing. Unsere ei­gens entwickelte iPhone-Applikation wird in Kürze erscheinen. Wir haben uns so sehr auf diese Bemühungen versteift, dass wir, wie so viele andere Unternehmen auch, die Gefahren aus den Augen verloren haben.

Wir machen uns abhängig

Das Problem ist Folgendes: Es ist schick und modern, all diese bereits erwähnten Kanäle zusätzlich für Werbezwecke und Kunden-Interakti­on zu nutzen. Doch schaut man hin­ter die Fassade von Web 2.0/Social Media, ist es schlichtweg falsch und gefährlich, hauptsächlich diese Ka­näle als Zulieferer von Usern zu ver­wenden. Was folgt ist Kontrollverlust, Abhängigkeit, hohe Kosten, die auf einen zukommen und im Extrem­fall sämtliche Gewinne eines Unter­nehmens auffressen können. Unter­nehmen, die ihr Marketing-Gebaren komplett nach den Web-Giganten wie Facebook, Google oder Apple richten, legen das eigene Schicksal in die Hände dieser Provider.

Dabei können folgende drei Szenarien eintreten:

  1. Die Provider können jedes Unternehmen eigenmächtig ausschließen, mit oder ohne Begründung. Ich möchte an dieser Stelle an die Vorgehensweise von Apple erinnern, bei der sämtliche Apps mit erotischem Inhalt entfernt wurden. Auch wenn sich über das Für und Wider von Erotikinhalten streiten lässt, zeigt dieses Vorgehen, wie abhängig ein gesamter Wirtschaftszweig vom Verhalten eines Branchenriesen ist.
  2. Die Provider können pleitegehen, und es gibt keine ordnungspolitische Regelung für „den Tag danach“. Sie halten das für unwahrscheinlich? Erinnern Sie sich an FortuneCity oder GeoCities? Das waren einst sehr gehypte Vorgänger der Social Communities kombiniert mit einem einfachen Webseiten-Hosting. Stellen Sie sich einfach Facebook ohne das Jeder-kennt-Jeden-Prinzip und in einer Zeit mit weitaus niedrigerer Internet-Nutzung vor. Nichtsdestotrotz wurde GeoCities im Jahr 2009 von Yahoo eingestampft – nachdem sie es 10 Jahre zuvor für den Riesenbetrag von 2,87 Milliarden USD erworben hatten.
  3. Die größte Gefahr: Die Provider können und werden ihre Profite maximieren, sobald eine kritische Masse erreicht ist! Wechselhürden (sog. „Switching costs“) entstehen und Profit-Ziele werden den Wachstums-zielen folgen. Wenn Ihr Unternehmen 1 Million Facebook Fans oder Follower bei Twitter hat, wie wird Ihre Ausgangslage bei Verhandlungen sein, wenn der Provider auf einmal hohe Gebühren verlangen wird? Wenn Sie eine hohe Nutzeranzahl für Ihre iPhone App haben, wie sieht Ihre Verhandlungsposition aus, wenn Apple auf einmal eine höhere Gewinnbeteiligung verlangt? Wenn Sie Ihre Geschäfte hauptsächlich über Google machen, wie wird Ihre Verhandlungsposition aussehen, wenn Sie auf einmal nicht mehr in der organischen Suche gelistet werden, Google Ihnen aber anbietet, dass Sie für eine bestimmte Gebühr in der bezahlten Werbung erscheinen könnten?

Alle oben erwähnten Bedrohungen sind realistisch, und trotzdem scheinen sie bei all dem Hype unterzugehen.

Vermeiden Sie geschlossene Systeme

Wer sein Online-Business hauptsäch­lich auf dem Rücken von Facebook, Twitter, Google oder Apple aufbaut, baut sein Eigentum auf einem gemie­teten Grundstück auf, dessen Kontrol­le der Grundstücksbesitzer hat. Eines Tages könnten Sie zu hören bekom­men: „Vielen Dank, dass Sie dieses prächtige Hotel auf meinem Grund­stück aufgebaut haben, Ihre Mie­te erhöht sich nun von 1 US-Dollar monatlich auf 100.000 US-Dollar pro Jahr.“

Die Zeitschrift FHM kündigte erst kürzlich an, die eigene Domain fhm-magazin.de aufzugeben. Geht man heute auf fhm-magazin.de, landet man tatsächlich auf der bei Facebook eingerichteten Profilseite. (Anmerkung: zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmte dies, derzeit ist eine Überarbeitungs-Seite geschaltet) Kurzfristig eine gute PR für FHM, aber langfristig gedacht der falsche Schritt, denn Face­book hat viele Einschränkungen: Erst kürzlich wurde entschieden, dass man von seinem Profil aus nicht mehr auf andere Institutionen (Schulen, Univer­sitäten, Firmen) verlinken kann, son­dern nur auf das jeweilige Facebook- Profil der Institution, falls vorhanden. Prinzipiell versucht man hier, das pro­prietäre (geschlossene) System beizu­behalten. Sorgen Sie dafür, dass Ihnen das nicht passiert.

Wenn Sie ein Profil auf Facebook und einen Twitteraccount mit dem richtigen Namen haben, haben Sie zumindest vorgesorgt, dass Ihnen kein Konkurrent den Begriff streitig machen kann. Setzen Sie diese Kanäle entsprechend sinnvoll ein, zeigen Sie damit, dass Sie für neue und innovative Kommunikationswege offen sind. Doch Ihr Domainname ist der wichtigste Baustein für Ihr Online- Business. Und das sollten Sie den Usern durch Ihre Marken- und Marketing- Kommunikation zeigen.

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Geschichte, Struktur und rechtliche Grundlagen der DENIC

Geschrieben am 01 Januar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe Nr. 04

Von Matthias Maier, freier Journalist

Die Fehlinterpretation einer Aussage von Innenminister Thomas de Mazière in einem Online-Medium hatte viel Aufsehen erregt: Angeblich sollte die DENIC unter staatliche Kontrolle gebracht werden. Die Online-Redaktion stellte wenig später klar, dass dies nicht den Aussagen entspricht. In dieser Ausgabe des Domainvermarktermagazins soll daher die Geschichte der DENIC, die rechtlichen Grundlagen ihrer Tätigkeit und ihrer Struktur erläutert werden.

Die Geschichte der Top-Level-Domain .de beginnt im Jahr 1986. Am 5. November trug die IANA .de als länderbezogene Top-Level-Domain in die Rootzone ein. Zunächst übernahm das US-amerikanische „Computer Science Network“ (CSNET) die Verwaltung von .de, bis im März 1988 die Rechnerbetriebsgruppe der Universität Dortmund bat, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Die Betriebsgruppe richtete dann auch den ersten Nameserver-Dienst für die noch kleine deutsche Internet-Community ein. Finanziert wurde dieses Projekt, das bereits den Namen DENIC trug, durch Drittmittel. Diese kamen aus dem Projekt EUnet, das IP-Dienste anbot. 1991 wurde das Projekt DENIC aus dem EUnet-Projekt ausgegliedert. Die Finanzierung erfolgte zunächst durch Mittel des DFN-Vereins (Deutsches Forschungsnetzwerk), dann wieder durch das EUnet. Am 6. Dezember 1991 gründeten Firmen, Hochschulen und andere Interessierte die „Deutsche Interessengemeinschaft Internet e.V“. Zu den Zielen dieses Vereins gehörte unter anderem die Sicherstellung der erforderlichen Verwaltung des deutschen Teils des Internets. 1993 vereinbarten die drei deutschen Internetprovider DFN-Verein, Eunet und XLink, dass das Projekt DENIC fortgeführt werden sollte. Im August 1993 gründeten diese drei Provider daher die „Interessenvereinigung Deutsches Network Information Center (IV-DENIC)“. Ende 1993 erhält die Universität Karlsruhe den Auftrag, das DENIC-Projekt zu betreiben. 1996 läuft der Vertrag zwischen dem IV-DENIC und der Universität Karlsruhe aus. Beide Partner einigten sich auf die Verlängerung um zwei weitere Jahre. Allerdings mussten die Verwaltungsaufgaben ausgegliedert werden. Zu diesem Zweck gründeten die Teilnehmer des IV-DENIC am 17. Dezember 1996 die DENIC eG als eingetragene Genossenschaft mit Sitz in Frankfurt. Der technische Betrieb verblieb noch bis Januar 1999 in Karlsruhe und wurde dann ebenfalls von der Genossenschaft in Frankfurt übernommen.

Die DENIC aus Sicht der Politik
Die DENIC vertritt die Auffassung, dass die Domainverwaltung am besten in Form der privatwirtschaftlichen Selbstverwaltung erfolgen sollte. „Die Entwicklung von DENIC ist eine Er­folgsgeschichte, welche die Entwicklung des deutschen Internets begleitete und beförderte. Als größte ccTLD mit gewachsenen Strukturen arbeitet DENIC auf der Basis schlanker Prozesse unvergleichlich effizient und effektiv mit einem minimalen Anteil von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Domain-Registrierungen unter .de.“, sagte Stefanie Welters, Pressereferentin der DENIC auf Anfrage. Dies sahen auch der Bundesrat und die Bundesregierung ähnlich, als sie sich in den Jahren 2003 bis 2004 anlässlich der Überarbeitung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) mit der Domainverwaltung durch die DENIC beschäftigten.
Der Bundesrat äußerte sich damals so: „Der Bundesrat hat Zweifel, ob Domainadressen als Nummern im Sinne des Telekommunikationsrechts anzusehen sind und damit grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich der Regulierungsbehörde fallen. Der Bundesrat spricht sich dafür aus, dass die Verwaltung dieser Adressen im Sinne der bisherigen bewährten Selbstregulierung weiterhin durch die DENIC eG als Einrichtung der Internetwirtschaft erfolgen sollte.“ In ihrer Gegenäußerung stimmte die Bundesregierung zu: Sie sei „wie der Bundesrat der Auffassung, die bisherige bewährte Selbstregulierung durch die DENIC eG als Einrichtung der Internetwirtschaft beizubehalten und auch auf künftige Domains anzuwenden“.
Aufgrund dieser Einschätzungen sind Domainnamen zwar grundsätzlich dem TKG unterworfen, weil sie unter den Nummernbegriff des §3 Nr. 13, TKG fallen, der Nummern als „Zeichenfolgen, die in Telekommunikationsnetzen Zwecken der Adressierung dienen“ definiert. Dass es für Domains dennoch keine gesetzliche Regelung gibt, begründet §66, Abs. 1 TKG. Dieser entzieht der Bundesnetzagentur die Zuständigkeit für „die Verwaltung von Domänennamen oberster und nachgeordneter Stufen“.
Sonderfall ENUM
Für die ENUM-Domains gilt dies alles jedoch nicht. Denn so die Gegenäußerung der Bundesregierung: „Wenn allerdings spezielle Adressierungsfragen, also nicht die Vergabe von Namen und Adressen, sondern die Adressierung bzw. die Verknüpfung mit nationalen Nummernplänen im Vordergrund stehen, sieht die Bundesregierung die Regulierungsbehörde als zuständige Stelle, die über das erforderliche Instrumentarium verfügen muss.“
Daher war die DENIC, als sie die Verwaltung der deutschen ENUM-Domains beim Reseau Europeen IP beantragte, auf die Zustimmung der Regierung angewiesen. Denn nach den Verfahrensanweisungen konnte RIPE die Delegation erst durchführen, nachdem das Bundeswirtschaftsministerium seine Zustimmung dem Telecommunication Standardization Bureau der ITU mitgeteilt hatte. Diese staatliche Zustimmung begründe jedoch kein exklusives Recht und schließe auch zukünftige Anpassungen aufgrund neuer Entwicklungen oder rechtlicher Erfordernisse nicht aus, so das Wirtschaftsministerium in seinem Schreiben. In einem Vertrag regelten die DENIC und die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP, die spätere Bundesnetzagentur) ihre Aufgaben im Hinblick auf den ENUM-Feldversuch. Dieser Vertrag ist die einzige Vereinbarung mit staatlichen Stellen, die die DENIC bislang geschlossen hat.
Nach Abschluss des Feldversuchs empfahl die Regulierungsbehörde, die Zustimmung zum Feldversuch auch für den Wirkbetrieb aufrecht zu erhalten. „Grundlage der Empfehlung waren der stabile und störungsfreie Verlauf der Feldversuchsphase ebenso, wie die langjährige Erfahrung und verfügbare Technik von DENIC im Massendomainbetrieb, die für einen erfolgreichen Public-ENUM-Wirkbetrieb sprachen“, erklärte Stefanie Welters.

Struktur der DENIC
Die DENIC untersteht, so das „Handbuch des Domainrechts“, im Gegensatz zu vielen anderen länderbezogenen Registrierungsstellen keiner direkten staatlichen Aufsicht. Als Genossenschaft verfügt sie über die Organe: Generalversammlung (bestehend aus allen Mitgliedern), Aufsichtsrat und Vorstand. Darüber hinaus gibt es einen technischen Beirat und einen juristischen Beirat. Der technische Beirat besteht aus Vertretern der DENIC-Mitglieder und berät die Genossenschaft in technischen Fragen. Der juristische Beirat berät die DENIC bei Fragen zur Registrierungspolitik. Im juristischen Beirat sind Wirtschaftsexperten, Wissenschaftler und Anwälte vertreten. Als Beobachter nehmen Mitarbeiter des Wirtschafts- sowie des Justizministeriums an den Sitzungen des Gremiums teil.

Was wäre wenn…?
Nur eine Änderung des TKG, insbesondere §66, Abs. 1, könnte der Regulierungsbehörde die Zuständigkeit für die Domains übertragen. Dann hätte die Regulierungsbehörde direkten Einfluss auf die Registrierungspolitik der DENIC und könnte beispielsweise die Einführung eines außergerichtlichen Schiedsverfahrens verlangen. „Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen kein außergerichtliches Schiedsverfahren existiert“, erklärt Dr. Torsten Bettinger, Fachanwalt für Internetrecht und Herausgeber des Domainrecht-Handbuchs. „Und das, obwohl unter .de im Vergleich mit allen anderen europäischen ccTLDs die meisten Domains registriert sind.“ Eine solche Regelung würde die Domainregistrierung in Deutschland sowohl für Domain- als auch für Rechteinhaber auf eine bessere juristische Grundlage stellen, so Bettinger.

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Admin-C – Bald nicht mehr für Lebensmüde

Geschrieben am 01 Januar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Bald nicht mehr für Lebensmüde

 

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin Ausgabe 04

Das Anlass zur vorliegenden Anmerkung gebende Problem dürfte allseits bekannt sein. Eine .de-Domain, deren Admin-C in Deutschland wohnt (wohnen muss), wird von einer natürlichen oder juristischen Person mit Sitz oder Wohnsitz im Ausland registriert und gehalten.

Nicht selten bietet der über eine Domain zugängliche und fast nie vom Admin-C zu verantwortende Inhalt oder die Registrierung an sich einem Anderen Anlass zu Beanstandungen. Es war bisher übliche Praxis, nicht den unmittelbar für die Rechtsverletzung Verantwortlichen wie z.B. den ausländischen Domaininhaber abzumahnen und gerichtlich in Anspruch zu nehmen. Denn in Deutschland gibt es die sogenannte Störerhaftung, welche vom Grundsatz her die Inanspruchnahme eines jeden ermöglicht, der irgendwie für eine Rechtsverletzung kausal geworden ist. Unter Rückgriff auf diese Störergrundsätze griff und greift man sich den Admin-C, da klar ist: ohne Admin-C keine Domain, ohne Domain keine Rechtsverletzung. Den in Deutschland wohnenden Admin-C kann man in Deutschland, nach deutschem Recht in Anspruch nehmen. Das ist einfacher, kostengünstiger und schneller als die Inanspruchnahme eines Domaininhabers, der auf einer Karibik- oder Pazifikinsel, in Panama oder Togo sitzt. Das dortige Prozessrecht kennt man nicht, die Inanspruchnahme eines Anwalts vor Ort ist in der Regel teuer, die Verfahren dauern länger, ihr Ausgang und der Wert des Titels sind ungewiss. Selbst wenn ein Tatort in Deutschland und damit ein deutscher Gerichtsstand gegeben ist, muss im Ausland immerhin noch die Klage zugestellt werden.
Die Störerhaftung hat eine große Streubreite. Immerhin kann man mit ihr auch die DENIC (ohne DENIC keine Domain, ohne Domain keine Rechtsverletzung) oder den Hostprovider (ohne Host kein Inhalt, ohne Inhalt keine Rechtsverletzung) für einen Verstoß haftbar machen. Diese Streubreite ging in den letzten Jahren immer mehr Gerichten zu weit. Und zwar für die DENIC in Sachen ambiente.de zunächst dem BGH, für die Admin-Cs den OLGs:
Dresden z.B. in Sachen 14 U 521/07, Koblenz z.B. in Sachen 6 U 730/08, Stuttgart z.B. in Sachen 2 U 16/09, Düsseldorf z.B. in Sachen 20 U 1/08, Hamburg z.B. in Sachen 7 U 137/06, München z.B. in Sachen 6 U 3008/08, Köln z.B. in Sachen 6 U 51/08
und schließlich dem Kammergericht in Sachen 10 W 27/05.
In diesen Gerichtssprengeln wird der Admin-C nur noch ausnahmsweise in Anspruch genommen werden können.
Der Umstand, dass die Gerichte mit ihrer Rechtsprechung den einfachen Rückgriff auf den Admin-C vereiteln und damit die unmittelbare Inanspruchnahme des Eigentümers erforderlich machen, stellt die Rechteinhaber oder solche, die es vorgeben, zu sein, vor ein ernsthaftes Problem. Nunmehr müssen sie entweder tat sächlich ins Ausland gehen und vor dortigen Gerichten ihre Rechte verfolgen oder sie klagen in Deutschland, wenn in Deutschland ein Gerichtsstand gegeben ist. Dann bleibt die Zustellung im Ausland als Hürde.
Bei der zuletzt genannten Möglichkeit streckt die DENIC mit ihren Domainbedingungen und -richtlinien den Rechteinhabern vermeintlich die helfende Hand entgegen. In jenen wird gleichermaßen bestimmt, dass der Admin-C “[des Inhabers] Zustellungsbevollmächtigter i. S. v. § 184 der Zivilprozessordnung, § 132 der Strafprozessordnung, § 56 Absatz 3 der Verwaltungsgerichtsordnung sowie § 15 des Verwaltungsverfahrensgesetzes und der entsprechenden Vorschriften der Verwaltungsverfahrensgesetze der Länder [ist]”.
Nach dieser Hand griffen und greifen die Rechteinhaber, denn sie vereinfacht und verbilligt oberflächlich betrachtet die Verfahrenseinleitung und -führung ungemein.
Diese Bestimmungen sind jedoch unwirksam, wie in der juristischen Literatur zu Recht hervorgehoben wird. Als Gründe für die Unwirksamkeit können Kartellrechtswidrigkeit der Bestimmung, Unwirksamkeit als AGB und vor allem Verstöße gegen elementare Grundsätze der ZPO und von Völkervertragsrecht aufgeführt werden. OLG-Entscheidungen, welche die zitierte Bestimmung und damit die Wirksamkeit der Zustellung der Klage an den Domaininhaber durch Zustellen an den Admin-C zum Hauptgegenstand haben, sind bisher nicht ergangen.
Für die Domainvermarkter dürfte in diesem Zusammenhang jedoch interessant sein, dass das LG Frankfurt in einem aktuell laufenden Verfahren offenbar nicht von der Wirksamkeit dieser Bestimmungen ausgeht. Nachdem dem Admin-C als Zustellungsbevollmächtigten der Domaineigentümerin die Klage zugestellt wurde, dieser jedoch darauf hinwies, dass er zur Entgegennahme von gerichtlichen Schreiben nicht ermächtigt sei, fragte das Gericht bei der Klägerin an, ob nunmehr im Ausland zugestellt werden solle. Ein solches Verhalten des Gerichts impliziert, dass das Gericht den zitierten Bestimmungen in den Domainrichtlinien und – bedingungen keine rechtliche Relevanz beimisst. Denn andernfalls hätte es die Zustellung an den Admin-C als ordentliche Verfahrenseinleitung gelten und ein Versäumnisurteil gegen die Beklagte Domaininhaberin, welche sich mangels Kenntnis nicht auf das Verfahren einlassen konnte, ergehen lassen können.
Dass das OLG Frankfurt in seiner einen Tag später in Sachen 16 U 239/09 getroffenen Entscheidung mehr beiläufig konstatiert, dass eine Zustellung der Klage an den Admin-C als Zustellungsbevollmächtigten der Inhaberin im Sinne vom § 184 ZPO möglich sei, entwertet die Indizien des landgerichtlichen Vorgehens für zukünftige Fälle nicht. Der vom OLG behandelte Streit bot in keiner Weise Anlass zur Vertiefung der Zustellungsproblematik. Deshalb blieben die Feststellung des OLG gänzlich ohne Begründung und Auseinandersetzung mit den zum Thema bestehenden Auffassungen. Um so weniger Grund gab es für das OLG, sich mit dem Problem auseinander zu setzen, weil die im Verfahren beklagte DENIC sich andernfalls auf die Unwirksamkeit ihrer eigenen, die Zustellung betreffenden Bedingungen hätte berufen müssen.
Als Fazit lässt sich die Feststellung ziehen, dass der Admin-C von Gerichten langsam aus der Schusslinie der Rechteinhaber genommen wird. Nachdem zunächst die Störerhaftung immer mehr eingeschränkt wurde und der Admin-C nicht mehr automatisch seinen Kopf für jede Rechtsverletzung Anderer hinhalten muss, besteht darüber hinaus nunmehr berechtigte Hoffnung darauf, dass er nicht mehr zivilprozessual als Zustellungsbevollmächtigter der Domaininhaber in deren Streite herein gezogen wird. Noch gilt dies nicht für alle Gerichte und nicht für alle Konstellationen. Aber das Geschäft, als Admin-C zur Verfügung zu stehen, ist nicht mehr das finanzielle Selbstmordkommando, welches es noch vor ein paar Jahren war. Es wird langsam plan- und kalkulierbar.

 

Ra Tilo Wendt,
Hoeller Rechtsanwälte, Bonn
www.hoeller.info

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Die Vorteile generischer Domainnamen

Geschrieben am 01 Januar 2011 von von Domainvermarkter-Magazin

Wie Triplemind mit einprägsamen Webadressen erfolgreich ist

Zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 04

Von Anja Seeberg, ELEMENT C GmbH
Als die Triplemind GmbH im Jahr 2000 von Mathias Ziegler und Christoph Gaffga gegründet wurde, konnten sich die beiden Studenten der Betriebswirtschaftslehre und Informatik noch nicht vorstellen, dass das junge Unternehmen in den folgenden Jahren einen so durchschlagenden Erfolg haben würde. „Eigentlich wollten wir eine Ferienwohnung zur Vermietung im Internet anbieten, fanden aber unter den damals existierenden Urlaubs-Portalen keines, das unseren Vorstellungen entsprach.“ erklärt Mathias Ziegler, „so beschlossen wir kurzerhand, unsere eigene Datenbanklösung zu entwickeln“. Das war die Geburtsstunde von Triplebase, einer Datenbank-Applikation, die heute technische Grundlage vieler unterschiedlicher Portale ist. Der thematische Schwerpunkt der Applikation liegt auf Portalen aus dem Bereich Touristik. Zeitgleich mit der Entwicklung des Software-Fundamentes entstanden die Internet-Portale unterkunft.de und urlaubstage.de, die für die Betreiber anfangs der Überprüfung der Triplebase-Funktionen dienten. Heute stellen diese Portale das Triplemind-Netzwerk dar.
Unterkunft.de, das von Triplemind ins Leben gerufene Portal zur Vermietung von Feriendomizilen, unterscheidet sich durch seine Bietfunktionen von den üblichen Ferienwohnungsportalen. In den Ergebnislisten der klassischen Variante erscheinen Ferienwohnungen und –häuser, die zum Fixpreis angeboten werden. Bei der neuen flexiblen Suche mit Bietfunktion funktioniert das etwas anders: Hier stoßen Suchende auf private Anbieter von Ferienimmobilien, kleinen Hotels und Pensionen. Der Clou: Bei Annoncen mit der Funktion „Bieten“ haben die potentiellen Gäste ein Mitspracherecht in puncto Endpreis. Durch die Abgabe eines individuellen Gebotes sichern sie sich so manchen Schnäppchenpreis.
Die gebürtigen Frankfurter erkannten schon früh die Wichtigkeit von generischen Domainnamen und investierten den mit ihren Portalen generierten Gewinn konsequent in die Erweiterung ihres Portfolios. Die Benutzerfreundlichkeit der Internet-Plattformen wurde von Anfang an groß geschrieben und laufend überarbeitet. Für die stetige Weiterentwicklung der Software sind die Einführung eines Merkzettels, die Sammelanfrage und die Möglichkeit, Unterkünfte direkt zu bewerten, nur einige Beispiele.
Durch geschickte Preispolitik, Einträge in Suchmaschinen und strategische Partnerschaften gelang es den Jungunternehmern, ihre Urlaubs-Portale binnen kurzer Zeit bekanntzumachen. Ein Jahr nach Unternehmensgründung standen bereits mehr als 2.000 Einträge für die Urlaubssuche bereit.

Triplemind ist der Kopf, Triplebase das Herz des Unternehmens
Die auf Unterkünfte spezialisierte Datenbank Triplebase basiert auf XML. Triplebase eignet sich besonders für Fremdenverkehrsämter, Ferienhausagenturen, Reiseveranstalter, Hotels und regionale Informationsseiten.
Gegen einen geringen monatlichen Beitrag können touristische Leistungsträger ihre Unterkunfts- und Reise-Angebote zeitsparend und kostengünstig einem breitgefächerten Publikum zugänglich machen. Dies ist sowohl basierend auf dem eigenen Internet-Angebot als auch durch das Triplemind-Netzwerk möglich. Die Entwicklung einer eigenen kostenintensiven Datenbank entfällt, da Triplebase nach individuellen Vorgaben angepasst wird. Hierdurch entsteht für beide Partner eine Win-Win-Situation. Die Vorteile für den Kunden liegen in der einfachen Datenhaltung und der Kosteneinsparung durch Outsourcing, da keine eigene Datenbank aufgebaut und administriert werden muss. Die Daten-Verwaltung ist über eine Internetseite jederzeit und an jedem Ort möglich. Dies ist besonders praktisch für Unternehmen, die häufig im Ausland unterwegs sind, um Objekte zu überprüfen. Dank des bestehenden Triplemind-Netzwerks wird jeder einzelne Eintrag in mehreren unterschiedlichen Web-Auftritten veröffentlicht.

Die verschiedenen Projekte
Die einzelnen Portale sind recht unterschiedlich: So gibt es neben
unterkunft.de und urlaubstage.de, ferienwohnung.com und apartments.de auch die Länderportale irland.com, aegypten.de sowie das Städteportal dublin.de. Durch die Vernetzung der Internet-Marktplätze und mit der Grundlage der gemeinsamen Datenbank wird der Eintrag einer Unterkunft auf allen Portalen, je nach Ausprägung, veröffentlicht. Die Resonanz der Nutzer bestätigt den Erfolg des Konzepts: Mehr als 30.000 Menschen suchen täglich über eines der Triplemind Urlaubs-Portale nach einer passenden Unterkunft. Durch die einfachen Suchfunktionen finden Kunden, dank dynamisch generiertem Verzeichnis über frei einzugebende Suchkriterien, rasch passende Angebote.
Während Triplemind in der Anfangszeit besonders in der Touristikbranche vertreten war, ist der Projektkatalog mit den Jahren breiter geworden. Jüngstes Projekt der findigen Portal- Betreiber ist Kosmetik.de, ein Preisvergleichsportal rund um das Thema Schönheit und Wohlfühlen, das aktuell knapp 1 Mio. Produkte verschiedener Anbieter wie z.B. Douglas.de,
Zalando und dem Baur Versand beherbergt. Darüber hinaus bietet das Portal Beiträge und Tipps der hauseigenen Beauty-Experten zu den Themen:
Make-Up, Parfum, Gesundheit und Wellness.
Neben den eigenen Seiten betreibt die Triplemind GmbH das bekannte Reiseportal TravelScout24 und
ElectronicScout24.

Die Vorteile generischer Domains
Die Einnahmen, die Triplemind durch Portale wie unterkunft.de verzeichnet, werden in den Kauf generischer Domains investiert. Auch hierbei haben Mathias Ziegler und Christoph Gaffga das Potential des Marktes erkannt. Sie kaufen bereits registrierte generische Domainnamen an und projektieren diese. Triplemind konzentriert sich vor allem auf Top-Level-Domains wie .de, .com und .info. Danach werden mit der Website durch Werbeeinblendungen Einnahmen generiert. Die Website wird optimiert und suchmaschinenfreundlich gestaltet. Sobald dort genug Traffic aufläuft, verkauft Triplemind die Website weiter.
Eine generische Domain hat immense Vorteile. Nicht nur, weil sich ein Kunde durch den Gattungsbegriff den Namen des Unternehmens gut einprägen kann – auch in der Monetarisierung durch Werbeeinnahmen spielen sie eine wichtige Rolle. Sie erleichtern den Verkauf von Werbung erheblich.
Im Rahmen des Linkbuildings liegen die Vorteile darin, dass Webmaster bevorzugt auf einen gut klingenden Domainnamen verlinken. Gleiches gilt auch für den Vertrieb und die Pressearbeit des Unternehmens: Ein beschreibender Domainname impliziert Seriosität, vermittelt Vertrauen und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
Zudem werden generische Domains von Suchmaschinen im Ranking bevorzugt behandelt bzw. als relevanter eingestuft als zum Beispiel Eigennamen. Sich in den vorderen Plätzen bei Google und Co. wiederzufinden, ist bei den generischen Schlüsselwörtern mit geringerem Aufwand zu verwirklichen.

Triplemind
Gegründet: April 2000 Unternehmenssitz: Offenbach am Main
Geschäftsführung: Mathias Ziegler
Tätigkeitsbereiche: Entwicklung einer spezifischen Internet-Datenbankapplika-tion für touristische Leistungsträger (Triplebase) und Betreiber von eigenen Internet-Marktplätzen, die auf dem eigenen Touristik-Datenbanksystem basieren (z.B. unterkunft.de, urlaubstage.de, ferienwohnung.com, apartments.de u.v.a.) sowie Application Service Provider für Touristik-Unternehmen.
Kunden: Ferienhausagenturen, Fremdenverkehrsämter,
Hoteliers, Campingplatzbetreiber, private und ge-werbliche Vermieter.
Triplemind-Netzwerk: www.unterkunft.de , www.urlaubstage.de, www.aegypten.de, www.irland.com, www.dublin.de, www.bulgarien.info, www.apartments.de

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