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Steigende .com-Gebühren: Mehr Preisdruck durch neue TLDs?

Geschrieben am 16 August 2012 von von Domainvermarkter-Magazin

zuerst veröffentlicht im Domainvermarkter-Magazin 07

Ende März veröffentlichte ICANN einen Entwurf für die Verlängerung des Vertrags mit Verisign über den Betrieb der Top-Level-Domain .COM. Wie der derzeit gültige Vertrag sieht der Entwurf vor, dass die Registrierungsstelle die Gebühren, die sie den Registraren in Rechnung stellt, innerhalb eines Zeitraums von 6 Jahren bis zu vier Mal erhöhen darf. Die Preise können dabei jedes Mal um bis zu 7 Prozent steigen.

Da die Preisgestaltung zwischen Verisign und dem US-Handels- sowie dem US-Wirtschaftsministerium ausgehandelt wurde, sind diese und andere Bestimmungen des Vertrags nicht Gegenstand des verlängerten Vertrags zwischen ICANN und Verisign. Vielmehr betont ICANN, dass „If the .com pricing provisions were to be changed to be similar to the other large gTLDs then that would most likely allow Verisign to raise prices by 10% per year in each of the six years of the agreement, as in the .biz, .info, .net, and .org agreements.“ Neustar, die Registrierungsstelle für .BIZ-Domains, hat von diesem Recht bereits Gebrauch gemacht und zum 1. Februar 2012 die Registrierungspreise um 7,5 Prozent auf 7,85 US-Dollar angehoben.

Status quo
7,85 US-Dollar verlangt derzeit auch Verisign für eine .COM-Domain. Nimmt das Unternehmen sein Recht wahr, die Preise in Übereinstimmung mit dem Vertrag vier Mal zu erhöhen, müssen Registrare bereits 2016, spätestens jedoch 2018, über 10 US-Dollar pro Domain bezahlen.
„Das Steigen der Preise ist nicht schön: übertrieben tiefe und dann stetig steigende Preise sind eine Form von absichtlicher Täuschung der Kunden. Aber für eine nicht-spekulative Nutzung von Domains sind die Preiserhöhungen absolut unwichtig“, sagt Werner Straub, Vorstandsmitglied von CORE Internet Council of Registrars.

Zusätzlich zu den turnusmäßigen Erhöhungen kann Verisign die Preise ebenfalls dann anheben, wenn dem Unternehmen Kosten aufgrund von Investitionen in die technische Infrastruktur entstehen. Die Ergänzung des Vertrags betreffen beispielsweise technische Aspekte wie die Verpflichtung der Registry, künftig auch IPv6- Adressen, DNSSEC oder Internationalized Domain Names zu unterstützen.

Ausblick
Einige Branchenexperten gehen davon aus, dass die Einführung neuer Top- Level-Domains die etablierten Registrybetreiber unter stärkeren Rechtfertigungsdruck setzt. Wenn neue allgemein verfügbare TLD-Domains den Registraren für deutlich geringere Gebühren angeboten werden, stellt sich die Frage, warum diese bei den bestehenden TLDs so hoch sind.

Andererseits könnten sich die Anbieter der neuen TLDs an der Preisgestaltung der etablierten TLDs orientieren. Hierbei könnten sie bei ICANN offene Türen einrennen. Denn die Organisation weist bereits anlässlich der Verlängerung mit Verisign darauf hin, dass für neue TLDs oder Community-TLDs wie .asia, .cat, .jobs, .mobi, .post, .pro, .tel, .travel oder .xxx keine Kontrolle der Registrierungspreise in den Betreiberverträgen enthalten sind.

„Die neuen Registries stehen unter einem gewaltigen Druck, die aufgewendeten finanziellen Mittel für die Bewerbung und für Investoren wieder einzuspielen“, sagt Andreas Schreiner, Geschäftsführer der InterNetWire Communications GmbH. „Daher ist zumindest in den nächsten zwei bis drei Jahren mit vergleichbaren Domainpreisen wie bei .COM und .NET zu rechnen. Ein Preisdumping wird es vorerst nicht geben.“

Werner Straub ergänzt: „Ich glaube, dass die meisten neuen TLDs deutlich höhere Preise verlangen werden, im Durchschnitt mitunter bis zum 10-fachen Preis einer .com-Domain, und dass sie im Endeffekt trotzdem billiger und nützlicher sein werden.“ Denn, so Straub, sorgten vergleichsweise hohe Registrierungskosten eher dafür, dass die Domains nicht in erster Linie aus spekulativen Gründen registriert würden, sondern für die Nutzung durch die „normalen Domaininhaber“.

Von Matthias Maier, info@textstudio.info

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nTLDs – ICANN verlängert Kommentierungs-Frist

Geschrieben am 13 August 2012 von von Domainvermarkter02

Die ICANN hat die Frist, in der die Öffentlichkeit zu dem neuen Top-Level-Domains-Programm (nTLDs-Programm) Stellung nehmen kann, um 45 Tage verlängert. Bis einschließlich Mittwoch, den 26. September 2012 kann somit noch jeder seine Bedenken, Befürchtungen und Meinungen zu den einzelnen TLD-Bewerbungen bei der ICANN einreichen. 

Ursrünglich sollte die Frist zur öffentlichen Kommentierung der nTLD-Bewerbungen lediglich 60 Tage betragen, womit die am 13. Juni 2012 gestartete öffentliche Kommentierungsphase eigentlich am Sonntag, den 12.08.2012 enden sollte. Die ICANN begründet die Erweiterung dieses Zeitfensters mit zahlreichen Anfragen und Bitten von verschiedensten Seiten, daunter auch der US-Regierung, die sich ob der unerwarteten Masse der insgesamt 1.930 eingereichten nTLD-Bewerbungen um 1.409 verschiedenen Endungen, für eine Fristverlängerung ausgesprochen hatten. Eine genaue und faire Evaluation der eingreichten Bewerbungen, die für eine qualifizierte Kommentierung unabdingbar ist, sei ansonsten nicht möglich, so der allgemeine Grundtenor.

Decken tut sich die nun beschlossene Verlängerung der Kommentierungsfrist auch mit dem, für den Bewerbungsprozess des nTLD-Programms maßgeblichen, Applicant Guidebook der ICANN, in dem, für den Fall dass signifikant mehr nTLD-Bewerbungen als erwartet eingreicht werden, die Möglichkeit einer Fristverlängerung vorgesehen ist. Da anstelle der erwarteten 500 Bewerbungen nun 1.930 Bewerbungen um 1.409 nTLDs vorliegen, scheint die Verlägerung der Frist also nur konesquent und beinahe auch unumgänglich.

Bis zum Ende des eigentlich vorgesehen Zeitfensters am Sonntag, den 12.08.2012 wurden bei der ICANN bereits mehr als 5.500 Kommentare und Stellungnahmen mit Kritik und Anmerkungen zu einzelnen nTLD-Bewerbungen und Bewerbern eingreicht, deren Zahl sich nun wohl noch einmal deutlich erhöhen wird.

Somit dürfte sich auch das gesammte weitere Verfahren, an deren Ende dann die letztendliche Einführung der nTLDs stehen soll, nach Verlängerung der eigentlichen Bewerbungsphase sowie dem Abstand nehmen vom “digitalen Bogenschießen”, beides aufgrund technischer Pannen, zusätzlich hinauszögern.

Weitere Informationen finden sich auf der nTLD-Infosite (engl.) der ICANN.

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Technische Probleme: „Digitales Bogenschießen“ gestoppt!

Geschrieben am 25 Juni 2012 von von Domainvermarkter02

Das umstrittene „digitale Bogenschießen“, das die ICANN zur Ermittlung einer Bearbeitungsreihenfolge der Bewerbungen um die neuen generischen Top-Level-Domains (NewgTLDs) aus der Taufe gehoben hat, ist vorerst gestoppt. Erneut sind es technische Probleme die die ICANN dazu zwingen den Prozess auf unbestimmte Dauer auszusetzen. Seit dem 23. Juni ist das System nun abgeschaltet; Eine Registrierung ist derzeit nicht mehr möglich.

Wann das ohnehin viel kritisierte Verfahren des „Digital Archery“ (wir berichteten) fortgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Und auch ob es überhaupt weitergeht, scheint nun mehr als fraglich. Branchenkenner gehen von einem endgültigen Scheitern und einem Zurückrudern der ICANN in Sachen “Digital Archery” aus.

In einer Presseerklärung versucht die ICANN die aktuellen Probleme zu beschreiben und nimmt Stellung zu den erneuten technischen Problemen:

Der wichtigste Grund (Anmerk. der Redaktion: für die Aussetzung des Systems) ist, dass Bewerber davon berichteten, dass der Zeitstempel des Systems, aus noch ungeklärten Gründen, unerwartete, falsche Ergebnisse liefert. Unabhängige Analysten konnten dies bestätigen.

Wie genau es zu den Varianzen bei der Ausstellung des Zeitstempels kommt, ist derweil noch vollkommen unklar. Klar scheint nur, dass der Fehler irgendwo im eigenen technischen System begründet liegt.
Wahrscheinlich scheint einigen ICANN-Analysten eine unzureichende Netzwerklatenz (beanspruchte Zeit einer Datenübertragung zwischen Rechnern innerhalb eines Netzwerkes), andere sehen die Probleme eher in einer fehlerhaften Reaktion des Zeitstempel-Systems unter verschiedenen Ausgangsumständen als Ursache. Genaueres prüfen Experten aktuell.

Geringe Akzeptanz des Verfahrens – wie es weitergeht ist fraglich
Eigentlich sollte das Zeitfenster zur Registrierung und Abholung des Zeitstempels zum 28. Juni geschlossen werden. Bis zur Aussetzung des Systems am 23. Juni, hatten sich jedoch erst 20 Prozent der Bewerber um eine der NewgTLDs registriert und sich ihren, für das „digitale Bogenschießen“ zwingende erforderlichen, Zeitstempel abgeholt. Dies spricht für die geringe Akzeptanz auf die das Verfahren des „Digital Archery“ in der Branche gestoßen ist, und dafür, dass nach den nun vorliegenden technischen Schwierigkeiten, möglicherweise ganz von dem Schießen mit dem digitalen Bogen Abstand genommen wird. Dies ist bislang aber nicht mehr als eine Vermutung. Wie, wann und ob es überhaupt weiter geht mit dem digitalen Bogenschießen, dazu äußerte sich die ICANN noch nicht. Der weitere Evaluierungsprozess in Sachen NewgTLDs soll aber fortgesetzt werden wie geplant.

Technische Panne der Grund für Salazar-Rücktritt?
Diese erneute, peinliche technische Panne im Einführungsprozess der NewgTLDs, lässt den überraschenden Rücktritt von Michal Salazar, der am späten Donnerstag Abend via Pressemitteilung vermeldet wurde, in einem ganz neuen Licht erscheinen. Salazar zeichnete sich bei der ICANN hauptverantwortlich für das NewgTLDs-Programm. Die Vermutung liegt nahe, das Salazar nun persönliche Konsequenezen aus dem neuerlichen, technischen Fauxpas gezogen hat. Eine Begründung für den überraschenden Rücktritt Salazars, kurz bevor das jahrelang unter seiner Feder geplante NewgTLD-Programm endlich zum Abschluss gebracht wird, wurde nicht gegeben. Die zeitliche Nähe zu dem Bekanntwerden der aktuellen “Zeitstempelprobleme”, unterfüttert jedoch die Vermutung, dass der Rücktritt im direkten Zusammenhang mit den neuerlichen technischen Problemen liegt. Mit diesen muss sich ab sofort Kurt Pritz auseinandersetzten, der die Federführung über das NewgTLDs-Programm, zumindest solange bis die Position neu besetzt wird, kommisarisch übernommen hat.

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70 Bewerbungen für neue TLDs aus Deutschland

Geschrieben am 13 Juni 2012 von von Christoph Grueneberg

ICANN hat die Bewerberliste für neue gTLDs bekanntgegeben. Insgesamt gibt es Bewerbungen für 1.930 neue Endungen, davon nur 70 aus Deutschland. Um 230 NewgTLDs gibt es mehr als einen Bewerber (insgesamt 751 Bewerbungen), so dass es 1.409 verschiedene Endungen geben könnte.

Die komplette Liste aller Bewerbungen findet sich hier: http://newgtlds.icann.org/en/program-status/application-results/strings-1200utc-13jun12-en

Die Liste der deutschen Bewerbungen ist teilweise sehr überraschend. Nur wenige der hier begehrten Endungen waren vorher bekannt. Eine .spiegel oder eine .lidl hatte vor der heutigen Bekanntgabe wohl keiner auf  Liste. Interessant, wer sich hingegen nicht beworben hat: Die Springer-Gruppe verzichtet auf .welt oder .bild, und .bmw findet keinen Mitbewerber in .daimler oder .mercedes.

Die Deutsche Vermögensberatungs AG (DVAG) scheint fest daran zu glauben, dass eine neue TLD auch beim Ranking hilft – denn für Domainexperten ist es ansonsten völlig unverständlich, warum diese sich mit .vermögensberatung und .vermögensberater u.a. um zwei reine Umlautbegriffe bewirbt. Ob der Gründer der DVAG Reinfried Pohl seine .pohl bekommt könnte spannend werden. Nachnamensdomains ohne überragender Bekanntheit könnten Namensrechte gleichnamiger Personen entgegenstehen. Aber Eitelkeit kennt ja bekanntlich keine Grenzen.

Ebenfalls interessant ist die ähnlich gelagerte Bewerbung für .schwarz (nach dem Gründer von Lidl), schließlich gehört schwarz.de einem kleinem Computerhaus und schwarz.com einer US-Firma.

Hier die komplette Liste aller deutschen gTLD-Bewerbungen:

Domainendung / TLD Bewerber
ACO ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG
ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)
ALLFINANZ Allfinanz Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft
ALLFINANZBERATER Allfinanz Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft
ALLFINANZBERATUNG Allfinanz Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft
AUDI AUDI Aktiengesellschaft
BAUHAUS Werkhaus GmbH
BAYERN Bayern Connect GmbH
BERLIN dotBERLIN GmbH & Co. KG
BLANCO BLANCO GmbH + Co KG
BMW Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
BOEHRINGER Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
BOSCH Robert Bosch GMBH
COLOGNE NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
DEUTSCHEPOST Deutsche Post AG
DHL Deutsche Post AG
DVAG Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG
EDEKA EDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e.V.
EMERCK Merck KGaA
EPOST Deutsche Post AG
FRESENIUS Fresenius Immobilien-Verwaltungs-GmbH
GEA GEA Group Aktiengesellschaft
GMBH TLDDOT GmbH
GMBH InterNetWire Web-Development GmbH
GMX 1&1 Mail & Media GmbH
HAMBURG Hamburg Top-Level-Domain GmbH
HIV dotHIV gemeinnuetziger e.V.
IFM ifm electronic gmbh
IMMO dotimmobilie GmbH
KOELN NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
KSB KSB Aktiengesellschaft
LIDL Schwarz Domains und Services GmbH & Co. KG
LINDE Linde Aktiengesellschaft
LLC myLLC GmbH
LLP myLLP GmbH
LTD myLTD GmbH
MAIL 1&1 Mail & Media GmbH
MAN MAN SE
MED DocCheck AG
MERCK Merck KGaA
MINI Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
NRW Minds + Machines GmbH
OBI OBI Group Holding GmbH
ONL I-REGISTRY Ltd., Niederlassung Deutschland
ONLINE I-REGISTRY Ltd., Niederlassung Deutschland
POHL Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG
REISE dotreise GmbH
REXROTH Bosch Rexroth AG
RICH I-REGISTRY Ltd., Niederlassung Deutschland
RUHR regiodot GmbH & Co. KG
RWE RWE AG
SAARLAND dotSaarland GmbH
SAP SAP AG
SARL mySARL GmbH
SCHAEFFLER Schaeffler Technologies AG & Co. KG
SCHWARZ Schwarz Domains und Services GmbH & Co. KG
SCHWARZGROUP Schwarz Domains und Services GmbH & Co. KG
SEW SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG
SPIEGEL SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG
SRL mySRL GmbH
STADA STADA Arzneimittel AG
TAXI Taxi Pay GmbH
TRUST Deutsche Post AG
TUI TUI AG
vermögensberater Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG
vermögensberatung Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG
VERSICHERUNG dotversicherung-registry GmbH
VIP I-REGISTRY Ltd., Niederlassung Deutschland
VIP Vipspace Enterprises LLC
WEB Schlund Technologies GmbH

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ICANN will New-TLD-Bewerberliste am 30. April bekanntgeben

Geschrieben am 03 April 2012 von von Domainvermarkter02

Mit Spannung wird erwartet um welche neuen Domainendungen demnächst der Domainnamensraum erweitert werden könnte. Nun hat die ICANN in einer Pressemitteilung mit dem 30. April 2012 das Datum bekannt gegeben, an welchem die vollständige Liste der Bewerbungen veröffentlicht werden soll. Wenn alles wie erwartet abläuft.

Dann läge die ICANN nach eigenen Angaben voll im selbst aufgestellten Zeitplan. Rod Beckstorm, Präsident und CEO der ICANN äußert sich in der Presseerklärung wie folgt:

Unser Plan war es immer, die Liste mit den Bewerbern um eine der neuen gTLD, ca. zwei Wochen nach dem Schließen des Bewerbungsfenster am 12. April dieses Jahres zu veröffentlichen. Mit der Bekanntgabe eines Veröffentlichungstermin, so Beckstorm weiter, möchte man allen die Möglichkeit eröffnen, sich auf diesen mit Spannung erwarteten Moment vorzubereiten.

Allerdings merkt der ICANN-Präsident einschränkend an, dass es für den Fall einer überwältigend großen Anzahl von Bewerbungen durchaus noch zu einer Verschiebung des anvisierten und nun offiziell verkündeten Termin kommen kann.

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Neue Top-Level-Domains: 25 Unternehmen registrieren sich binnen erster Woche

Geschrieben am 26 Januar 2012 von von Domainvermarkter02

Das neue gTLD-Programm der ICANN ist jüngst in die nächste Phase gestartet. Seit dem 12. Januar 2012 können sich alle an einer eigenen gTLD Interessierten, bei der ICANN registrieren lassen und ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.

Nach der ersten Woche der lang erwarteten Registrierungsphase, haben sich laut ICANN, insgesamt 25 Unternehmen mit Ihrem TAS-Account registriert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass bisher lediglich 25 Bewerbungen für eine neue gTLD eingereicht wurden. Über jeden TAS-Account können nämlich bis zu 50 Einzelbewerbungen für eine der neuen gTLDs erfolgen.

So sickerte bereits nach außen durch, dass sich die Unternehmung Minds + Machines, über ihren TAS-Account, für insgesamt 20 gTLDs beworben hat.

In einer Pressemitteilung zeigt sich ICANN CEO Rod Beckstrom zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der aktuellen Registrierungsphase.

„Ich stelle fest, dass eine Woche nach dem Start der Bewerbungsphase für die neuen Domainendungen, alles so funktioniert wie es soll.“

Das Bewerbungs-Fenster wird noch bis zum 12. April geöffnet sein. Allerdings endet die Deadline für eine Registrierung mittels eines TAS-Accounts bereits am 29. März.

Während sich die ICANN hinsichtlich einer Prognose, was die Gesamtzahl der Bewerbungen angeht, in einen Mantel des Schweigens hüllt, gehen Registrare und andere mit der Materie vertraute Experten davon aus, dass zwischen 1.000 und 1.500 Bewerbungen um eine der neuen gTLDs, bei der ICANN eingehen werden.

Diese Prognose wird von der ICANN weder dementiert, noch bestätigt. Bis zum Stichtag 1. Mai 2012, will man sich von Seiten der ICANN aus, in keinster Weise zu dem genauen Stand der Registrierungsphase äußern. – Weder zu der Anzahl der eingegangen Bewerbungen, noch dazu, wer genau dahinter steht.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand und Verfahren, gibt es auf der Microsite der ICANN, die speziell zur Einführung der neuen gTLDS eingerichtet wurde.

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Widerstand gegen NewTLDs organisiert sich neu

Geschrieben am 14 November 2011 von von Domainvermarkter03

87 amerikanische und internationale Wirtschaftsverbände und Unternehmen haben sich zu einer Gruppe namens Coalition For Responsible Domain Oversight (CRIDO) zusammengeschlossen, um gegen die neuen Top Level Domains der ICANN vorzugehen. Angeführt wird die Gruppe von der Association Of National Advertisers (ANA), die sich vor wenigen Monaten bereits deutlich gegen die New TLD-Offensive der ICANN ausgesprochen hatte und seitdem nach Unterstützung sucht, die sie nun offenbar gefunden hat.

CRIDO hat es sich laut einer offiziellen Pressemitteilung zur Aufgabe gemacht, das Programm der ICANN aggressiv zu bekämpfen. Als Gründe für das Vorgehen gegen die neuen TLDs gibt die Gruppe die „äußerst fehlerhafte Begründung, enorme Kosten und Nachteile für Markeneigentümer, die Wahrscheinlichkeit für räuberische Cyber-Attacken gegenüber Konsumenten und das Scheitern, im Sinne des öffentlichen Interesses zu handeln“, an.

Die Möglichkeit, praktisch jedes Wort als Top Level Domain benutzen zu können, würde sowohl Markeneigentümer als auch kleine Unternehmen, Konsumenten und Wohltätigkeitsorganisationen unter Druck setzen, neue TLDs zu kaufen und schützen. Bob Liodice, Präsident und CEO der ANA, sagte: „Große globale Unternehmen, die von der CRIDO repräsentiert werden, sehen einen immensen Schaden für ihre Auftraggeber, Konsumenten und Wirtschaft voraus. Wir bitten die ICANN inständig darum, ihre Bemühungen, das schlecht durchdachte, ungewollte und zerstörerische Programm auf den Weg zu bringen, abzubrechen“.

CRIDO befürchtet einen erheblichen Vertrauensverlust in Internettransaktionen, falls die ICANN ihr Programm fortführt. Außerdem werden unnötige Ausgaben in Milliardenhöhe befürchtet, die besser in Produktverbesserungen, Investitionsaufwendungen und der Schaffung neuer Jobs aufgehoben wären.

Neben 47 meist amerikanischen Wirtschafts- und Handelsverbänden gehören der CRIDO 40 Unternehmen mit namhaften Marken wie Coca-Cola, Burger King, Kellogg, Dell, General Electric, Nestlé und Samsung an. Alle 87 Mitglieder haben eine Petition an das Department Of Commerce (DOC), den Aufseher der ICANN in der amerikanischen Regierung, unterzeichnet, um einen Stopp des neuen TLD-Programms zu erwirken.

Der bekannte Domainer Rick Schwartz gab in einem Kommentar bekannt, dass er die CRIDO-Gruppe unterstütze: Die neuen TLDs seien „nicht das, was gebraucht wird. Es ist eine Geldmacherei der ICANN und wird von Registraren unterstützt, weil es sich um eine Lizenz zum Gelddrucken handelt.“ Andererseits gab er bekannt: „Was auch immer passiert, es wird in einem weit größeren Rahmen passieren, als dass die Domainindustrie und diese Gruppe etwas dagegen tun könnte. Wir sind bloße Zuschauer in dieser Diskussion.“

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Neue TLDs: Wenig Begeisterung bei großen US-Firmen

Geschrieben am 09 November 2011 von von Christoph Grueneberg

An den neuen Top Level Domains der ICANN sind laut einer Befragung der Bloomberg BusinessWeek offenbar deutlich weniger große Unternehmen aus den USA interessiert als gedacht. Markeneigentümer wie Procter & Gambler und Hewlett Packard sehen keinen Nutzen darin, über .com-Adressen hinaus neue Domains zu registrieren. So gab Sprecher Paul Fox von Procter & Gambler, einem der größten Markenartikelhersteller der Welt (u.a. Pampers), bekannt, dass man sich nicht für eine eigene Endung bewerbe. Hewlett Packard sieht die neuen TLDs als kostenintensiv an und werde ebenfalls nicht an dem Programm teilnehmen, so zumindest Global Marketing-Vizepräsident Gary Elliott.

Wie bereits mehrfach berichtet, plant die ICANN, aus beinahe jedem Wort in jeder Sprache eine Domainendung zu machen. Dadurch könnten sich Endungen wie .berlin, .shopping oder .bmw ergeben. Die Anmeldegebühr für die neuen Top Level Domains beträgt stolze 185.000 US-Dollar. Doch keine einzige der 21 im vergangenen Monat von Bloomberg befragten und im Standard & Poor’s notierten Unternehmen planen, die neuen TLDs auch in Anspruch zu nehmen. Weitere Firmen wollten keinen Kommentar abgeben oder prüfen derzeit noch, ob sie an dem Programm der ICANN teilnehmen werden.

Die genannten Firmen bilden keine Ausnahmen: „Viele Unternehmen handeln wie wir und sagen sich, dass dieses Angebot gestoppt werden sollte. Es herrscht viel Verwirrung darüber, was das Programm genau bedeutet und welche Kosten entstehen werden“, so Elliott von Hewlett Packard. HP werde weiterhin auf seine Webseite hp.com bauen, statt Geld in neue Domains zu stecken. Die Kosten für eine Webseite mit neuer Endung schätzt Elliott inklusive aller Steuern und Gebühren, Webentwicklung und weiteren Ausgaben auf bis zu anderthalb Millionen Dollar.

Auch Procter & Gambler will sich auf seine bestehenden .com-Domains konzentrieren sowie andere Wege zum Austausch mit Konsumenten nutzen. Laut Sprecherin Tonia Elrod benötige das neue TLD-Programm Ressourcen, die das Unternehmen lieber in den Aufbau von Kundenbeziehungen investieren möchte.

An den neuen Domains haben bislang erst wenige große Unternehmen wie Hitachi und Canon Interesse bekundet. Der größte amerikanische Autohersteller General Motors wägt nach gründlichen Auswertungen derzeit seine Optionen ab. Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart bewertet das Domain-Programm noch, während Adobe Systems von einer „unnötigen Erweiterung der generischen Top Level Domains“ spricht und seine Bedenken über die Verwirrung von Usern und steigendes Betrugspotential äußert. Das Unternehmen prüft derzeit noch, ob es neue Domains registrieren lassen wird.

Europäische Firmen wie Porsche, Vodafone und Puma hatten bereits vorher bekannt gegeben, dass sie sich nicht für die neuen Endungen interessieren. Über Sinn und Unsinn der neuen TLDs wird bereits seit Längerem diskutiert; dass selbst für namhafte amerikanische Unternehmen keine neuen Top Level Domains in Frage kommen, ist kein gutes Zeichen für die groß angelegte ICANN-Offensive. Zumindest wird deutlich, dass es eben nicht die die .Marke ist, die begeistert Nachfrage findet. So bleibt der Verdacht, dass es hier eher um Zusatzgeschäfte der Registry-Industrie geht – die dann wiederum Markenartikler nötigen, defensive Registrierungen vorzunehmen, um hieraus Umsätze zu generieren. Nicht zu vergessen die zahlreichen Berater und Anwälte, die bereits jetzt schon kräftig von der Bewerbungs(vor)phase profitieren.

Der Bloomberg BusinessWeek ist für ihre Recherchen zu danken, zeigt sie doch die Realität um die Nachfrage von Marken-TLDs. Das grundsätzliche Problem des New-TLD-Hypes ist, dass es viele lautstarke Berater, Anwälte und Registries gibt, die permanent aus verständlichen Interessen die Werbetrommel rühren, aber Kritiker und Gegner der New-TLDs eher wenig zu hören sind. Registrare schalten doppelseitige Anzeigen, um Vorbestellungen für noch nicht existierende Endungen anzunehmen, aber wer gegen solche neue Endungen ist, wird wohl kaum Gegenanzeigen schalten, es würde wirtschaftlich keinen Sinn machen. Es ist wie bei jeder großen Blase der letzten Jahre: Erst wenn sie platzt, wird man feststellen, dass es eine solche war.

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Neue TLDs: Diskussion mit ICANN-Chef Beckstrom am 22.09. in Berlin

Geschrieben am 14 September 2011 von von Domainvermarkter03

Die ICANN lädt am 22. September 2011 zu einer Podiumsdiskussion mit ICANN-CEO Rod Beckstrom in Berlin ein. Thema ist die Einführung der sogenannten New TLDs.

Die Pressemitteilung lautet wie folgt:

“Im kommenden Jahr wird sich das Domainnamen-System (DNS) im Internet einen entscheidenden Schritt weiter entwickeln: Neben den bekannten Top-Level-Domains (TDL) wie .de, .com, .net und .org werden neue Adressendungen möglich. Ab Januar können Unternehmen, Organisationen oder Regionen sich für eine eigene Domain bewerben. Denkbar sind z.B. .berlin, .bayern oder .microsoft. Für die Einführung der neuen Domains ist die unabhängige Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) zuständig, die sich auch um die allgemeine Verwaltung und Kontrolle der Top-Level-Domains kümmert. ICANN-CEO Rod Beckstrom, reist nun im September durch Europa, um über die Bedeutung der neuen Domains – vor allem für Unternehmen, Marken und Regionen – zu sprechen. Geplant sind Diskussionsveranstaltungen in London, Paris, Brüssel – und Berlin.

Im Namen von ICANN laden wir Sie herzlich ein, an der Berliner Podiumsdiskussion mit Rod Beckstrom sowie Internet- und Markenexperten teilzunehmen.

Wann?
Donnerstag, 22. September 2011
Beginn: 11.00 Uhr (Einlass ab 10.30 Uhr)

Wo?
E-Plus BASE Camp
Unter den Linden 10
10117 Berlin

Im Anschluss an die Diskussion laden findet ein kurzes Get Together statt.

Wir würden uns freuen, Sie als Besucher in Berlin begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie uns bis zum 14. September Bescheid, ob Sie am Panel teilnehmen möchten. Schicken Sie Ihre Antwort an: benjamin.ulrich@edelman.com ”

Quelle: http://www.icann.org/de/announcements/announcement-13sep11-de.htm

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Verisign: Preiserhöhung für .com und .net Domains

Geschrieben am 18 Juli 2011 von von Christoph Grueneberg

Verisign kündigte jüngst eine erneute Preiserhöhung für die von ihrer Firma verwalteten .com und .net Domainnamen an.

Demnach steigen die Preise am 15. Januar 2012 wie folgt:

  • Für die Registrierung einer .com-Domain werden nun 7,85 US $, anstelle von den bisher veranschlagten 7,34 US $, fällig. Eine Preiserhöhung um 51 Cent.
  • Die Registrierungsgebühr einer .net-Domain steigt von 4,65 US $ um 46 Cent auf dann 5,11 US $.

Hinzu kommt dann noch die an die ICANN zu entrichtende Gebühr in Höhe von 18 Cent pro Jahr, welche noch nicht in den Verisign Preisen enthalten ist. Somit ergeben sich Gesamtpreise in Höhe von 8,03 US $ für eine .com, sowie 5,29 US $ für eine .net Domain. Dies sind die Resellerpreise der Registry, im Endkundenverkauf können hierzu noch einmal die Aufschläge der einzelnen Registrare kommen.

Verisign begründet diese Gebührenerhöhung mit der weltweit steigenden Nutzung des Internets. Nach eigenen Angaben hat sich in den vergangenen fünf Jahren, das Volumen der Domain Name System-Abfragen, innerhalb der globalen Verisign-Infrastruktur, mehr als verdoppelt. Demnach verarbeitet Verisign nun täglich durchschnittlich 57 Milliarden Abfragen. Diese riesige Menge an Abfragen stelle eine immense Belastung dar. Zusammen mit den stetig zunehmenden Distributed Denial of Service-Attacken, dem das System ausgesetzt wird, hätten sich die Anforderungen an Internet-Infrastruktur-Anbieter wie Verisign enorm erhöht.
Und um auch zukünftig, trotz des zu erwartenden noch schnelleren Wachstums der weltweiten Internet-Nutzung, 100 prozentige operative Sicherheit, Genauigkeit und Stabilität zu gewährleisten, seien weitere Investitionen und Innovationen nötig, die durch die angekündigten Gebührenerhöhungen getragen werden sollen.

Verisign ist unter anderem der Betreiber der Top-Level-Domains .com, .net, .cc, .name sowie .tv mit Sitz in MountainView, Kalifornien mit einem jährlichen Umsatz von über einer Milliarde US $.

Ein entsprechender Vertrag zwischen der ICANN, der weltweiten Netzverwaltungsorganisation mit Sitz in den USA, und Verisign erlaubt dies in § 7.3 wie folgt:

Ausgehend vom 31. Dezember 2006 beträgt die maximale Gebühr für die Registrierung einer Internetadresse 6 US $.

Mit jedem darauf folgenden Kalenderjahr kann diese Gebühr um den Faktor 1,07 steigen.

Eine solche Gebührenerhöhung ist in der Regel nur alle vier Jahre innerhalb einer sechsjährig laufenden Vereinbarung gültig.

Entscheidend ist allerdings, dass auch außerhalb dieser Vereinbarungszeit die Gebühren nach gleichem Muster erhöht werden können, wenn dem Betreiber der Top-Level-Domain außerordentliche Aufwendungen für eine Erhöhung der Sicherheitsstandards oder einer zusätzlichen Stabilisierung des Domain-Name-Servers entstehen.

Genau auf diese steigenden Aufwendungen in die Infrastruktur und Sicherheitsarchitektur, beruft sich Verisign in der Begründung zur Gebührenerhöhung (vgl. oben).

Merkwürdig:
Der DENIC gelingt es seit Jahren zu weit geringeren Kosten Domains zu verwalten, obwohl .de Domains sicherlich nicht weniger Betriebskosten verursachen als .com Domains.

In der Wirtschaft gibt es normalerweise “Economies of Scale” , den Skaleneffekt. Bei steigenden Stückzahlen sollten die aufzuwendenden Kosten je Stück eigentlich geringer werden.

Demnach müsste es, selbst unter Berücksichtigung von Sicherheitzuschlägen und einer angemessenen Gewinnmarge, möglich sein, .com Domains zu Preisen um die 2 US $ je Stück zu betreiben.

Bei Verisign scheint der Skaleneffekt genau andersherum zu funktionieren. Hier steigen die Kosten für .com und .net Domains von Jahr zu Jahr, während alle anderen Kosten in der IT-Welt drastisch sinken.

Die Original-Pressemitteilung von Verisign kann man hier nachlesen.

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