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Neue TLDs: Domainer sehen .com weiter vorne

Geschrieben am 05 März 2012 von von Domainvermarkter02

Wie werden sich die neuen gTLDs auf den Wert von .com-Domains auswirken? Diese Frage stellte der DomainNameWire-Blog im Rahmen seiner 7. Domain Name Wire-Umfrage zur Disposition. Insgesamt beteiligten sich bei der alljährlich durchgeführten Umfrage mehr als 1.000 Personen.

Das Ergebnis der Umfrage kann natürlich nicht als repräsentativ gewertet werden, gibt aber dennoch einen ganz guten Eindruck von dem, was die Domain-Industrie als direkte Auswirkungen der Top-Level-Domain-Erweiterung auf den Wert von .com-Domains erwartet.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die meisten der befragten Domainer und anderen in der Internet-Industrie tätigen Personen der TLD-Erweiterung recht gelassen entgegen sehen.

So denkt eine Mehrheit von 45 Prozent der Befragten, dass die TLD-Erweiterung keinerlei Einfluss auf den Wert ihres .com-Portfolios haben wird. 39 Prozent sehen in der Erweiterung sogar die Chance, dass der Wert ihrer .com-Domains ansteigen wird. Demgegenüber stehen gerade einmal 16 Prozent, die befürchten, dass sich der Wert ihrer .com-Domains in Folge der Einführung der neuen gTLDs verringern wird.

Auch wurde die Frage gestellt, wie sich die TLD-Erweiterung wohl auf generische TLDs auswirken wird. Hier ist die Branche relativ geteilter Meinung. Eine knappe Mehrheit von rund 31 Prozent sieht den Wert von generischen TLDs wie .biz, .info oder .net in Folge der Erweiterung fallen, 30 Prozent vermuten, dass sich der Wert erhöhen wird.

Als ein Hauptgrund für den von einigen Domainern befürchteten Wertverlust wird ins Feld geführt, dass die Auswahl an möglichen Domainnamen schon alleine rein zahlenmäßig erhöht wird und so mehr Angebot vorhanden ist, was auf einem funktionierenden Markt automatisch zu einem Preisabfall führt.

Die Gründe, warum davon ausgegangen wird, dass der Wert von .coms und anderen etablierten Domainendungen in Folge der Erweiterung steigen oder aber keinerlei Auswirkung haben wird, sind da vielfältiger. So wird teilweise davon ausgegangen, dass es die neuen Endungen, zumindest in den Anfangsjahren, schwer haben werden, sich durchzusetzen und so in keinerlei Konkurrenz zu den bereits bekannten und von den Usern akzeptierten TLDs stehen, denen ein gewisses Vertrauen entgegen gebracht wird. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Erweiterung dazu führen wird, dass .com und Co. sich mehr als bislang ohnehin schon als Premium-Domain-Namen erweisen werden, für die dann im Zweifel auch gerne etwas mehr gezahlt wird. Darüber hinaus werden auch Viele versuchen, auch die dazugehörige .com-Domain zu erstehen, so sie denn eine Domain mit einer der neuen TLDs gezeichnet haben. Auch dies kann in der Theorie dazu führen, dass der Wert eines .com-Portfolios steigt, da auch die Nachfrage nach dieser Domain-Endung steigen wird.

Nichtsdestotrotz wird es spannend sein zu beobachten, wie sich das Icann-Programm zur Erweiterung des Domain-Namemnsraums dann letztendlich wirklich auf die Internet- und Domain-Industrie auswirken wird. Und dies auf kurzfristige und langfristige Sicht.

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Ist .org die vetrauenswürdigste TLD? Zumindest laut Umfrage der .org-Registry

Geschrieben am 16 September 2011 von von Domainvermarkter02

The Public Interest Registry, kurz PIR, hat jüngst die Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage zu Top-Level-Domains (TLDs) unter dem bezeichnenden Titel “IN .ORG WE TRUST: …” veröffentlicht. Es ging in der Befragung darum, welcher TLD die Internetnutzer in den USA am meisten “Vertrauen” entgegen bringen. Zur Auswahl standen .com, .org, .net sowie .info. Hierfür befragte die PIR 1.000 erwachsene US-Amerikanern – 531 Frauen, 469 Männer. Wie die Auswahl getroffen wurde und warum mehr Frauen als Männer befragt wurden bleibt ein Geheimnis von PIR. Vielleicht waren es ja rein zufällig die Besucher der eigenen Webseite.

So erstaunt es doch, dass laut Umfrage fast unglaubliche 13 Prozent der Befragten, auf der Suche nach Organisations- oder Firmeninformationen, als erste Informationsquelle YouTube verwenden würden und ganze acht Prozent Twitter!

Scheinbar ein eindeutiges Votum für .org

Das sonstige Ergebnis ist, bedenkt man wer die Umfrage ins Leben gerufen hat, wenig überraschend: Eine deutliche Mehrheit von 41 Prozent der Befragten vertrauen am meisten einer .org-Adresse. Gerade einmal 22 Prozent würden am ehesten einer .com-Seite trauen. Weit abgeschlagen sind der Umfrage folgend die Domain-Endungen .net mit zwei Prozent sowie die .info mit vier Prozent.

Gefragt wurde angeblich danach, welcher Endung man vertrauen würde, wenn die Informationen einer Organisation mit gleichem Inhalt unter verschiedenen Endungen veröffentlicht würde. Welchen Wert eine solche Frage in der Praxis hat ist fragwürdig. In den Typin-Zahlen (Domainnamen die direkt vom Nutzer aufgerufen werden um nach Produkten oder Organisationen zu suchen) spiegelt sich dieses Ergebnis nach allgemeiner Erfahrung und allen Statistiken zumindest nicht wieder. Hier dürften nur wenige Nutzer zuerst die .org eingeben.

Weiter wurde erfragt, wo die Nutzer am ehesten Informationen posten würden, welchen Endungen in Krisenzeiten am meisten Vertrauen entgegengebracht wird und wie Nutzer verschiedenen Alters und Geschlechtes entscheiden würden. Weitestgehend sind die Ergebnisse identisch. An der Spitze befindet sich natürlich jeweils die .org-Endung.

Verwundern muss das Ergebnis nicht. Schließlich fungiert die PIR, welche die Umfrage gestartet und durchgeführt hat, auch als Registrierungsstelle (Registry) für die mit 9 Millionen registrieren Webseiten insgesamt drittgrößte TLD. – Ein recht einträgliches Geschäft!

Bewerbung um neue TLD .ngo

Außerdem meldete die Seite wallstreet-online.de, dass PIR der ICANN, im Rahmen der 2012 anstehenden TLD-Erweiterung, eine Bewerbung für die Endung .ngo einreichen möchte. Diese Endung soll Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf der ganzen Welt eine exklusive Plattform im Netz bieten. Hier kann ein enormes Potenzial gesehen werden, was für PIR eine weitere höchst lukrative Einnahmequelle bedeuten würde.

Die jetzt veröffentlichte Umfrage soll, so lässt sich vermuten, wohl dabei helfen eine positive Entscheidung der ICANN hinsichtlich der Bewerbung um die .ngo-Adresse herbeizuführen. Die Kernaussage der Umfrage, wonach .org die vermeintlich vertrauenserweckendste Domainendung ist, ist da doch eine prima Eigenwerbung für PIR, die .org seit nunmehr 25 Jahren managen.

Im Endeffekt gilt wohl auch hier der eigentlich schon viel zu abgedroschene Satz: „Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast!“

Hier geht es zu dem Ergebnis der Umfrage

 

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